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Greifswald investiert in Bildung, Kultur, Sicherheit und Infrastruktur
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald treibt auch in diesem Jahr zentrale Bauprojekte voran. Zu den größten Vorhaben zählen die Generalsanierung des Theaters und der Bau des inklusiven Schulzentrums Am Ellernholzteich. Hinzu kommen der Neubau des städtischen Bauhofs, ein Ersatzneubau für die Kita Regenbogen und ein neuer Funktionsbau für den stadteigenen Forsthof in Steffenshagen.
Auch an den Schulen tut sich viel. An der Caspar-David-Friedrich-Schule werden zusätzliche Raummodule aufgestellt, um mehr Platz zu schaffen und die Lernbedingungen zu verbessern. Bestehende Schulgebäude modernisiert die Stadt ebenfalls: An der Erich-Weinert-Grundschule werden die Fassade, die Fenster und das Dach saniert, Böden erneuert und Wände gestrichen. Für die beiden Vorhaben an der CDF- und der Weinert-Schule erhält die Stadt Mittel aus dem Finanzausgleichsgesetz des Landes M-V. Die Arndt-Sporthalle erhält neue Türen und einen neuen Hallenfußboden.
In die Sicherheit investiert Greifswald durch Arbeiten an der Berufsfeuerwehr. Das Dach des Haupthauses wird saniert, zudem entsteht eine Überdachung für Großfahrzeuge. Die Freiwillige Feuerwehr erhält einen Erweiterungsbau für zusätzliche Umkleiden.
Parallel verbessert die Stadt ihre Verkehrsinfrastruktur. Sie setzt die Umgestaltung der Erich-Böhmke-Straße und der Straße An den Wurthen fort. Die Bauarbeiten in der Heinrich-Heine-Straße stehen kurz vor dem Abschluss, für die Klaus-Groth-Straße ist der Baubeginn noch in diesem Jahr geplant.
Auch im Bereich Freizeit und Erholung startet Greifswald neue Projekte. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten am Rundweg um den Ellernholzteich sowie am Wanderpfad entlang der Dänischen Wieck. Viele dieser Vorhaben finanziert die Stadt mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes, des Landes, aus EFRE-Programmen, der Städtebauförderung und weiteren Fördertöpfen.
Übersicht über einzelne große Baumaßnahmen:
Entkernung und Schadstoffsanierung in den Anbauten des Theaters
Im August 2025 begannen die Bauarbeiten zur Generalsanierung des Greifswalder Theaters. Zunächst wurden die versiegelten Flächen, Einfriedungen und Buschwerk entfernt sowie Baucontainer aufgestellt. Anschließend begann die öffentliche und nichtöffentliche Erschließung des Grundstücks. Alte Fernwärmekanäle, Stromtrassen, Kommunikationsleitungen und Gasleitungen wurden ausgebaut, während neue Schächte und Leitungen für Trinkwasser sowie für Regen- und Abwasser eingebaut wurden. Stromkabel und Fernwärmeleitungen mussten teils im Vorfeld, teils begleitend umverlegt werden.
In den Anbauten aus den 1950er- und 1970er-Jahren ist die Entkernung und Schadstoffsanierung bereits weit fortgeschritten. Als nächstes werden diese eingerüstet, bevor dann der Abriss beginnt. Dafür wird das Baufeld mit Schotter versehen und eine Baustraße angelegt. Ein Wechsel in der Fachplanung für die technische Gebäudeausrüstung sorgte zwischenzeitlich für eine Verzögerung des Zeitplans.
Mit der Generalsanierung wird das über 100 Jahre alte Theatergebäude grundlegend erneuert. Ziel ist es, die Statik, den Brandschutz, die technische Ausstattung, das energetische Konzept sowie die Raumstruktur auf einen modernen Stand zu bringen. Die alten Anbauten werden durch einen modernen Neubau ersetzt. Mit einer Fertigstellung des neuen Theaters ist nach aktuellem Planungsstand nicht vor dem Jahr 2030 zu rechnen. Die Gesamtbaukosten für das Projekt sind derzeit mit rund 76,6 Millionen Euro im Haushalt des städtebaulichen Sondervermögens „Innenstadt und Fleischervorstadt“ veranschlagt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben mit rund 22 Millionen Euro aus den Städtebauförderprogrammen des Bundes und des Landes.
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Bohrpfahlarbeiten für neues Schulzentrum abgeschlossen
Bei den Bauarbeiten für das neue Inklusive Schulzentrum in Greifswald sind die Bohrarbeiten für die Pfahlgründung und die Geothermie inzwischen abgeschlossen. Aufgrund des feuchten Untergrunds mussten insgesamt 333 Pfähle bis zu 12 Meter tief in die Erde gebohrt werden. Von diesen werden etwa zwei Drittel geothermisch aktiviert. Dafür wurden Kunststoffschläuche in Stahlkörbe eingeflochten, in die Bohrlöcher gesetzt und einbetoniert. Diese Pfähle tragen später zur umweltfreundlichen Beheizung und Kühlung des Gebäudes bei – in Kombination mit einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage. Der Großteil der Wärmeerzeugung erfolgt daneben durch Fernwärme der Stadtwerke Greifswald. Ebenso wurden bereits die Medienleitungen auf dem Grundstück verlegt und die Einleitbauwerke für die Regenentwässerung hergestellt.
Als nächstes werden die Baugründe für die Regionalschule, Grundschule sowie Mensa und Sporthalle vorbereitet. Hierfür erfolgen bereits die ersten Bewehrungarbeiten. Zur weiteren Verstärkung wird die Bewehrung der Pfahlköpfe freigestemmt, um diese in die Balkenroste und die Bodenplatte mit einzubinden. Sobald die Witterung es zulässt, werden innerhalb der Gebäude die Grundleitungen für sämtliche Medien wie Wasser, Abwasser und Strom verlegt. Parallel dazu wird der belastete Mutterboden zur Nachbehandlung auf ein anderes städtisches Grundstück umgelagert und verwertet.
Das neue Inklusive Schulzentrum umfasst eine dreizügige Grundschule und 2,5-zügige Regionale Schule. Zusätzlich entstehen eine Mensa, ein Hort, eine dreiteilige Sporthalle und großzügige Außenanlagen. Insgesamt wird der Campus Platz für über 700 Schülerinnen und Schüler bieten, die hier gemeinsam von der ersten bis zur zehnten Klasse lernen. Die ersten Klassen werden voraussichtlich zum Schuljahr 2028/2029 einziehen. Die Gesamtkosten für das Großprojekt belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 80 Millionen Euro. 29 Millionen Euro Städtebaufördermittel des Landes fließen in den Grundschulneubau mit Hort und Mensa. Der Bau der Sporthalle und der dazugehörigen Außenanlagen wird mit 8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.
Bereits zum kommenden Schuljahr 2026/27 wird die neue Grundschule an einem Übergangsstandort in der Feldstraße eingerichtet. Hierfür werden im Frühjahr moderne Klassen- und Horträume in Modulbauweise aufgestellt. Zunächst werden zwei erste Klassen mit jeweils bis zu 24 Kindern gebildet, ein Jahr später folgen zwei weitere Klassen.
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Keller und Bodenplatte für neue Kita Regenbogen fertig
Für den Ersatzneubau der Kita Regenbogen im Stadtteil Schönwalde I/Südstadt sind der Keller und die Bodenplatte inzwischen fertiggestellt. Auch alle Leitungen unter dem Gebäude liegen bereits. Lediglich die Leitung für die Regenentwässerung folgt noch vor März.
Im Frühjahr startet der Hochbau. Dann stellen die Baufirmen die Außen- und Innenwände als vorgefertigte Holzrahmen mit einem Kran auf. Vor Ort bringen die Fachkräfte die Dämmung ein, anschließend beginnen die Ausbauarbeiten. Hier kommen zunächst die technischen Gewerke wie Elektro, Sanitär und Heizung zum Einsatz.
Der Neubau ersetzt die bestehende Einrichtung aus den 1970er Jahren und entsteht direkt neben dem bestehenden Gebäude. Er bietet weiterhin Platz für 172 Kinder, davon 60 Krippen- und 112 Kindergartenkinder. Als Bewegungskita erhält das Haus unter anderem einen großen Sportraum, eine Frischeküche sowie ein vielseitig gestaltetes Außengelände. Die Kita wird in nachhaltiger Holzbauweise errichtet.
Der Bau erfolgt in zwei Abschnitten. Bis November 2026 entstehen die Gruppenräume für Krippe und Kindergarten. Nach dem Abriss der alten Kita beginnt Anfang 2027 ein eingeschossiger Anbau mit Sportraum und Frischeküche. Die Fertigstellung ist für November 2027 vorgesehen.
Die Gesamtkosten sind von ursprünglich 10 auf derzeit rund 11 Millionen Euro gestiegen. Gründe dafür sind höhere Ausgaben für die technische Gebäudeausrüstung, also für Lüftung, Elektro, Gebäudeautomation sowie für die Zimmermannsleistungen. Für das Vorhaben stellen der Bund und das Land Städtebaufördermittel in Höhe von 5,5 Mio. Euro und das Land M-V zusätzlich rund 1 Mio. Euro als Sonderbedarfszuweisung zur Verfügung.
Bauarbeiten für neuen Bauhof angelaufen
Vor einem halben Jahr begannen im Industrie- und Gewerbegebiet „Am Helmshäger Berg“ die Bauarbeiten für den neuen zentralen Bauhof der Stadt. Im vorderen Bereich des Grundstücks ist die Baustraße bereits hergestellt. Dort entstehen neben dem Parkplatz das Verwaltungs- und Sozialgebäude, das teilweise unterkellert wird. Die Baugrube für das Kellergeschoss wurde noch im Dezember ausgehoben. Dafür war eine Absenkung des Grundwassers notwendig. Im hinteren Bereich des Geländes bereiten die Baufirmen die Trassen für die Medienversorgung und die Baustraße vor. Dort entstehen später die Hallen und Werkstätten. Da sich das Baugebiet im Bereich eines Bodendenkmals befindet, begleiten Archäologinnen und Archäologen sämtliche Erdarbeiten.
Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern entstehen funktionale Verwaltungsbauten mit Werkstätten und Waschhalle für die Betriebsfahrzeuge, Streuguthalle mit Sole-Anlage, Garagen, Carports sowie Lagerflächen. Mit dem Neubau werden zwei überalterte Bauhofstandorte ersetzt. Wenn alles nach Plan läuft, können die rund 100 Mitarbeitenden das neue Gelände Ende 2027 beziehen. Die Stadt investiert rund 23 Millionen Euro in das Projekt.
Bessere Arbeitsbedingungen im Stadtforst
Auf dem Gelände des Forsthofs Steffenhagen entsteht derzeit ein neues Funktionsgebäude. Bisher gab es dort keine festen Räume für die Mitarbeitenden. Die Bodenplatte wurde bereits im vergangenen Jahr hergestellt. Das Gebäude wird in Holzmodulbauweise errichtet und bietet auf rund 80 Quadratmetern Platz für einen Umkleideraum, eine Dusche, Toiletten, eine kleine Teeküche sowie zwei Arbeitsplätze. Sobald es die Witterung zulässt, stellen die Baufirmen die Außenwände auf und richten das Dach. Anschließend beginnt der Innenausbau. Wenn alles planmäßig läuft, soll das Funktionsgebäude im ersten Halbjahr fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro.
Neue Stahlspundwand für Seehafen Ladebow
Die Stadt muss die Kaikante am Seehafen Ladebow erneuern, die nach 55 Jahren durchgerostet und instabil ist. Auf 300 Metern soll eine neue Stahlspundwand vor die bestehende gesetzt werden. Für die dort ansässigen Yachtbauer richtet die Stadt zudem ein Becken her, um Boote besser zu Wasser zu lassen. Die Kosten liegen bei rund 4,8 Millionen Euro. Die Umsetzung hängt aber von der Freigabe der Mittel durch die Bürgerschaft am 2. März ab. Die Stadt strebt zudem eine Teilfinanzierung über Fördermittel an.
Straßenbauarbeiten in der Heinrich-Heine-Straße kurz vor dem Abschluss
Die Bauarbeiten in der Heinrich-Heine-Straße sind fast abgeschlossen. Einzig die Aufpflasterungen in den Kreuzungs- und Einmündungsbereichen stehen noch aus und werden witterungsabhängig zu Jahresbeginn fertiggestellt. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge wurde die Straße bereits Ende letzten Jahres freigegeben.
Gemeinsam mit den Stadtwerken Greifswald wurden größere Trinkwasserleitungen erneuert und die Stromversorgung für den künftigen Bebauungsplan Nr. 118 in der südlichen Fontanestraße hergestellt. Auf rund 390 Metern entstand eine neu gepflasterte Mischverkehrsfläche mit entsprechenden Stellplätzen und neu gestalteten Einmündungen zu den angrenzenden Straßen. Der gesamte Bereich verfügt nun über eine Straßenentwässerung und Leerrohre für die digitale Infrastruktur. Zudem wurde die Beleuchtung auf insektenschonende LED-Leuchten umgestellt. Mehrere Verkehrsinseln und der Schillerplatz wurden mit Sträuchern, Frühblühern und neuen Bäumen begrünt. Südlich der Schillerstraße ist jetzt ein verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Die Baukosten liegen im vorgesehenen Rahmen, das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Maßnahme mit 750.000 Euro über eine Sonderbedarfszuweisung.
Dritter Bauabschnitt für Ausbau der Straße „An den Wurthen“ startet
Bis Ende 2025 konnte der zweite Bauabschnitt vom Katharinenweg bis zur Zufahrt zur Speicherstraße fertiggestellt werden. Anfang 2026 startet der dritte Bauabschnitt zwischen Haus Nr. 28 und der Wolgaster Straße – ebenfalls abhängig von der Witterung. Dieser Abschnitt wird nochmals unterteilt. Die Stadt kommt so den Wünschen der Gewerbetreibenden sowie der Anwohnerinnen und Anwohner nach.
Zuerst wird zwischen der Speicherstraße bis zu Haus Nr. 22 gebaut. Diese Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Danach folgt der restliche Abschnitt bis zur Wolgaster Straße. Wie bisher wird zunächst der alte Fahrbahnbelag entfernt, anschließend werden Abwasserleitungen und Kabel erneuert, bevor die Straße einschließlich der Gehwege neu aufgebaut wird. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro. Der Bund und das Land unterstützen das Vorhaben mit Städtebaufördermitteln.

