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Impressionen vom Fischerfest Gaffelrigg 2011
Partystimmung zum Fischerfest Gaffelrigg 2011
"Der Sonnabend hat allen ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert", so bringt es Frank Liebenow, Mitarbeiter der Greifswalder Firma Schöpf, auf den Punkt.
Das Lächeln bei strahlendem Sonnenschein trug alle Beteiligten und die 50.000 Gäste bis in den Sonntagabend von einem Höhepunkt zum anderen. Selbst als es am Sonntag um 20 Uhr zu regnen begann, feierten die Besucher ausgelassen weiter und erlebten das letzte Mal „Ryck in Flammen“ in bekannter Form.
Allein rund 200 Leute gestalteten dieses multimediale Spektakel im Wiecker Hafen. Im strömenden Regen harten die Besatzungen in den 20 Begleitbooten 2 Stunden lang aus. Die Hand-für-Koje-Leute mit ihren Knicklichtern in den Wanten der Greif waren Wind und Regen ebenso ungeschützt ausgesetzt wie die Tänzerinnen auf dem Traditionsschiff VORPOMMERN. Die empfindliche Technik hingegen war eingepackt in Plastikfolie, abgeklebt mit Bändern. Kein Tropfen Wasser sollte in die Anlagen kommen, doch die Feuchtigkeit kroch hinein und setzte der Technik zu! Einige bengalische Fackeln wollten einfach nicht brennen, die Scheinwerfer waren auf einmal unbeweglich. Dennoch war Ryck in Flammen wieder ein würdiger Abschluss des grüßten maritimen Volksfestes in Vorpommern.
Künstler auf drei Bühnen brachten die Zuschauer von Freitag bis zum Sonntag in Partylaune. Die WELTMEISTERSCHAFTEN im Ryckhangeln gewann Mario Windjäger. Er startete als Letzter und holte die Krone! Zum 5. Kinderboddenschwimmen traten 30 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren an. Weitgereiste Sportlerinnen waren die 10-jährige Philippa aus Schweden, die 12-jährige Natascha aus Weißrussland, die mit ihren Gasteltern aus Quedlinburg angereist war und die 9-jährige Agathe aus der Normandie. Deren Bruder Antoine und Papa hatten das Greifswalder Freiwasserschwimmen im Internet entdeckt! Beide gingen dann am Sonntag gemeinsam mit 141 weiteren Sportlern beim 90. Boddenschwimmen an den Start. 160 waren dazu eigentlich gemeldet - wie schade, dass manche nicht antreten oder wenigstens rechtzeitig absagen! Zum Kuttersegeln um den Gaffelcup hatten zunächst nur 8 Mannschaften gemeldet, dann standen von jetzt auf gleich18 vor der der Tür. Eine Riesenherausforderung für den Greifswalder Seesportclub, der sich die Mannen um Klaus Ledderhos aber meisterlich stellten. Nur wenige Mannschaften waren mit den Drachenbooten im Wiecker am Start, das tat der Stimmung beim Wettbewerb der HSG Kanu aber keinen Abbruch. Ein wenig einsam allerdings war es um die Netze der Beachvolleyballer im Strandbad. War der Weg für die Aktiven etwa zu weit?
Die Gaffelrigg fand ein begeistertes Publikum. 45 Traditionsschiffe waren der Einladung des Museumshafenvereins Greifswald gefolgt. Horst Marx und Volker Pesch erklärten charmant und kompetent die Besonderheiten eines jeden Schiffes. Die versuchten wie an einer Perlenkette aufgereiht der GREIF hinaus in den Bodden zu folgen. Doch wie in den Vorjahren drängten sich respektlos die Plastikyachten dazwischen. An der Nordmole setzen die alten Schiffe ihre Segel und stahlen den sogenannten Yohurtbechern die Show.
Die Freester Fischer ließen es sich nehmen - sie schipperten ihre Gäste hinein ins Geschehen, boten auf ihren Kuttern die besten Plätze für alle die Fotos machen wollten. Zugleich brachten sie noch zaghaft ihren Protest gegen die auferlegten Fischfangquoten unter.
Auf der Volkskustmeile sorgten unter anderen Günter Schulz mit seinen Holzarbeiten der Freester Ficherteppischmotive, Christian Pohl mit Holzskulpturen, Bigi Schulz mit tollen Taschen und Carina Becker mit ihren Sommerseifen für Höhepunkte. Produkte einzigartig, in der Region gefertigt. davon sollte es im nächsten Jahr noch viel auf der Meile mehr geben!
Zahlreiche Gäste des Festes nutzen verstärkt die Busse, kostenlos war die Fahrt für alle die den Kulturbeitrag in Höhe von 2,50 entrichtetet hatten. Die Wassertaxen der Wasserwacht waren stets voll besetzt. Was für eine Leistung der DRK-Kameraden, die unermüdlich die Massen vom Museumshafen nach Wieck und zurück transportierten.
Die OZ war erste Mal mit einem eigenen Medienzelt vor Ort. Das Setzen der Greifswalder Lokalseiten konnte live auf einem großen Plasmabildschirm miterlebt werden.
Dank gilt dem Medienpartner NDR: Die Moderatorin Anke Harnack warb in der Sendung „Land und Leute“ für das Fest. Sie fuhr mit dem Fahrgeschäft Projekt 1 und das konnte an den Folgetagen den Besucheransturm kaum bewältigen. Auch das Nordmagazin war vor Ort und erstmal wurden Bilder von Ryck in Flammen gezeigt. Dafür hatte Franziska Amler gesorgt. Auch der Rundfunk brachte mehrfach am Tag Neues vom Fest.
Der größte Lob aber gilt allen, die das Fest organisierten und gestalteten, den unzähligen Helfern, den Mitarbeitern der Sicherheitsdienste, dem THW, der DLRG, der Wasserwacht, dem DRK, der Wasserschutzpolizei und den Marktmeistern, Lara, die ihre Schwimmer mit selbstgackenem Kuchen versorgte, Markus, der alle Fäden in der Hand hielt, Heiko, der stets für gute Laune sorgte, Uli, der sich um alle hinter der Bühne kümmerte, Joachim, der auf seinem Elektromobil alle Brennpunkte erreichte, Michael, der seine Jungs gut auf den Einsatz an den Kassen vorbereitet hatte, Werner, der auch noch im strömenden Regen fotografierte, Egon und Klaus, die die Seesportler mit Erbseneintopf verwöhnten, Herrn Zimmermann, der in jedem Jahr mit einer neuen Idee seine Ausstellung im Hafenamt zeigt und diesmal Schiffe aus Blech mitbrachte.
Es war eine reife Teamleistung, der ein friedlicher und fröhlicher Festverlauf zu verdanken war.
Wir sehen uns wieder zum Fischerfest Gaffelrigg 2012
vom 13. bis zum 15. Juli in Greifswald-Wieck
Und noch mehr Bilder auf http://www.facebook.com/StadtGreifswald









































