Universitäts- und Hansestadt Greifswald

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CDU-Fraktionschef diskutierte mit Vorstand des Seniorenbeirat
 
Diskussionspartner des Vorstandes des Seniorenbeirats der Universitäts- und Hansestadt Greifswald war kürzlich der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion der CDU Axel Hochschild. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle kommunalpolitische Probleme vor dem Hintergrund eines Haushaltsdefizits im kommenden Jahr. Nachdrücklich sprach sich der Politiker gegen ein " Hände auf Halten " von Vereinenaus. Hintergrund waren die Zuschusswünsche des Museumswerftvereins. Deutliche waren da zu hören: " Wer 900 000 Euro Förderung durch das Land erhält, kann nicht das restliche Geld von der Stadt fordern." Ähnlich sah Hochschild den Wunsch der Volkssolidarität nach Zuschüssen für das AIZ. "Für den Sozialbereich ist jetzt der Landkreis zuständig, da muss sich der Verband schon an diesen wenden" betonte er.
Hochschild versprach den Seniorenvertetern, sich für eine Verbesserung der Fußwegesituation und der Bereitstellung von öffentlichen Toiletten einzusetzen. " Wenn ein Parkhaus auf dem Nexö-Platz gebaut wird, dann muss es dort auch Toiletten, vor allem auch im Interesse von Besuchern der Stadt geben" betonte der CDU-Fraktionschef
 
Dr. Berndt Frisch
 
 
Foto: Harald Sieting

Austausch mit dem Seniorenbeirat aus Lund

Greifswalder Seniorenbeirat tauschte Erfahrungen mit Seniorenrat der schwedischen Partnerstadt Lund

Mitglieder des Greifswalder Seniorenbeirates weilten auf Einladung der schwedischen Partnerstadt einen Tag in Lund. Sie wurden vom Vorsitzenden des Rates für Senioren der Stadt Lund herzlich empfangen. Zusammen mit den dortigen Vertretern der großen Seniorenorganisationen konnten Themen erörtert werden, wie die soziale Betreuung der Senioren in der Stadt Lund organisiert wird. In Schweden sind die älteren Bürger überwiegend in drei großen Rentnerorganisationen organisiert, von denen die größte, die Schwedische Reichsorganisation für Rentnerinnen und Rentner (PRO) ca. 400 000 Mitglieder zählt. In einem Vortrag wurden die Gäste über das Regierungssystem in Schweden und die Wege zur Einbeziehung der Senioren in die demokratischen Prozesse informiert.

 Die Einwohnerzahl von Lund ist mit 111700 Personen fast doppelt so groß wie in Greifswald. Dabei ist der Anteil der Älteren (über 65 Jahre) mit 21% aber ähnlich wie in Greifswald. Obwohl die Betreuung älterer Menschen in Greifswald im Wesentlichen auch gut organisiert ist, konnten sich die Vertreter des Greifswalder Seniorenbeirates davon überzeugen, dass es in Schweden über Jahrzehnte eine gut gewachsenes, hervorragend über Land, Region und Kommune organisiertes, dabei aber auch bezahlbares Betreuungssystem in Schweden gibt. Das gilt sowohl für Normalrentner, die wie bei uns in betreuten Wohneinrichtungen und Pflegeheimen leben, als auch für die Betreuung älterer, die zu Hause über ambulante Pflegedienste versorgt werden. Bei einem Besuch eines Pflegeheimes für Demenzerkrankte konnten sich die Greifswalder vom hohen Standard der Pflegeeinrichtung überzeugen. Interessant ist, dass der gesamte Pflegebereich in Verantwortung der Stadt liegt, die auch dafür über die dazu erforderlichen materiellen und personellen Mittel verfügt. Auch der Besuch eines Altersheimes mit hohem Niveau, in das man auch ohne Pflegestufe aufgenommen wird, begeisterte die Gäste und gab wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit in Greifswald.

 Zum Internationalen Bildungsforum das in Greifswald im Rahmen des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ vom 04. bis 07. September 2012 stattfindet, sind zwei Vertreter aus Lund eingeladen worden, um über ihre Arbeit in Schweden zu berichten.

 

Harald Sieting

Stv. Vorsitzender des Seniorenbeirates

aus der Vorstandssitzung

Dr. Berndt Frisch


WVG-CHEF: „ Wir treiben keinen Mietpreiswucher!“/ Seniorenbeirat: Vor Androhung des Gerichts bei Nichtzustimmung der Mieterhöhung muss es eine Phase der individuellen Klärung geben

Greifswald. Helmuth Köcher aus der Ladebower Hugo-Finke-Straße hatte in der OZ gelesen,dass am Mittwoch leitende Mitarbeiter der WVG-Unternehmensgruppe den Mitgliedern des  Vorstands des städtischen Seniorenbeirats Grundlagen ihrer Mietpolitik erläutern wollten. Deshalb kam er zur angekündigten öffentlichen Sitzung , auf der der Geschäftsführer der WVG  Klaus- Peter Adomeit sein Unternehmen vertrat, um sein Problem vorzustellen: Seit 1946 wohnt er in seiner Wohnung.
Bis zum 1.August zahlte er 4,96 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zahlen,
24,56 Euro im Monat mehr. Diese Mieterhöhung zu stemmen fällt aber dem Rentner schwer. Schweren Herzens stimmte er der Erhöhung der Miete zu, da ihm von der für ihn zuständigen Hausverwalterin gesagt wurde: „ Falls Sie nicht zustimmen, sehen wir uns vor Gericht wieder.!“
Empörung bei den Seniorenvertretern, Adomeit entschuldigte sich zwar für diese Aussage, machte aber deutlich, dass die Miete Köchers noch immer unter dem Mittelwert des Mietspiegels für das Ladebower Quartier, nämlich 5,59 Euro, liege. Vorstandsmitglied Dieter Krohn forderte von Adomeit: „ Bevor es zu einer Klage vor Gericht kommt, muss es immer eine Phase der individuellen Klärung geben.“ Diese wird es nun für Köcher geben, ein Gespräch mit einer
Sozialarbeiterin des Unternehmens wird es nun geben., denn der WVG-Chef sah mögliche Lösungsvarianten für Köchers Situation.
Während der konstruktiv-kritischen Beratung wandte sich Adomeit gegen den öffentlichen Vorwurf der Preistreiberei durch die WVG, die sich durchaus ihrer sozialen Verantwortung bewusst sei, aber die Wohnungsgesellschaft sei ein Wirtschaftsunternehmen und müsse sich am Markt orientieren.
Grundlage dafür sei d er Mietspiegel. Die definierte „ Zielmiete“ belaufe sich auf 85% des Mittelwerts. In den nächsten Jahren werde es eine jährliche Mietsteigerung  von 0,8 – 1,2 % vor.
Zu bedenken sei dabei, dass von den zusätzlichen Einnahmen die Sanierung von Objekten , die laufende Instandsetzung und der Neubau finanziert werden müssen. Hinsichtlich der Rentner verwies Adomeit darauf, dass es für über 75jährige keine Mieterhöhung geben wird, da ihnen ein Umzug nicht zuzumuten ist. Aber auch Kinder sollten prüfen, ob sie nicht einen Teil der Miete
ihrer Eltern  aufbringen können.
In Gesprächen mit den Bürgerschaftsfraktionen wollen die Seniorenvertreter auf die Beachtung der sozialen Aspekte der Mietentwicklung in Greifswald aufmerksam mache. Es müsse wieder einen sozialen Wohnungsbau geben. Auch Margitta Pridöhl, die für die FDP im Gesundheits- und Sozialausschuss arbeitet, wurde aufgefordert, die Gefahr der sozialen Schieflage
im Ausschuss zu thematisieren.
Der Seniorenbeirat wird sich in den nächsten Wochen weiter mit der Entwicklung der Mieten beschäftigen, einem Gespräch mit dem Mieterbund folgt eine Diskussionsrunde mit der WGG.

Dr. Berndt Frisch
22.September 2010

• Von 1998 bis 2009 gab es bei der WVG Mietsteigerungen von 2,87 %
• Die Durchschnittskaltmiete beträgt 4,67 Euro, sie differiert
        zwischen 4,62 Euro in Schönwalde II, 5,81 Euro in der nördlichen
        Mühlenvorstadt und 7, 29 Euro bei den Neubauten in  der

                      Niels- Bohr-    Straße

( nach Angaben des Geschäftsführers der WVG )

Seniorenmitwirkungsgesetz

Am 7.7.wurde vom Landtag M-V das Seniorenmitwirkungsgesetz beschlossen.
Es ist jetzt unter folgendem Link im Internet zu finden.
 
 http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/bsmvprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-SenMitwGMVrahmen&doc.part=X&doc.origin=bs&st=lr

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