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Trinkwasser
Trinkwasser ist zum menschlichen Genuss und Gebrauch bestimmtes Wasser, das gesetzlichen Anforderungen als Nahrungsmittel gerecht werden muss.Die Stadt Greifswald wird zu 100 % von der Wasserwerke GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke GmbH, mit Trinkwasser versorgt.
Trinkwasser kann aus Oberflächen-, Quell- oder Grundwasser gewonnen werden. Greifswalder Trinkwasser ist Grundwasser, das aus einer Tiefe von 30 bis 70 m in den Brunnenanlagen der drei Wasserwerke Groß Schönwalde/Koitenhagen, Hohenmühl und Levenhagen gefördert wird. Es wird nach der Belüftung mit Sauerstoff über Kiesfilter geleitet, um den Eisen- und Mangangehalt zu reduzieren. Nach Zwischenspeicherung und Transport über das städtische Rohrnetz steht es dem Verbraucher zur Verfügung.
Regelmäßige Kontrollen weisen eine seit Jahren gleichbleibend gute Qualität des Greifswalder Trinkwassers aus. Seit 1994 ist eine Chlorung des Trinkwassers zur Desinfektion nicht mehr erforderlich.
Das Wasser hat eine Gesamthärte von 22 – 24°dH und eine Karbonathärte von 12,8°dH. Durch Phosphatimpfung des Wassers wird die Härte vom Härtebereich 4 auf eine wirksame Härte 2 gesenkt. Entsprechend sollte die Dosierung von Waschmitteln den Empfehlungen des Herstellers für den Härtebereich 2 folgen.
Pro Tag können bis zu 25.000 m³ Trinkwasser in das Netz eingespeist werden, maximal werden jedoch nur 8.000 m³ benötigt. Durch steigende Wasserpreise, Rückgang der industriellen Wassernutzung und wassersparende Haushaltsgeräte ist der Wasserverbrauch in den letzten Jahren deutlich gesunken.
Bundesweit wurden 1998 im Durchschnitt 127 Liter pro Tag und Einwohner verbraucht.
Große Unterschiede bestehen zwischen den einzelnen Bundesländern, hier wird vor allem in den neuen Bundesländern gespart.
Während 1998 in Schleswig-Holstein der durchschnittliche Verbrauch bei 154 l/d lag, verbrauchten die Menschen in Thüringen nur 86 l/d, in Mecklenburg-Vorpommern waren es 102 l/d. Für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald ist die Tendenz vergleichbar. Betrug der Wasserverbrauch 1990 noch 169 l/d, sank er auf 120 l/d im Jahr 2001 ab. Verteilte sich 1990 der Wasserverbrauch noch zu etwa gleichen Teilen auf die Verbrauchergruppen Haushalte und Industrie/Gewerbe, hat sich dieses Verhältnis in den letzten Jahren stark verschoben. Zur Zeit werden etwa 86 % der Trinkwassermenge an Haushalte abgegeben und nur noch 12 % an gewerbliche Unternehmen.




