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Kommunale Familienpolitik als Querschnittsaufgabe
Kommunale Familienpolitik
( Auszüge aus dem Handbuch Kommunale Familienpolitik ISBN 10: 3-89983-152-7)
o Anforderungen an kommunale Familienpolitik als ausgleichende
- Sozialpolitik
- Standortpolitik
- Infrastrukturpolitik
- Beteiligungspolitik
- Generationspolitik
Familien sind die tragenden Säulen unseres Staates. So vielfältig wie unsere Lebensziele und Lebensumstäde geworden, sind so vielfältig gestalten sich auch heute die Familienformen.
Unter dem Stichwort Familie im Wandel finden Sie einige Gedanken zur Entwicklung der "Familie".
Trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen und unterschiedlichster Familienformen, werden auch den heutigen Familien traditionelle Erwartungen und Aufgaben zugeschrieben. Auch hierzu finden Sie unter Leistungen und Aufgaben der Familie einige Gedanken.
Für eine nachhaltige Familienpolitik ergeben sich folgende Handlungsschwerpunkte:
- Herstellung von familiären Beziehungen
- eine Entscheidung für Kinder
- Investition in die Zukunft
- Schaffung von Lebensperspektiven
Zukunftsorientierte Familienpolitik
Die moderne zukunftsorientierte Familienpolitik ist als
Infrastruktur-, Zeit-,Geld- und Imagepolitik
zu begreifen.
Als Querschnittspolitik wirkt sie integrierend und generationsübergreifend. Familienpolitik bedeutet die Schaffung von Rahmenbedingungen für Familien unter Beachtung von
- veränderten Lebensläufen von Frauen und Männern
- längere Lebenserwartung
- höhere Qualifikation einer Gruppe
- größere Vielfalt von beruflichen und privaten Lebensläufen.
Handlungsebenen und Herausforderungen in der Familienpolitik
Das Zusammenspiel vieler Maßnahmen beeinflusst die Lebenssituation von Familien. Familienpolitik ist verbunden mit Anforderungen an Sozialpolitik, Standtortpolitik, Infrastruktur, Bildungspolitik, Beteiligungspolitik, Generationspolitik. Die förderale Struktur der Bundesrepublik erschwert die Einlösung der Familienpolitik als Querschnittsaufgabe. Dennoch kommt der Kommune eine besondere Verantwortung für förderliche Rahmenbedingen für Familien zu.
Neben den strukturellen Hindernissen muss der Blick auf Familien und deren veränderte Lebensumstände und- situationen gerichtet werden. Diese haben unter anderem folgende Auswirkungen:
- Abnahme von Bildungschancen
- Zunahme wirtschaftlicher Armut
- Balance von Familie und Arbeitswelt
- Urbanität
und erfordern abgestimmte Systeme ( Bildung, Betreuung, Erziehung, Pflege)
Verantwortung für Familienpolitik
Im Artikel 6 unseres Gundgesetzes(GG) sind Bund, Länder und Gemeinden verpflichtet, Familien zu schützen und zu fördern.
Aus Art. 28 Abs2 GG ergibt sich über die Daseinsvorsorge und Allzuständigkeit der Gemeinden der Auftrag
- eine verlässliche, bedarfsgerechte, soziale Infrastruktur bereit zu stellen sowie
- Situationen von Familien in besonderen Lebenslagen angemessen zu berücksichtigen.
Dies ist Aufgabe der Kommune aber auch aller gesellschaftlichen Akteure wie Wirtschaft, Kirche, Vereine und Verbände und Aufgabe jedes Bürgers und jeder Bürgerin.



