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Bauarbeiten an Greifswalder Schulen so gut wie abgeschlossen
Trotz des verspäteten Haushalts konnten pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres fast alle geplanten Sanierungsarbeiten in den Schulen fertig gestellt werden. Insgesamt wurden mehr als 1,6 Millionen Euro teilweise auch aus Fördermitteln investiert.
Gleich drei Schulen und eine Kita können sich über neue Außenanlagen freuen. Die Bauarbeiten auf den Schulhöfen der Grundschule Greif und der Karl-Krull-Grundschule sind abgeschlossen, Verzug gibt es bei der Regionalschule Ernst Moritz Arndt.
Hier machten der verregnete Sommer und der unerwartet schlechte Baugrund den Arbeitern einen Strich durch die Zeitrechnung. Der Untergrund sei dermaßen torfhaltig und damit nicht tragfähig gewesen, dass für die Feuerwehrzufahrt ein Bodenaustausch bis zu 85 Zentimeter Tiefe vorgenommen werden musste, hieß es aus dem Immobilienverwaltungsamt. Die Baufirma arbeite mit Hochdruck, um die Fläche vor der Schule bis zum Schulbeginn am Montag fertig zu bekommen, auch die Fahrradbügel würden diese Woche noch aufgestellt - insgesamt 120 an der Zahl sollen es rund ums Schulgebäude werden. Allerdings müssen die Schüler in den Pausen noch mit einem Provisorium auf dem benachbarten Sportplatz leben, die Asphaltierung des Schulhofs soll noch im Sommer abgeschlossen sein. Die neuen Spielgeräte wurden bereits angeliefert und werden bei entsprechender Baufreiheit demnächst aufgestellt. Für die Aktiven stehen künftig zwei Trampoline, eine Tischtennisplatte und Basketballkörbe zur Verfügung. Die Umgestaltung wird über Städtebaufördermittel finanziert, die auch immer einen Eigenanteil der Stadt enthalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 715.000 Euro.
Die Bauarbeiten an der Arndt-Schule laufen auf Hochtouren.
Parallel zum Umbau der Außenanlagen an der Schule gibt es in der Arndt-Straße eine zweite geplante Baumaßnahme. Dort lassen die Stadtwerke bis Ende August eine neue Wasser- und Fernwärmeleitung verlegen, von der auch die Arndt-Schule profitiert. Sie wurde von der Gasversorgung auf Fernwärme umgestellt. Wie die Straßenverkehrsbehörde mitteilte wurde die Straße wegen der Baustelle vorübergehend zur Sackgasse erklärt. Schulleiterin Angela Leddin befürchtet nun Behinderungen zum Schulbeginn. Erfahrungsgemäß würden besonders an den ersten Tagen viele Eltern ihre Schützlinge mit dem Auto zur Schule fahren. Das könne aber zum Stau führen, weil alle die enge Straße auf demselben Weg verlassen müssten.
Um genau das zu verhindern, empfiehlt Heidrun Enders von der Straßenverkehrsbehörde in Abstimmung mit der Schulleitung den Eltern, ihre Kinder in der Wiesenstraße ein und aussteigen zu lassen. Beide Gehwege zur Schule seien frei, sodass die Kinder sicher zur Schule gehen könnten. Trotz der Baustelle könne die Schule auch mit dem Fahrrad sicher erreicht werden. Die Baugruben seien gesichert. Eltern sollten ihre Kinder aber darauf hinweisen, dass im Bereich von Baustellen mit unvorhersehbaren Gefahren gerechnet werden müsse und sich jeder Verkehrsteilnehmer umsichtig verhalten sollte. (Also langsam fahren!). Gleichzeitig kündigte sie an, dass zusätzlich die Polizei am Montag vor Schulbeginn anwesend sein werde, um insbesondere die Querung der Stephanistraße von der Goethestraße in die Arndtstraße zu begleiten.
Wenn die Mädchen und Jungen der Greif-Grundschule aus den Ferien kommen, erwartet sie eine riesige Schaukelanlage mit sechs Schaukeln. Die anderen Spielgeräte des neuen Spielplatzes mit Kletternest, Rutsche, vier Holztipis und zwei Fußballtoren können erst zur offiziellen Übergabe Ende August in Besitz genommen werden, weil der frisch aufgegangene Rasen den Ansturm noch nicht verkraften würde. Wenn das Wetter es zulässt, ist künftig Unterricht an der frischen Luft möglich, dafür wurde eigens ein grünes Klassenzimmer unter freiem Himmel hergerichtet. Für den Schulgarten stehen mehrere Hochbeete bereit. Außerdem neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Die Kosten wurden über Städtebaufördermittel finanziert, sie liegen für den 2. Bauabschnitt inklusive Planung bei rund 257.000 Euro.
Bei der Krull-Grundschule war am Mittwoch Bauabnahme. Hier wurde während des dritten und letzten Bauabschnitts das Schulgebäude samt Schulhoffläche fachgerecht entwässert und der Hof mit farbigem Betonpflaster erneuert. Des einen Leid, ist des anderen Freud - während der Regen bei Arndt-Schule zu Verzögerungen führte, sorgte er hier dafür, dass der „Zauberwald“ mitten auf dem Schulhof gut wachsen konnte: dort wurden auf einem Hochbeet Birkenstämme gepflanzt, zwischen denen die Kinder rumtoben und sich verstecken können. Auch eine Tischtennisplatte und ein Schachfeld wurden aufgestellt. Außerdem gibt es neue Stellplätze für Fahrräder. Hier konnten ebenfalls Städtebaufördermittel eingesetzt werden. Die bewilligten Kosten umfassen rund 216.000 Euro.
Der Zauberwald vor der Krill-Grundschule.
In der Caspar-David-Friedrich-Schule konnte ein neuer Klassenraum hergerichtet werden. Der Werkraum soll bis zum Herbst erneuert werden, hier wurde schon mal der Estrich saniert.
In der Nexö-Schule Haus II/Hort Kunterbunt waren Fliesenleger, Maler und Elektriker aktiv. Gegenwärtig wird noch eine Brandmeldeanlage eingebaut. In diese Einrichtung ziehen die Kinder aus der Kita „Knirpsenland“. Diese Einrichtung wird im 2. Halbjahr ausgebaut. Unter anderem werden der Brandschutz erneuert, ein zweiter Fluchtweg eingerichtet, Sanitäreinrichtungen saniert und Räume gemalert. Voraussichtlich zum Jahresende ziehen dort die Kinder der bisherigen Kita „Weg ins Leben“ ein, deren Einrichtung an das Studentenwerk verkauft werden soll.
Mitte Juli begann die Umgestaltung des Außenbereiches der Kindertagesstätte A. S. Makarenko. Die Bauarbeiten sollen bis in den Herbst hinein andauern. Die alte Straße zur Kita ist bereits abgefräst, dort erfolgt ein völlig neuer Straßenaufbau. In der Zwischenzeit gibt es einen Noteingang über die Makarenkostraße. Auch die Wege auf dem Gelände werden neu angelegt. Außerdem wird der gesamte Spielbereich des Kindergartens erneuert – geplant sind unter anderem ein großer Kletterbaum mit Kletternetzen, ein Tastpfad aus verschiedenen Materialien sowie neue Sitzgelegenheiten für Gruppenarbeit im Freien. Zwischen die Gebäudeteile wird ein Theatrium gebaut, das künftig für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 421.000 Euro, davon 343.000 Städtebaufördermittel.
Seit dieser Woche wird außerdem der Außenbereich des Stadtteilzentrums „Schwalbe“ in Schönwalde II umgestaltet. Bis zum Spätherbst soll hier ein Fitnessparcours für Senioren entstehen, hinzu kommen ein Schachfeld, ein kleiner Bolzplatz, ein Kinderkarussell und diverse Sitzbänke. Darüber hinaus sind neue Gehwege zur Gorkistraße geplant sowie mehrere PKW-Stellplätze und Bügel für die Fahrräder.





