Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Blick auf die Voluten am Rathausgiebel Foto: HNM

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Prävention in Greifswald hat viele Gesichter

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Was heißt Kriminalprävention in Greifswald?

Prävention in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald ...

  • besitzt einen hohen Stellenwert im kommunalen Alltag. Der Oberbürgermeister steht an der Spitze des Präventionsrates und dokumentiert somit "Prävention ist in Greifswald Chefsache"
  • beruht auf der Erkenntnis, dass Kriminalität ein gesellschaftliches Problem ist und nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden kann
  • zielt auf Aufdeckung kriminalitätsbegünstigender Faktoren und der Eindämmung bzw. Beseitigung lokaler Ursachen
  • leistet einen Beitrag zur Anhebung des Sicherheitsgefühls der Menschen

 

Sitzung des Lenkungsgremiums des Präventionsrates am 24. Februar 2009 im Senatssaal
Sitzung des Lenkungsgremiums des Präventionsrates am 24. Februar 2009

Aufbau des Kommunalen Präventionsrates

Lenkungsgremium

 

Vorsitz: Oberbürgermeister

Verein zur Förderung der kommunalen Prävention

Senator für Jugend, Soziales, Bildung, Kultur und öffentliche Ordnung

Amt für öffentliche Ordnung

Universität

Polizei

Schulamt

Kirche

Jugendamt

Kompetenzen:

  • Beratung von Problemfeldern
  • Festlegung von Schwerpunkten und Strategien
  • Initiierung von Arbeitsgruppen zu Themenschwerpunkten 

Koordination

Kompetenzen:

  • Vernetzung von Trägern der Prävention in Greifswald
  • Unterstützung und Initiierung von Projekten
  • Anleitung von Arbeitsgruppen
  • Erarbeitung von Strategien und Konzepten
  • Förderung von zivilgesellschaftlichen Strukturen

Arbeitsgruppen

Kompetenzen:

  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen, Konzepten und Strategien zu ausgewählten Schwerpunkten der Präventionsarbeit
  • Umsetzung von präventiven Maßnahmen
  • Initiierung von Projekten, Aktionen, Projektentwicklung und Projektbegleitung

 

Festlegungen / Ziele / Vorteile
des Präventionsrates

 

 

Festlegungen

  • Kein Aktionismus  - Prävention braucht einen langen Atem
  • Festlegungen von Arbeitsschwerpunkten nach Erstellung einer kriminalgeographischen Regionalanalyse
  • Bildung kleiner Arbeitsgruppen (Einbeziehung von Experten)
  • Keine Bearbeitung von Generalthemen
  • Festlegungen konkreter Aufgaben
  • Maßnahmen erfolgen 
    - zielgruppenorientiert
    - themenorientiert
    - sozialraumbezogen
    - deliktsbezogen                                         

Vorteile eines Präventionsrates

 

 

Problembewusstsein bei den Beteiligten

Bündelung von Kräften (Synergieeffekt)

Vernetzung (man kennt sich, man sitzt in einem Boot)

kurze Wege

 

 

Ziele

  • Aufdeckung kriminalbegünstigender Faktoren
  • Beseitigung bzw. Eindämmung von Kriminalitätsursachen
  • Abbau von Kriminalitätsfurcht
  • Stärkung des Sicherheitsgefühls

 

 

Was läuft gut?

Prävention in Greifswald ist gewollt = nicht nur Alibi

  • Oberbürgermeister steht an der Spitze = Prävention als Politikberatung
  • Greifswald kann auf gewisse Erfolge verweisen (Fahrradcodierung, Handlungskonzept gegen illegale Graffiti, Netzwerk gegen Rechtsextremismus) = Mobilisierung
  • Gute Vernetzung der unterschiedlichen Institutionen: Polizei, Universität, Stadt, Firmen
  • Prävention erfolgt themenbezogen = keine Bearbeitung von Generalthemen
  • Universität unterstützt Präventionsarbeit durch eigene wissenschaftliche Forschung, siehe Prof. Dr. Frieder Dünkel (Lehrstuhl für Kriminilogie), Prof. Dr. Manfred Bornewasser (Institut für Psychologie), Prof. Dr. Franz Prüß (Lehrstuhl für Schulpädagogik und schulbezogene Bereiche der Sozialpädagogik
  • In Greifswald gibt es zivilgesellschaftliche Strukturen (Aktionsplan für Demokratie und Toleranz, Familienbündnis, Kirche, IKUWO)
  • Greifswald hat einen Förderverein = freie Wirtschaft fühlt sich mit verantwortlich

 

Was läuft nicht so gut?

 

  • Es müsste schneller gehen.
  • Viele Themen müssen auf  Bearbeitung 
    warten. (Wir würden gerne mehr tun.)
  • Zu viele Lasten auf zu wenig Schultern
  • Finanzen - wie immer, wie überall

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