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Apfelmus gegen Papierreste: 2. Marktplatz für Gemeinnützige und Unternehmen in Greifswald
Apfelmus von der diesjährigen Ernte gegen Papierreste zum Basteln von Kiebu-Druck und eine gemeinsame Obsternte auf den Streuobstweisen für ein Mähgerät von Denz & Söhne. Das sind nur zwei Beispiele für gute Geschäfte, die der NABU Kreisverband Greifswald im letzten Jahr beim 1. Marktplatz in Greifswald abgeschlossen hat. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird es am 26. September von 15 Uhr bis 16.30 Uhr wieder einen Marktplatz in der Stadthalle geben. Anmeldeschluss ist der 1. Juni 2012.
„Für uns war der 1. Marktplatz eine tolle Erfahrung, von der wir gut profitiert haben“, betont auch Guntram Steinke von AEN, „die Volktanzgruppe `Schüddel de Büx´ tritt zwei Mal bei uns auf, dafür erhalten sie von uns 40 bedruckte T-Shirts. Auch in diesem Jahr sind wir unbedingt wieder dabei.“
Geld ist tabu
„Es geht bei dieser Marktplatz-Methode nicht um Spenden, sondern um die Anbahnung von Zusammenarbeit“, erklärte Ines Gömer, Gleichstellungs- und Familienbeauftragte der Stadt und eine der Organisatorinnen. „Unternehmen und gemeinnützige Organisationen aus der Region werden zusammengebracht, um gemeinsame Projekte zu vereinbaren.
Da vor allem viele Vereine und Organisationen anfangs etwas unsicher waren, empfehlen wir den Neulingen unbedingt, an einem Vorbereitungsworkshop teilzunehmen. Dort erfahren sie den genauen Ablauf des Marktplatzes und mit welchen Stärken sie punkten können. Viele sind sich gar nicht bewusst, welches Know How sie für die Unternehmen haben.“
Der Vorbereitungsworkshop für die Vereine und Verbände findet am 23. Mai von 14.30 bis 16.30 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses statt. Anmeldungen bitte über Frau Gömer, Gleichstellungs- und Familienbeauftragte, unter GSB@greifswald.de oder telefonisch 03834/522180.
Vorbereitet wird der Markplatz wieder von Universitäts- und Hansestadt Greifswald, dem Mehrgenerationenhaus des Pommerschen Diakonievereins sowie von der WVG und dem ISSA e.V.
Bei der Premiere im letzten Jahr hatten sich jeweils 11 Gemeinnützige und 11 Unternehmen getroffen. 24 Vereinbarungen kamen zustande, viele wurden bereits umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Hilfe bei Kleinreparaturen, die Vermittlung von Praktika, die Organisation von Infoveranstaltungen für Azubis oder die Bereisstellung von Ausstellungsflächen.
Hintergrund: Gute Geschäfte
„Gute Geschäfte“ ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung. Ursprünglich von den Niederlanden übernommen wurde die Aktion erstmals 2006 bei drei Pilotprojekten in Jena, Kassel und Frankfurt/Main getestet. Seit 2007 haben bundesweit in rund 60 Orten Marktplätze stattgefunden. Dabei wurden rund tausende Kooperationen zwischen Unternehmen und Gemeinnützigen auf den Weg gebracht. Die Unternehmen können dabei Vereinen und Verbänden mit ihrer Arbeitskraft, ihrem Know how oder logistisch helfen. Umgekehrt können Gemeinwohlorganisationen ihre Projekte anbieten und damit ungewöhnliche Einsichten in andere Lebenswelten liefern. http://www.gute-geschaefte.org/




