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Ergebnisse im Stadtmarketingprozess 2009
Über folgenden Link erhalten Sie Informationen zur Fortschreibung des Leitbildes der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Leitbild
Ergebnisse im Stadtmarketingprozess 2008
Der Stadtmarketing-Beirat verständigte sich gemeinsam mit dem Oberbürgermeister darauf, das Leitbild der Universitäts- und Hansestadt Greifswald im Jahr 2009 fortzuschreiben und zu präzisieren.
Das Leitbild wurde 1999 unter Federführung des Geographischen Instituts der Ernst-Moritz-Arndt-Universität erarbeitet und im Ergebnis eines umfänglichen Beteiligungsverfahrens durch die Bürgerschaft am 09.03.1999 beschlossen. Es bildet die Grundlage für die gesamtstädtische Entwicklung und benennt die wichtigsten Handlungsfelder und Stadtentwicklungsziele.
Der Beirat stellte rückblickend fest, dass das Leitbild
- richtig und zweckmäßig formuliert wurde,
- die Schwerpunkte der städtischen Entwicklung widerspiegelt und
- die Entwicklung der Stadt in wichtigen Bereichen mitträgt und auch in den nächsten Jahren weiterhin tragen kann.
Aus diesen Gründen empfahl der Beirat keine Neufassung des Leitbildes vorzunehmen, sondern
- das Stadtmarketing-Projekt einschließlich der Arbeitskreistätigkeit zu bewerten,
- eine Bilanz über die wichtigsten Ergebnisse der Stadtentwicklung in den einzelnen Handlungsfeldern zu ziehen,
- die Handlungsfelder des Leitbildes auf inhaltliche Aktualität und Zukunftsfähigkeit zu prüfen sowie
- die Handlungsfelder mit Unterzielen zu ergänzen und zu präzisieren.
Es wurde empfohlen, die Präzisierung im Rahmen einer externen Auftragsvergabe vorzunehmen. Dazu soll ein breiter Beteiligungsprozess mit wichtigen Entscheidungsträgern aus der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und dem näheren Umland sowie der Einbezug des Geographischen Institutes der Ernst-Moritz-Arndt-Universität erfolgen.
Die Zielstellung sollte darin bestehen, 2010 einen Bürgerschaftsbeschluss zum präzisierten Leitbild zu fassen.
Die Arbeitskreis-Tätigkeit im Stadtmarketing-Projekt gestaltete sich 2008 je nach Themenstellung und Schwerpunktsetzung sowie Engagement der Vorsitzenden unterschiedlich.
Der Arbeitskreis „Mittelstand, Technologie, Dienstleistung, Wirtschaft“ wertete in seiner ersten Sitzung im Januar 2008 die Jahrestagung „Stadtmarketing“ vom 01.11.2007 aus, um die Ergebnis der Prognos-Studie für Greifswald weiter zu untersetzen. In einer weiteren Veranstaltung besichtigten die Arbeitskreismitglieder die Greifenfleisch GmbH mit einer anschließenden Firmenerläuterung durch den Geschäftsführer Herrn Kienast.
Der Arbeitskreis „Standortfaktor Gesundheit“ hat in Zusammenarbeit mit dem Verein „Vernetzte Gesundheit“ und der Stadtverwaltung „Gesundheitsziele für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald“ entwickelt, die die Bürgerschaft am 03.11.2008 als Grundlage weiterer kommunaler Aktivitäten beschlossen hat. Die Erarbeitung von Gesundheitszielen erfolgte unter breiter Beteiligung von Bürgern sowie verschiedenster Akteure auf dem Gebiet der Gesundheit. Außerdem wurden in einer „Mitmach-Aktion“ während des Vitalitätsevents über 1.000 Bürger zu ihren persönlichen Vorstellungen von Gesundheitszielen für Greifswald befragt. Beim Kommunikationstreff des Vereins „Vernetzte Gesundheit“ wurden die anwesenden Vertreter aus der Gesundheitsbranche über den Gesundheitszustand der Greifswalder Bevölkerung informiert, um daraus Schlussfolgerungen für eigene Aktivitäten zu ziehen.
Der Arbeitskreis „Bildung“ beteiligte sich am Gesprächsforum zum Thema „Unsere Schulen auf dem Weg in die Selbstständigkeit – Chancen, Probleme und die neue Rolle des Schulträgers“, welches aus Anlass der Ganztagsschulförderung in der Regionalen Schule „Ernst-Moritz-Arndt“ durchgeführt wurde. Im Beisein des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Henry Tesch, wurde mit Lehrern, Schulsozialarbeitern, Elternvertretern und Mitgliedern des Arbeitskreises „Schule und Wirtschaft“ des Unternehmerverbandes Vorpommern über die Unterrichtsentwicklung, den Erziehungsauftrag, das Personalmanagement, die Budgetierung und das Qualitätsmanagement diskutiert. Weiterhin nahmen Vertreter des Arbeitskreises an der gemeinsamen Fachtagung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und des Landkreises Ostvorpommern zum Thema „Schule und Berufsleben“ unter dem besonderen Aspekt der demographischen Entwicklung und des Fachkräftebedarfs in unserer Region teil. Mit der Fachkonferenz wurde der Auftakt gegeben, wichtige Akteure, die am Netzwerk „Schule – Berufsleben“ täglich aktiv mitwirken, zusammenzuführen und künftig auch den Arbeitskreis miteinzubeziehen.
Der Arbeitskreis „Oberzentrum, Region, Umland“ befasste sich schwerpunktmäßig mit Zielen, Leitbild und Leitlinien des Landtages für eine Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern, den verschiedenen Gutachten zur Reform und den vorgeschlagenen künftigen Kreisstrukturen und Kreismodellen des Innenministeriums. Darüber hinaus wurden Stadt-Umland-Themen und der Entwurf des Regionalen Entwicklungsprogramms Vorpommern sowie des Regionalen Entwicklungskonzeptes des Landkreises Ostvorpommern beraten. Zur Stadt-Umland-Thematik wurden insbesondere die Stellungnahmen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und des Amtes Landhagen zur Anhörung vor der Enquête-Kommission des Landtages M-V abgestimmt und die Meinungen der Mitglieder des Arbeitskreises eingebracht. Weiterhin wurde die Radroutenplanung der städtischen, regionalen und überregionalen Radrouten diskutiert und die Probleme bei der Umsetzung wichtiger Abschnitte erfasst. Das Geographische Institut der Universität mit Herrn Prof. Dr. Klüter stellte in einem Vortrag „Demokratie und Verwaltung – Demokratische Prozesse und Verwaltungshandeln in der Regional- und Stadtentwicklung“ in Mecklenburg-Vorpommern“ zur Diskussion, die im Rahmen der Tagung „Schrumpfende Städte im Ostseeraum“ im November 2008 thematisiert wurden.
Der Arbeitskreis „Revitalisierung Innenstadt“ befasste sich mit den gegen-wärtigen Problemen und der Neustrukturierung der Dompassage. Dazu wurde ein ständiger Informationsaustausch zwischen Arbeitskreis und dem Centermanagement der Dompassage zugesichert. Weiterhin begleitete der Arbeitskreis, wie im Vorjahr, das „BID – Ähnliche Verfahren im Schuhhagen“ und gab Empfehlungen, Hinweise und Anregungen zur Gestaltung dieses Bereiches. Der Arbeitskreis nimmt auch hier eine Verbindungsfunktion zwischen Verwaltung und den Nutzern des BID-Projektes ein und ermöglicht eine umkomplizierte Arbeit zwischen den Partnern.




