Kampfmittel - Verhaltensregeln beim Auffinden

Allgemeine Informationen

Zum Schutz der Allgemeinheit und der eigenen Sicherheit sollten beim Auffinden von Kampfmitteln die folgenden Verhaltensregeln in jedem Fall beachtet werden:

  • Kampfmittel sollten nicht berührt werden. Wurden Sie versehentlich mit der Hand aufgenommen, so sind sie vorsichtig abzulegen. Wurde das Kampfmittel durch eine Baumaschine erfasst oder auf ein Fahrzeug verladen, so ist es in der jeweiligen Lage zu belassen und die Maschine abzustellen.
  • Erschütterungen sind zu vermeiden, Arbeiten am Fundort sind einzustellen.
  • Unbefugte sollten vom Fundort ferngehalten und entsprechend gewarnt werden, die Fundstelle sollte gekennzeichnet bzw. markiert werden.
  • Kampfmittelfund unverzüglich der nächsten örtlichen Ordnungsbehörde oder Polizeidienststelle anzeigen.
Spezieller Hinweis für Greifswald, Hansestadt

Beseitigung von Kampfmitteln (u.a. Fundmunition)

Auf Flächen, für die ein Kampfmittelverdacht gilt, sollte im Vorfeld z. B. von erdeingreifenden Baumaßnahmen eine vorsorgliche Kampfmittelsondierung erfolgen, um die Bausicherheit zu gewährleisten.

Sollten Kampfmittel gefunden werden, müssen diese sicher und schnellstmöglich entfernt werden.Die Beauftragung von Kampfmittelräummaßnahmen muss durch den Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommern (MBD M-V) erfolgen.


Kampfmittel sind gewahrsamlos gewordene Gegenstände militärischer Herkunft und Teile solcher Gegenstände, die Sprengstoff und/oder Kampf-, Nebel-, Brand- oder Reizstoffe enthalten (zum Beispiel Munition für Schusswaffen, Granaten aller Art, Bomben aller Art einschließlich Wasserbomben, reaktive Geschosse, Lenkflugkörper aller Art, Minen aller Art, Torpedos, Spreng- und Zündmittel).

Rechtsgrundlagen

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  • Kampfmittelverordnung M-V
  • Kampfmittelbeseitigungskostenverordnung M-V

Kosten

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Vorsorgliche Kampfmittelsondierungen sind kostenpflichtig.


Für Maßnahmen zur Abwendung einer im einzelnen Falle bevorstehenden Gefahr (vollständiges Freilegen, Bergen, Abtransportieren, Lagern und Vernichten von Kampfmitteln) werden von kommunalen und privaten Grundstückseigentümern keine Gebühren erhoben (Ausnahme: durch schuldhaftes Verhalten des Eigentümers).

Verfahrensablauf

Spezieller Hinweis für Greifswald, Hansestadt

Meldung direkt an das
LPBK M-V 


Dezernat 320 - Munitionsbergungsdienst
Graf-Yorck-Straße 6
19061 Schwerin
0385 2070 2830 oder 2831


oder bei der örtlichen Ordnungsbehörde

Zuständige Stelle

Die Verhütung von Schäden durch Kampfmittel ist eine Aufgabe der Gefahrenabwehr. Sachlich zuständig für die Verhütung von Schäden durch Kampfmittel ist neben den örtlichen Ordnungsbehörden auch das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern als Sonderordnungsbehörde.

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

06.10.2016