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Gotische Giebelhäuser Markt 11 & 13

Gotische Giebelhäuser für Internet, Foto Torsten Krüger (2)
Giebelhaus Markt 13, Foto: Torsten Krüger

Die Backsteingiebelhäuser an der Ostseite des Marktplatzes zählen vermutlich zu den ersten Steinhäusern in Greifswald. Das Grundstück Markt 11 war bereits im späten 13. Jahrhundert bebaut. Einst gehörte es der Familie Rubenow. Heinrich Rubenow gründete als erfolgreicher Bürgermeister 1456 die hiesige Universität. Bei einem Umbau in den Jahren 1855/1856 gestalte man die Fassade im Erdgeschoss im neugotischen Stil. Der reich gegliederte Schaugiebel ist mit grün glasierten und unglasierten Formsteinen, darunter filigran ausgeformten Rosetten, aufwendig geschmückt. Der breite Treppenaufgang zum Obergeschoss wurde erst in den 1930 Jahren vertäfelt. Seit einer umfangreichen Innensanierung in den 1990 Jahren wird der ehemalige Wohnspeicher als Restaurant genutzt.
Die Geschichte des gotischen Giebelhauses Markt 13 reicht bis in das 13./14. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war es wohl mit einem mittelalterlichen Schildgiebel ausgestattet. Bei einer Rekonstruktion im Jahre 1959 mauerte man einen Treppengiebel auf, der bei der umfassenden Sanierung nach 1990 beibehalten wurde. Die damals verwendeten Betonsteine wurden jedoch durch gebrannte Formziegel ersetzt. Um die mittelalterlichen Teile der Fassade deutlich gegen die rekonstruierten Teile abzusetzen, verzichte man dabei auf glasierte Backsteine. Seit 1995 befindet sich im Tonnengewölbe des Kellers und im Erdgeschoss ein Gasthaus. Darüber liegen Büroräume.