Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

Herzliche Einladung zu den Greifswalder Internationalen Wochen gegen Rassismus!
„100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ - unter diesem Motto finden im Aktionszeitraum vom 16. bis zum 29. März 2026 die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Auch in Greifswald haben zahlreiche ehrenamtliche Akteure aus der Zivilgesellschaft und verschiedene Einrichtungen ein gemeinsames Programm mit vielfältigen Veranstaltungen und Mitmachangeboten vorbereitet.
Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden sehr herzlich für ihr wichtiges Engagement. Zugleich möchten wir alle Greifswalderinnen und Greifswalder einladen, das Programm zu entdecken und an den Veranstaltungen teilzunehmen.
Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung setzen!
Programmflyer der IWgR Greifswald 2026 in Deutsch und Englisch
Plakat der der IWgR Greifswald 2026
Aktuelle Informationen finden Sie auch auf Instagram unter @iwgr.greifswald.
Programm
15.03.2026
10:00 - 16:00 Uhr
Sporthalle 2, Joliot-Curie-Straße, Greifswald
Eintritt: frei
Treffpunkt 9.30 Uhr
Spielbeginn 10:00 Uhr
Spielstärke: 4 Spieler + Torwart
Altersklasse ab 16 Jahre, FrauenMänner gemischt
Spielmodus : 1 mal 10 Minuten
Für Verpflegung ist gesorgt
Anmeldung mit Mannschaftsnamen bis zum 10.03.2026 an info@greifswald-sportbund.de
Achtung: max. 10 Mannschafte
Organisiert von: Sportbund & FSV Greifswald
15.03.2026
10:00 - 13:00 Uhr
STRAZE, Stralsunder Str. 10
DE, EN – weitere Sprachen auf Anfrage möglich
Wie läuft ein Asylverfahren eigentlich ab – und wie können wir Menschen dabei solidarisch unterstützen?
In diesem interaktiven Workshop schauen wir uns gemeinsam Schritt für Schritt das deutsche Asylverfahren an, problematisieren institutionellen Rassismus und erarbeiten konkrete solidarische Handlungsmöglichkeiten.
Dabei verbinden wir rechtliche Grundlagen mit politischer Einordnung und praktischen Beispielen aus antirassistischer Arbeit.
Ziele des Workshops:
✊ den Ablauf eines Asylverfahrens verständlich machen
✊ institutionellen Rassismus sichtbar und kritisierbar machen
✊ antirassistischen Widerstand stärken und solidarische Praxis aufzeigen
Inhalte u.a.:
• Fluchtgründe und Schutzformen in Deutschland
• Aufnahmelager, Dublin-Verfahren und BAMF-Anhörung
• Ablehnungen, Gerichtsverfahren und Abschiebepolitik
• Rechte im Asylverfahren (Unterbringung, Leistungen, Gesundheit, Arbeit)
• Bleibeperspektiven und politische Solidarität
Der Workshop ist dialogisch aufgebaut, arbeitet mit Visualisierungen, Quizformaten und vielen Beispielen aus der Praxis. Ziel ist Selbstermächtigung – Wissen aneignen, teilen und gemeinsam handlungsfähig werden. Der Workshop richtet sich sowohl an Menschen mit Fluchterfahrung, als auch an Unterstützende.
Anmeldung bis 11.03.2026 an: probleiberecht-greifswald@systemausfall.org
Organisiert von: Pro Bleiberecht Greifswald
16.03.2026
Einlass: ab 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
STRAZE (Saal), Stralsunder Straße 10, Greifswald
Für alle Interessierten ab 12 Jahre.
Eintritt: 3/5 €
Regisseurin Hafsia Herzi inszeniert mit „Die jüngste Tochter“ eine Coming-of-Age-Geschichte ohne Klischees. Romanvorlage von Fatimas Daas.
Mit zwei älteren Schwestern wächst Fatima in einer liebevollen Familie auf, auch wenn die Schwestern sie damit aufziehen, dass sie nicht feminin genug sei und wohl nie einen Mann bekomme. Draußen hängt sie mit den Angeber-Jungs ab, trägt Hoody und Basecap - und spielt leidenschaftlich gerne Fußball. Sie ist gläubig und betet regelmäßig. Doch das, was sie am meisten beschäftigt, kann sie mit niemandem teilen. Es sind behutsame erste Schritte in ein freies Leben, in das sie ganz ausbrechen möchte - ohne ihr altes Leben zu verlieren. Geht das? In ihrem dritten Film "Die jüngste Tochter" erzählt Regisseurin Hafsia Herzi von Fatimas langem Weg zur Selbstakzeptanz, mit Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl. Immer ganz nah an der Hauptfigur, durchleben wir mit ihr den Alltag, der sich langsam verschiebt.
Drama / FR, D 2025 / Regie: Hafsia Herzi / 108 Min. / OmdtU / FSK12 / Audiodeskription: Greta App
Organisiert von: STRAZEkultur
18.03.2026
13:00 - 17:00 Uhr
Rathaus (Senatsaal), Markt, 17489 Greifswald
Ein Workshop für alle, die Vielfalt stärken und Antisemitismus klar entgegentreten wollen. Wie zeigt sich Antisemitismus heute – und wie können wir ihm im Alltag wirksam begegnen? Der interaktive Workshop vermittelt Grundlagenwissen, sensibilisiert für aktuelle Erscheinungsformen und bietet Raum zur Reflexion und zum Austausch. Dabei beziehen wir auch aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen aus Mecklenburg-Vorpommern mit ein.Der Workshop wird von DIA.MV - Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
DIA.MV macht antisemitische Vorfälle im Bundesland sichtbar, veröffentlicht Jahresberichte und Handreichungen, bietet ein erstes Beratungsangebot für Betroffene und führt Infoveranstaltungen durch.
Anmeldung bis 16.03.2026 an: info@dia-mv.de
Organisiert von: DIA.MV – Dokumentations- und Informationsstelle Antisemitismus Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
18.03.2026
16:00 - 19:00 Uhr
Jugendzentrum klex, Lange Str. 14, Greifswald
Es werden grundlegende Informationen über das vermeintliche “Neutralitätsgebot“ im Bildungskontext vermittelt, bewährte Strategien im Umgang mit problematischen politischen Äußerungen im Bildungskontext ausgetauscht und das “Neutralitätsgebot“ als politische Strategie enttarnt.
Der Workshop richtet sich an:
- Schulleitungen
- Lehrkräfte
- Schulsozialarbeiter:innen
- Jugend(Sozial)arbeiter:innen
- Fachkräfte und Multiplikator:innen
- Der außerschulischen Bildungsarbeit
Anmeldung bis 27.02. an: jugendimjacobiturm@pek.de
Organisiert von: offene Jugendarbeit der ev. Altstadtgemeinden in Kooperation mit SJR
18.03.2026
16:00 - 18:00 Uhr
St. Spiritus, Lange Str. 49/51
Kreativaktion: Es ist immer zu bestempeln als abzustempeln!
Deshalb machen wir im Interkulturellen Café eine Tischdecken-Stempelaktion zum Thema "100% Menschenwürde - wie will ich, dass mir begegnet wird."
Organsiert von: Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus
20.-22.03.2026
Fr. 18-20 Uhr I Sa. 10-18 Uhr I So. 11-13 Uhr
STRAZE, Stralsunder Straße 10, Greifswald
DE, EN, FR
kostenfrei
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus bietet der Bürgerhafen einen Chorworkshop für interkulturelles Singen an.
Unter der Leitung der Berliner Kulturwissenschaftlerin, Sängerin und Chorleiterin Nora Zender (einfachsingen.org) sind singbegeisterte Menschen mit und ohne Flucht-/Migrationsgeschichte herzlich eingeladen, gemeinsam einen internationalen Wochenend-Chor zu bilden. Denn kaum etwas verbindet so schnell, wie die Sprache der Musik!
Es werden einfache 1- bis 3-stimmige Lieder in Originalsprachen aus den verschiedensten Regionen dieser Erde erlernt. Dabei beschäftigen wir uns auch mit der Geschichte und Herkunft der Lieder. Im Vordergrund des Workshops steht die Freude am gemeinsamen Singen und die Wertschätzung der Klangvielfalt der Kulturen unserer Welt.
Notenkenntnisse sind keine Voraussetzung, alle sind willkommen!
Bei Anmeldung wird eine Teilnahme an allen drei Tagen vorausgesetzt.
Anmeldung bis 13.03.2026 an: post@buergerhafen.de
Organsiert von: Bürgerhafen
23.03.2026
Einlass: 17:00 Uhr
Filmstart: 17:30 Uhr
Ende: 20:00 Uhr
kostenfrei, Ticketbuchung notwendig
Im CineStar Greifswald zeigen wir den Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“.
Der Film beleuchtet kritisch die europäische Abschottungspolitik und die Rolle Deutschlands in der aktuellen Migrationskrise. Er zeigt anhand Eindrücklicher Beispiele, wie politische Entscheidungen das Leben von
Schutzsuchenden beeinflussen, und stellt die Frage, welche Verantwortung eine demokratische Gesellschaft trägt.
Im Anschluss an die Vorführung steht Regisseur Maik Lüdemann für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung.
Einlass nur mit gültigem Ticket, buchbar über rausgegangen.de
Organisiert von: Sea-Eye Greifswald
23.03.2026
20:00 Uhr
STRAZE, Stralsunder Straße 10, Greifswald
Eintritt: 5 €
Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.
Mit LOLITA LESEN IN TEHERAN erzählt Eran Riklis (LEMON TREE) die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller.
Italien, Israel 2025, Regie Eran Riklis, 108 min, mit u.a. Golshifteh Farahani, Zar Amir, Mina Kavani, OmdtU
Organisiert von: Filmclub Casablanca
24.03.2026
15:30 – 17:30 Uhr
STRAZE, Stralsunder Straße 10, Greifswald
DE, EN
kostenfrei, ohne Anmeldung
Wir suchen starke Symbole passend zum Thema der Menschwürde als oberster, unantastbarer Wert des Menschseins, der jedem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter, Taten oder Status zusteht.
Außerdem knuspern wir an knackigen Sprüchen und Wortspielen.
Unsere Ergebnisse bringen wir ratzfatz zur Druckreife und produzieren Sticker und Karten.
Organisiert von: [druckkammer] & Soziokulturelles Zentrum St. Spiritus
26.03.2026
09:30-12:00 Uhr
Berufliche Schule, Siemensallee 5
(schulinterne Veranstaltung)
Filmvorführung und Gespräche mit Schülerinnen und Schülern
"Wir sind jetzt hier" - Über junge Geflüchtete in Deutschland (2020, 46 Min). Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von sieben jungen Männern, die um 2015 hierher flohen.
Organisiert von: Öffnung der Schulen e.V. und Jugendmigrationsdienst (JMD) Greifswald
26.03.2026
19:00 Uhr
STRAZE (Kursraum), Stralsunder Straße 10, Greifswald
OmeUt
kostenfrei, ohne Anmeldung
Filmvorführung und Diskussion
In Mikuba zeigt der kongolesische Dokumentarfilmer Petna Ndaliko Katondolo, wie lokale Bergleute in einer selbstverwalteten Minenkooperative im südkongolesischen Kolwezi versuchen, einen anderen Weg zu gehen. Sie nutzen altüberlieferte Abbaumethoden und verteilen die Gewinne anders. Sie sind auf der Suche nach Kobalt, einem unverzichtbaren Rohstoff für Computerchips, Elektromobilität und erneuerbare Energien.
Im Schatten multinationaler Giganten graben die Kleinbergleute nicht nur, um zu überleben, sondern auch, um ihre Würde und ihr Recht zu bewahren, auf dem Land ihrer Vorfahren zu leben. Die furchtlose Händlerin Mama Léance, ist die zentrale Figur des Films. Sie handelt aufbauend auf dem Wissen und der Weisheit der Vorfahren.
Der Film zeigt, wie innerhalb eines bereits durch die Kolonialzeit geprägten ausbeuterischen Systems eine Gegenerzählung entworfen wird, die kulturelle und spirituelle Dimensionen des Landes (wieder) erweckt.
Organisiert von: verquer.
26.03.2026
16:00-18:00 Uhr
Kiek In (WGG-Veranstaltungshaus), Fritz-Curschmann-Weg 1, Greifswald
kostenfrei, ohne Anmeldung
Interkulturelles Informationscafé zum Thema „Arbeiten in Deutschland“. Gemeinsam sprechen wir über das deutsche Arbeitsrecht und deine Rechte und Pflichten als Arbeitnehmender. Wie lange darfst du am Tag/in der Woche arbeiten? Welche Pausen sind verpflichtend? Was gehört zur Arbeitszeit und was nicht? Wie kannst du dir helfen, wenn etwas nicht in Ordnung ist, und wer kann dir helfen?
Dich erwartet ein fachlicher Input, ein Erfahrungsaustausch in der Community, Kaffee, Tee und leckere Kekse! Komm gerne vorbei!
Hinweise:
- Die Veranstaltung findet in Deutsch statt. Der fachliche Input wird jedoch über eine Präsentation mit Untertiteln in mehreren Sprachen angepasst an die Gäste begleitet.
- Das Kiek In ist mit dem Rollstuhl befahrbar, eine rollstuhlgerechte Toilette ist ebenfalls vorhanden.
Organisiert von: Welcome Center Region Greifswald
27.03.2026
16:00-20:00 Uhr
STRAZE, Stralsunder Straße 10, Greifswald
DE, EN
kostenfrei, ohne Anmeldung
Das PoC Hangout ist ein offenes Begegnungsformat für alle Menschen die sich als BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) identifizieren.
Es bietet Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Verweilen in einer entspannten, wertschätzenden Atmosphäre. Es geht darum, sich locker zu unterhalten, Erfahrungen auszutauschen und eine Community aufzubauen – ohne Leistungsdruck, festen Plan oder bestimmte Erwartungen.
Ob zum Kennenlernen, Wiedersehen oder einfach zum Dasein: Das PoC Hangout ist ein Ort des Miteinanders. Komm gerne vorbei und lass uns gemeinsam einen Ort schaffen, an dem wir uns wohlfühlen, austauschen und gegenseitig stärken.
Organisiert von: House of Resources Greifswald
27.03.2026
16:00-19:00 Uhr
Saal, Schönwalder Begnungszentrum/ Kinderschutzbund KV V-G e. V.
Maxim-Gorki-Straße 1, Greifswald
Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6-27 Jahre
kostenfei, ohne Anmeldung
Offene Bühne, Reflexion, Diskussion
Wir veranstalten eine zwei-dreistündige Veranstaltung mit Open Stage, Karaoke und Reflexion. Ziel ist Musik, Spaß und respektvoller Umgang, ohne Ausgrenzung.
Ablauf in Kürze:
- Ankommen & Warm-up (15 Min.): Hintergrundmusik, Karaoke-Liste sichtbar, Freiwillige melden sich, Regeln gegen Hate/Sexismus/Rassismus. Motto: Spaß, Musik, Respekt.
- Karaoke & Open Stage (40–45 Min.): Karaoke solo oder in Gruppen, eigene Texte möglich (Ankündigung nötig). Applaus-Kultur: alle bekommen Applaus; kurze Pausen alle 2–3 Beiträge statt eines Dauerprogramms.
- Mini-Talk: Rap & Sprache (15–20 Min.): Lockerer Austausch in Stuhlkreis oder Stehen. Eine Frage zur Wirkung von Sprache und Rap auswählen (Beispiele: Warum verwenden manche Rapper beleidigende Wörter? Kunst oder Folgen? Wie entsteht starker Text ohne Abwertung?). Zuhören statt Moralisieren.
- Mitmach-Aktion (15–30 Min.): Flipchart-Aktivität „Sprache in Songs – Wirkung & Kraft“ und „Deine Meinung zu Songs“ in Kleingruppen oder einzeln.
- Abschluss (5 Min.): Dank, Hinweis auf Internationale Wochen gegen Rassismus, optional Gruppenfoto. Motto: Unsere Stimmen gegen Ausgrenzung.
Organisiert von: Der Kinderschutzbund KV V-G e.V. / Schwalbe
