Bautagebuch zur Sanierung des Theaters

Aktueller Zwischenstand

Oktober 2026: Baugrube für den Neubau wird vorbereitet

Anklamer Straße mit Blick auf die Baustelle am Theater
Blick auf die Baustelle am Theater© André Gschweng
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Für die Sicherung der Baugrube wurden zahlreiche Stahlträger in den Boden eingebracht. Die Zwischenräume werden derzeit ausgefüllt. Auch ein System zur Grundwasserabsenkung wurde aufgebaut und erfolgreich getestet. Es sorgt dafür, dass die Baugrube für die weiteren Arbeiten trocken bleibt.

Seit Anfang Oktober verstärken Fachleute zudem die Fundamente des historischen Gebäudes mit Beton, damit es während der Bauarbeiten nicht absackt. Nach Abschluss der Arbeiten kann dann auch das Untergeschoss der ehemaligen Anbauten abgerissen werden. Planmäßig sollen im Dezember die Rohbauarbeiten für den Neubau beginnen. Zunächst werden die Grundleitungen gelegt, bevor die Bodenplatte errichtet werden kann.

Umbau im historischen Gebäude 

Im erhaltenen Altbau beginnen voraussichtlich im November die Rohbauarbeiten. Das Gebäude ist bereits entkernt. Nun wird es für seine künftige Nutzung umgebaut: neue Türöffnungen werden eingebaut, nicht mehr benötigte Durchgänge verschlossen, neue Decken eingezogen oder Zwischenwände gemauert. Ebenfalls im November soll das Gerüst am Bestandsgebäude aufgebaut werden, unter anderem für anstehende Dacharbeiten.

Stadt muss Aufträge neu vergeben

Bei der Planung und Vergabe einzelner Arbeiten gibt es weitere Herausforderungen. Die Stadt hat sich von einem Planungsbüro für die technische Gebäudeausstattung getrennt. Zudem müssen zwei Ausschreibungen wiederholt werden: Für die Tischlerarbeiten an den Fenstern im Altbau ging kein Angebot ein. Bei den Aufzügen wurden die vereinbarten Leistungen nicht erbracht, sodass die Stadt die Arbeiten erneut ausschreiben muss.

Juni 2026: Abriss der Anbauten

Am Montag, dem 29. Juni, hat der Abriss der Anbauten aus den 1950er- und 1970er-Jahren begonnen. Nachdem in den vergangenen Monaten die Entkernung und Schadstoffsanierung abgeschlossen sowie der Dachstuhl zurückgebaut wurden, erfolgt nun der Rückbau. Mit einem Bagger werden die Gebäudeteile bis zum Bühnenturm abgetragen.

Zunächst werden die Anbauten bis auf das Untergeschoss zurückgebaut. Im Anschluss wird ein Verbau für die künftige Baugrube hergestellt und eine Grundwasserhaltung eingerichtet. So kann das Grundwasser kontrolliert abgeführt werden und die Baugrube bleibt für die weiteren Arbeiten trocken. Um ein Absacken des verbleibenden Altbaus während der Bauphase zu verhindern, werden dessen Fundamente durch Unterfangungen verstärkt. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten wird auch das Untergeschoss der ehemaligen Anbauten vollständig abgebrochen.

April 2026

Entkernung Innenbereich im Bestandsgebäude
Entkernung Innenbereich im Bestandsgebäude© Immobilienverwaltungsamt
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Im Zuge der Abbrucharbeiten wurde die Entkernung sowie die Schadstoffsanierung im abzubrechenden Gebäudeteil abgeschlossen. Im Bestandsgebäude wurden diese Arbeiten fortgesetzt und sind bereits weit vorangeschritten.

Parallel dazu wurde mit dem Rückbau der Bühnentechnik begonnen.

Im Außenbereich wurde damit begonnen, das Baufeld für Lager- und Abstellflächen sowie eine Baustraße für den Baustellenbetrieb herzurichten.

Dezember 2025

Theatersanierung Baufeld Dezember 2025
Aktueller Zwischenstand auf dem Vorplatz des Theaters© Immobilienverwaltungsamt
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Der Baubeginn zur Sanierung des Theaters erfolgte im August diesen Jahres mit der Baustelleneinrichtung sowie der Baufeldfreimachung. In diesem Zuge wurden Einfriedungen, Bäume und Buschwerk sowie die Oberflächenversiegelung beseitigt. Zudem wurde das Baugelände durch einen Bauzaun gesichert und Containeranlagen aufgestellt.

Im nächsten Schritt wurde mit der öffentlichen sowie mit der nichtöffentlichen Erschließung für das Gebäude begonnen. Dazu mussten zuvor die bestehenden Bestandsmedien wie Fernwärmekanäle, Stromtrassen, Kommunikationsmedien und alte Gasleitungen aus dem Baufeld entfernt werden. Anschließend wurden neue Medien in Form von Schächten und Leitungen zur Trinkwasserversorgung sowie Regen- und Abwasserentsorgung eingebaut.

Im Vorfeld sowie auch parallel zu diesen Arbeiten mussten Stromkabel und Fernwärmekanäle umverlegt werden.

Weiterhin wurde im Gebäude bereits mit der Entkernung und der Schadstoffsanierung des abzubrechenden Gebäudeteils begonnen.

In weiteren/nachfolgenden Schritten wird das Baufeld zur Befahrung geschottert und mit einer Baustraße hergerichtet. Anschließend wird der abzubrechende Gebäudeteil eingerüstet und mit dem geordneten Rückbau begonnen. Nach den Abbrucharbeiten wird dann der Verbau für die Baugrube hergestellt.

Baufeldfreimachung & Blick ins Theater

August 2025

Baustart für Generalsanierung

Auszug aus der Pressemitteilung vom 04.08.2025

Visualisierung des neuen Theateranbaus von der Robert-Blum-Straße aus
Visualisierung des neuen Theateranbaus von der Robert-Blum-Straße aus© Dietrich I Untertrifaller Architekten
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Nach umfangreichen Vorbereitungen starten in dieser Woche die Bauarbeiten zur umfassenden Generalsanierung des Greifswalder Theaters. Das Vorhaben gehört zu den bislang größten städtebaulichen Projekten der Stadt.

Zunächst wird das Baufeld freigemacht und die Baustelle eingerichtet. Anschließend erfolgt der Aushub der Baugrube sowie die Erschließung des Geländes mit neuen Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom. Parallel dazu starten die Abbrucharbeiten der Anbauten aus den 1950er- und 1970er-Jahren einschließlich der Schadstoffsanierung. Um ein Absacken des verbleibenden Altbaus während der Bauphase zu verhindern, werden dessen Fundamente durch Unterfangungen verstärkt.

Generalsanierung des Theaters

Grafik zum Theater Vorpommern in Greifswald aus Ansicht der Anklamer Straße
Grafik zum Theater Vorpommern in Greifswald aus Ansicht der Anklamer Straße© Dietrich I Untertrifaller Architekten
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Mit der Generalsanierung wird das über 100 Jahre alte Theatergebäude grundlegend erneuert. Ziel ist es, die Statik, den Brandschutz, die technische Ausstattung, das energetische Konzept sowie die Raumstruktur auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Die alten Anbauten werden durch einen modernen Neubau ersetzt.

Die Gesamtbaukosten für das Projekt sind derzeit mit rund 76,6 Millionen Euro im Haushalt des städtebaulichen Sondervermögens „Innenstadt und Fleischervorstadt“ veranschlagt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben mit rund 22 Millionen Euro aus den Städtebauförderprogrammen des Bundes und des Landes.

Mit einer Fertigstellung des neuen Theaters ist nach aktuellem Planungsstand nicht vor dem Jahr 2030 zu rechnen.