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Neues „Umspannwerk Nord“ für mehr Versorgungssicherheit
Auf den Wackerower Wiesen entsteht derzeit das zweite Umspannwerk der Stadtwerke Greifswald. Gestern wurde der erste Bauabschnitt feierlich in Betrieb genommen. Wackerower Bürger, bauausführende Firmen und die Stadtvertreter waren eingeladen, diese technische Anlage in Augenschein zu nehmen.
Das neue Umspannwerk wurde für die künftige, sichere Versorgung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und die angrenzenden Gemeinden notwendig. Durch das zusätzliche Bereitstellen von elektrischer Leistung im Norden von Greifswald wird die Funktionalität des Netzbetriebes erhöht. Erschließungswege werden kürzer und die Infrastruktur wird aufgewertet.
André Dreißen, Geschäftsführer der Stadtwerke hob hervor: „Es geht nicht nur um Greifswald und Wackerow allein, wir müssen in unserer Region die wichtigen Einflussfaktoren für die so selbstverständlich gewordene Versorgungssicherheit vorausschauend planen und umsetzen. Optimale Energieinfrastruktur ist die Basis für die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Region.“
“Mit der offiziellen Inbetriebnahme des 1. Bauabschnittes des Umspannwerkes Greifswald – Nord wird ein Projekt mit Leben erfüllt, dessen Dasein nur wenigen Wachstumsregionen, wie z.B. Rostock, in Mecklenburg-Vorpommern vergönnt ist.“, so Rolando Tolzmann, Projekt- und Betriebsleiter der Stromversorgung Greifswald GmbH.
Die Versorgungskonzepte des Universitätsklinikums, des Institutes für Plasmaphysik, des Friedrich-Loeffler-Institutes der Insel Riems und das bestehende Netz der Stadt Greifswald sind in das Energiekonzept für die nächsten Jahrzehnte eingeflossen. Ebenso der Ausbau der dezentralen Energieerzeugung der Stadtwerke, der zunehmende Ausbau der erneuerbarer Energien in Greifswald und Szenarien möglicher Netzausbaumaßnahmen im unmittelbaren Umland von Greifswald.
Das Umspannwerk Nord ist Teil des elektrischen Versorgungsnetzes der Stromversorgung, ein Unternehmen der Stadtwerke und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Damit wird ein neuer Netzknoten im Versorgungsgebiet geschaffen. In dem neugebauten Schaltgebäude wird eine Mittelspannungsschaltanlage, bestehend aus 3 Blöcken errichtet. Generalunternehmer ist die Siemens AG, die wiederum mit Dienstleistern aus Greifswald und der Region zusammenarbeitet.
Einige Projektzahlen:
- Die maximale Umspannerkapazität kann bis zu 120 MW betragen, 40 MW werden erstmals nächstes Jahr in Betrieb gehen
- Die Netzintegration erfolgte mit ca. 40km Mittelspannungskabel-Systemen
- 30 000 m3 Erdaushub sind derzeit bewegt worden
- 13 Rohre sind bis 15m unter der Rycksohle in der Höhe des BHKW Altstadt auf einer Länge von ca. 500 Metern gebohrt und eingezogen worden
- Voraussichtliche Baukosten ca. 6.9 Mio. Euro. Der Planungszeitraum betrug 7 Monate, der Ausführungszeitraum lediglich 4 Monate
- Der zweite Bauabschnitt, die Anbindung an das Hochspannungsnetz der vorgelagerten Netzebene, wird bis Ende 2012 verwirklicht.
Text: Pressestelle der Stadtwerke - www.sw-greifswald.de




