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Gesunde-Städte-Netzwerk
Das Gesunde – Städte – Netzwerk
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald ist seit 1991 Mitglied im Gesunde – Städte – Netzwerk. Dieses Netzwerk ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 60 Kommunen in Deutschland, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Ottawa - Charta zur Gesundheitsförderung umzusetzen.
Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.
Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur bei dem Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden.
Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen alle Kommunen Gesundheitsziele, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung der jeweiligen Region abgestimmt sind. Deshalb arbeitet Greifswald unter Federführung des Arbeitskreises B “Gesundheit“ im Stadtmarketing an der Erarbeitung und Umsetzung der Gesundheitsziele. Der Bürgerschaft werden am 03.11.2008 folgende Gesundheitsziele zur Beschlussfassung vorgeschlagen:
- Präventive und bedarfsgerechte Familienförderung (starke Familien)
- Förderung von Umweltbildung, -erziehung und –Information (gesunde Umwelt)
- Sensibilisierung für bewusste Ernährung
- gesundes Aufwachsen und aktiv im Alltag sein (aktive Menschen)
- Erhöhung der gesundheitlichen Kompetenz und Verbesserung der
individuellen Lebenslage (Wohlbefinden)
Diese Ziele sollen Grundlage des kommunalen Handelns in der Verwaltung und in der Bürgerschaft sein.
Mit der Verankerung der Gesundheitsziele als Grundlage kommunalen Handelns werden durch die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, die es ermöglichen, Gesundheitserziehung legitimiert vor Ort gestalten zu können und verbindliche Zielsetzungen in der Gesundheitsvorsorge zu formulieren.
Die Kommune Greifswald hat ihre Rolle als Koordinator der Gesundheitsaktivitäten erkannt und setzt sie
- im Verein „Vernetzte Gesundheit e.V.“
- als Mitglied des Gesunde – Städte – Netzwerkes Deutschland
- im Arbeitskreis „Gesundheit“ des Stadtmarketings
- in der Gemeinschaftseinrichtung OVP und UHGW der Regionalstelle für
Suchtvorbeugung und Konfliktbewältigung und im Ausschuss für Gesundheit
und Soziales
um.
Die Wirksamkeit der Bemühungen auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge wird wesentlich erhöht, wenn alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.
Zur Umsetzung der Gesundheitsziele wird der Stadtmarketingarbeitskreis „Gesundheit“ alle Akteure zusammenführen und erste Projektvorstellungen der Bürger gemeinsam umsetzen.
Beispiele:
- Umsetzung der Gesundheitsziele bis 2015 in allen Greifswalder Schulen
(Zertifizierung „Gesunde Schule“)
- Schaffung eines „Trimm – Dich – Pfades“ in der Stadt für alle Altersstufen
- Ernährung und Bewegung für Übergewichtige (Trainingsgruppen für
unterschiedliche Altersgruppen)
- Modellprojekt Stresstoleranz für Jugendliche
- Projekt „Familie im Dialog“ – Familog
- Gesundheitsparcours für Kinder und Jugendliche
Die Festlegung von Gesundheitszielen wird sich in die geplante Fortschreibung und Präzisierung des Leitbildes im Jahr 2009 einfügen.
Karin Böhme
Beauftragte für das Gesunde - Städte – Netzwerk der Universitäts- und Hansestadt Greifswald




