Universitäts- und Hansestadt Greifswald

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Porträt von Ex-Oberbürgermeister Fleischmann restauriert

29. August 2011

Restaurator von Knorre zeigt Oberbürgermeister Dr. Arthur König das restaurierte Bild (Foto Pressestelle)

Das historische Porträt des früheren Oberbürgermeisters Max Fleischmann ist restauriert worden. Diplomrestaurator Georg von Knorre aus Rostock übergab es heute Oberbürgermeister Dr. Arthur König. Das Ölgemälde auf Leinwand soll künftig seinen Platz im Senatssaal des Rathauses finden.

Das Gemälde musste restauriert werden, weil es mehrere Schäden aufwies. Unter anderem war es zwischenzeitlich aufgerollt und hatte daher mehrere vertikale Falten. Zudem befand sich auf der Malschicht ein vergilbter Firnis. Diese Schicht wurde durch den Rastaurator abgenommen, zudem entfernte er mehrere Beulen und Falten, indem er das Bild mehrfach planierte. Anschließend spannte er es auf einen neuen Keilrahmen.

Die Enkelin des früheren Oberbürgermeisters Max Fleischmann, Janina Kunicki, hatte der Stadt das Porträt ihres Großvaters im September 2010 geschenkt. Max Fleischmann war von 1917 bis 1935 Oberbürgermeister der Stadt. Das Bildnis entstand 1927 und wurde von der bekannten pommerschen Künstlerin Elisabeth Büchsel gemalt.

Hintergrund:
Max Fleischmann wurde 1877 in Thüringen geboren, er starb am 12. Mai 1935 in Greifswald. Von 1911 bis 1917 war er Ratsherr und stellvertretender Bürgermeister, von 1917 bis 1920 Bürgermeister und von 1920 bis 1935 Oberbürgermeister der Stadt Greifswald.Fleischmanns Verdienste liegen in der Erarbeitung einer  Stadtentwicklungskonzeption und eines Bebauungsplanes. Er setzte sich für einen Grundstückstausch mit der Universität ein und unterstützte den Bau von Kliniken wie die Hals-Nasen-Ohren-Klink, die Hautklinik sowie die Klinik für Urologie und Radiologie.
1935 wurde eine Straße bei diesen Kliniken nach ihm benannt. Fleischmann initiierte den Mietwohnbau, den Bau der Obstbau- und Stadtrandsiedlung sowie den Bau des Volksstadions und die Einrichtung des Heimatmuseums.
1927 erhielt er die Ehrensenatorwürde der Universität. (Quelle: z.T. Wikipedia)

Elisabeth Charlotte Helene Emilie Büchsel wurde 1867 in Stralsund geboren, sie starb 1957 ebenfalls in Stralsund. Ihr Grab befindet sich auf dem St.-Jürgen-Friedhof.
Ihre künstlerische Begabung wurde führzeitig entdeckt und gefördert. So nahm sie unter anderem in Berlin-Spandau bei Professor Flikker Unterricht. Ihre Studien führten sie anschließend nach Paris und München. Ab 1904 lebte und arbeitete sie jeweils von Frühjahr bis Herbst auf der Insel Hiddensee. Dort lebte sie dann als Sommergast im Haus der Familie Gau in Neuendorf. Ihr Domizil in Stralsund bildete das dortige Schloss am Sund an der Promenade des Strelasund-Ufers.
Büchsel malte überwiegend Landschaftsbilder von Rügen und Stralsund sowie der Stralsunder Umgebung. Ein Teil ihres Werkes wird im Stralsunder Kulturhistorischen Museum ausgestellt, der größere Teil befindet sich weit gestreut in Privathand. Eines ihrer bekanntesten Porträts ist das des ersten Stralsunder Oberbürgermeisters Carl Heydemann, welches sie 1933 malte. (Quelle: Wikipedia)


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