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Greifswalder Feuerwehr

Feuerwehr 2
Feuerwache Wolgaster Str. 63 b

 

Die Aufgaben gemäß Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern werden in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald durch die Greifswalder Feuerwehr wahrgenommen, die organisatorisch dem Amt für Bürgerservice und Brandschutz zugeordnet ist.

 

Organigramm Abteilung Brandschutz Greifswald

Aktuelle Infos

Jahresbericht der Greifswalder Feuerwehr 2016

Über 700 Einsätze, davon mehr als 100 Brände - Greifswalder Feuerwehr zog Bilanz für 2016

Die Feuerwehr der Universitäts- und Hansestadt Greifswald löschte im vergangenen Jahr insgesamt 105 Brände. Insgesamt rückten die Kameraden der Berufsfeuerwehr zu 732 Einsätzen aus. Dazu gehörten auch 411 technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise die Beseitigung von Ölspuren, das Öffnen von Türen für die Rettungsdienste oder die Bergung von Tieren. Insgesamt 248 Mal wurden sie bei ihren Einsätzen durch die Freiwillige Feuerwehr unterstützt.

Die Zahl der Einsätze sei damit im Vergleich zu den Vorjahren annähernd gleich geblieben, bilanzierte der Leiter der Greifswalder Feuerwehr, Mathias Herenz, bei einem Pressegespräch. Allerdings habe die Intensität zugenommen. Er erinnerte vor allem an die Brandserie vom 30. Oktober, als gleich sechs Brände fast zeitgleich innerhalb des Stadtgebietes ausbrachen. Unter anderem stand damals der Recyclinghof An der Bleiche in Flammen, 20 Anwohner mussten evakuiert werden. Außerdem brannte der Dachstuhl eines leerstehenden Hauses in der Anklamer Straße, ein Wohnwagen, ein Wohnmobil samt Carport, eine Baracke sowie ein weiteres leerstehendes Gebäude. „Das ging schon an die Grenze dessen, was Menschen und Material leisten können. Diese Einsatznacht war die personal- und materialintensivste des vergangenen Jahres. Glücklicherweise konnten wir  auf die umsichtige und schnelle Hilfe der Freiwilligen Wehren aus Greifswald und den umliegenden Gemeinden setzen. Diese Zusammenarbeit läuft ausgesprochen professionell.“

„Wir werden auch zukünftig die Freiwillige Feuerwehr stärken“, kündigte Mathias Herenz an. Im Herbst letzten Jahres erhielt sie bereits die Reserve-Drehleiter der Berufsfeuerwehr, nachdem diese sich zuvor eine modernere Drehleiter angeschafft hatte. Die FFW verfügt damit über die gleichwertigen Rettungsmittel wie die Berufsfeuerwehr. „Allerdings versuchen wir, angesichts der zahlreichen Einsätze die hohe Belastung der Ehrenamtler zu reduzieren. Gelingen soll das durch eine spezielle Rückmeldesoftware für die Alarmierungs-Pieper, die demnächst eingeführt werden soll.“ Nach der Alarmierung könnten sich die Kameraden zurückmelden, ob sie gleich, etwas später oder gar nicht zum Einsatz kommen könnten. Auf diese Weise könnten die Einsatzplanung optimiert und die Kräfte gezielter eingesetzt werden.

Der Leiter des Amtes für Bürgerservice und Brandschutz, Steffen Winckler, nutze die Gelegenheit, sich bei den Kameraden der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zu bedanken.  Ihr Einsatz könne nicht hoch genug geschätzt werden. Auch die Familien der Kameraden der FFW bezog er mit ein. Durch ihr Verständnis unterstützten sie die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr maßgeblich. Er dankte ebenso den Firmen und Institutionen, die die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzfall unverzüglich freistellten.

Jahresbericht der Greifswalder Feuerwehr 2016 (pdf-Dokument)

 

Abwehrender Brandschutz

Berufsfeuerwehr

Die Berufsfeuerwehr gliedert sich in drei Wachschichten mit insgesamt 51 Einsatzkräften sowie den Tagesdienst mit 5 Angehörigen des feuerwehrtechnischen Dienstes sowie 5 weiteren Mitarbeitern in der Abteilung.
Alle drei Wachschichten arbeiten im 24-h-Dienst und haben eine Mindestdienststärke von 1/09.


Zu den wichtigsten Aufgaben der Berufsfeuerwehr zählen:
- Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung
  zur Bekämpfung und Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachen
- Wasserrettung zur See und aus der Luft (Sondereinsatzkräfte See)
- Erfüllung von Aufgaben im Katastrophenschutz
- Erfüllung von Aufgaben im Auftrag der Stadtverwaltung


Zwischen den Einsätzen werden Aus- und Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt und die Technik wird gewartet und gepflegt. Hierzu gehört auch die Prüfung der im Stadtgebiet befindlichen Hydranten.
Zu den sachbearbeitenden Aufgaben des Tagesdienstes gehören die Koordinierung des Abwehrenden und Vorbeugenden Brandschutzes, die Mitwirkung im Baugenehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit der unteren Bauaufsichtsbehörde, die Beschaffung von Technik und Ausrüstung, Kontrollen in Betrieben und Einrichtungen auf Einhaltung von Brandschutzbestimmungen (Brandverhütungsschauen), Erarbeitung von Einsatzdokumenten.
Der Tagesdienst stellt auch den Einsatzleitdienst in Großschadenslagen.

 

Informationen zur BM-Ausbildung

 

 

Freiwillige Feuerwehr

Vorbeugender Brandschutz

Bautechnischer Brandschutz

Die Mitarbeiter Baulicher Brandschutz sind verantwortlich für die Erstellung von Stellungnahmen im Baugenehmigungsverfahren, bei der Erteilung von Gewerbegenehmigungen sowie auf Anforderung anderer Behörden oder Unternehmen. Das erfolgt insbesondere bei Sonderbauten wie: Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern, Altenheimen, Verkaufsstätten, Theatern oder auch Industriebauten. Insbesondere bei derartigen Gebäuden empfiehlt es sich im Zuge der Bauantragsstellung mit den Mitarbeitern der Unteren Bauaufsicht und der Feuerwehr das Gespräch über gegebenenfalls erforderliche und geplante Maßnahmen abzustimmen.

 


Insgesamt drei Mitarbeiter der Feuerwehr unterstützen mit ihrer fachlichen Kompetenz im vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz die Untere Bauaufsichtsbehörde, den Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes M-V und die Prüfingenieure für Brandschutz in Fragen der Genehmigung von baulichen Anlagen soweit sie den Brandschutz betreffen.

 


Die Kollegen des Vorbeugenden Brandschutzes wirken bei der Überwachung von Gebäuden in der Bauphase mit und unterstützen damit die Untere Bauaufsichtsbehörde. Zu Fragen des Brandschutzes werden Behörden, Unternehmen, Architekten, Planer und Bauherren beraten. Dazu zählen zum Beispiel die Rettung von Personen über Leitern der Feuerwehr, die Beurteilung von Feuerwehrzufahrten, Rettungswegen in Gebäuden, Maßnahmen der Rauchableitung bei Bränden, die Notwendigkeit von Löschanlagen und andere Einrichtungen zur Brandbekämpfung.

 


Zu den weiteren Aufgaben gehören die feuerwehrseitige Abnahme von Brandmeldeanlagen sowie die Inbetriebnahme von Feuerwehrschlüsseldepots . Die Feuerwehrschlüsseldepots (FSD) erleichtern der Feuerwehr den Zutritt zu Gebäuden im Alarmfall. FSD Vereinbarung 2014-02
Die Mitarbeiter führen Schulungen durch und weisen die Kameraden der Feuerwehr in den baulichen und anlagentechnischen Brandschutz neu errichteter Gebäude ein. Vor Übergabe von Feuerwehrplänen an die Mitarbeiter des abwehrenden Brandschutzes werden diese auf fachliche Richtigkeit geprüft. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Abwehrenden Brandschutzes werden Einsatzübungen der Feuerwehr und Evakuierungsübungen vorbereitet und durchgeführt.
Neben diesen aufgeführten sachbearbeitenden Tätigkeiten arbeiten die Mitarbeiter als Einsatzleitdienst der Feuerwehr.

Vereinbarung zum Feuerwehrschlüsseldepot

Brandverhütungsschau

Bei Gebäuden und Einrichtungen, die aufgrund einer erhöhten Brand- oder Explosionsgefahr oder aufgrund der großen im Gebäude befindlichen Personenzahlen eine erhöhte Gefährdung aufweisen, sieht der Gesetzgeber wiederkehrende Begehungen durch die Berufsfeuerwehr vor (siehe § 19 Abs. 4 BrSchG). Dies wird durch die Kollegen des Vorbeugenden Brandschutzes sichergestellt. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf den betriebssicheren Zustand des Gebäudes gelegt: sind die notwendigen Feuerwehrzufahrt- und –zugangsmöglichkeiten gegeben, stehen die erforderlichen Löschwassermengen und anlagentechnischen Hilfsmittel bereit und wurden die organisatorischen Vorgaben an aktuelle Flucht- und Rettungspläne, Feuerwehrpläne und Brandschutzordnungen eingehalten.

Zu den Brandschau-pflichtigen Gebäuden zählen insbesondere Versammlungsstätten, Krankenhäuser, Verkaufsstätten, Beherbergungsstätten, Gaststätten und Hochhäuser.

Verordnung über die Brandverhütungsschau M-V

Brandsicherheitswachen

Für Veranstaltungen, bei denen eine erhöhte Brandgefahr besteht und Personen gefährdet werden könnten, sind gemäß Brandschutzgesetz Brandsicherheitswachen vorzusehen (vgl. § 21 Abs. 1 BrSchG). Dabei kommt der Gemeinde die Pflicht zu, diese Brandsicherheitswache zu stellen, wenn der Veranstalter dieser Pflicht selbst nicht in genügender Art und Weise nachkommt.
Im Bereich der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wird die Aufgabe der Brandsicherheitswache im Wesentlichen durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwillige Feuerwehr unter organisatorischer Leitung durch den Vorbeugenden Brandschutz sichergestellt.

Brandschutzerziehung/-aufklärung

Die zunehmende Bedeutung der frühzeitigen Erziehung von Kindern bereits in Kindergärten und in Schulen sowie die Information von Erwachsenen über brandschutzgerechtes Verhalten wurde seitens der Politik erkannt. Seit dem 01.01.2016 sind den Gemeinden die Aufgaben Brandschutzerziehung und –aufklärung übertragen worden (vgl. § 2 Abs. 1 BrSchG).

Die Aufgabenerledigung erfolgt derzeit durch die Beamten der Berufsfeuerwehr sowie der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Auch die Mini-Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr selbst sind Bestandteile des Engagements der Universitäts- und Hansestadt Greifswald bezüglich der Brandschutzerziehung.

links :

> Infos für Kinder und Eltern 

Rauchwarnmelder Pflicht in M-V 

> Rauchmelder-Lebensretter

> Videos zur Schadenverhütung 

Örtliche Gefahrenabwehr

Aufgaben und Infos

Das Sachgebiet örtliche Gefahrenabwehr/Bevölkerungsschutz in der Abteilung Brandschutz
der Universitäts- und Hansestadt ist für die Vorbereitung auf Großschadenslagen bzw.
–ereignisse im Stadtgebiet Greifswald zuständig.

 

Ein Großschadensereignis ist ein Ereignis mit einer großen Anzahl von Verletzten oder
Erkrankten sowie anderen Geschädigten oder Betroffenen und/oder erheblichen Sachschä-
den unterhalb der Schwelle zur Katastrophe (DIN 13050:2009/02 Rettungswesen).

In Greifswald könnte mit folgenden Großschadensszenarien gerechnet werden:

 

     - Hochwasser
     - Starkniederschläge bzw. –schneefälle
     - Ausfall von Heizung und Trinkwasser
     - längerer Stromausfall
     - Pandemie
     - Bahnunfall
     - Massenanfall von Verletzten (MANV)
     - CBRN-Unfall
     - Bombendrohung bzw. –fund

 

Die genannten Szenarien sollten nicht als Prognose missverstanden werden, denn ob und wann
ein Schadensereignis wirklich eintritt, kann grundsätzlich nicht vorhergesagt werden.

 

Hinsichtlich der genannten Schadensszenarien werden jeweils Sonder- und Einsatzpläne in Zusammenarbeit mit den Fachberatern der Stadtwerke, des Technischen Hilfswerkes, der
CBRN-Gefahren, der Bahn usw. erarbeitet, in denen alle bestehende Verpflichtungen und sonstigen Maßnahmen zusammengefasst werden. Es gilt hierbei der Grundsatz, die  Schutzgüter wie Mensch/Tier, Umwelt, Sach-und  Kulturgüter zu schützen sowie die negativen Folgen eines Großschadensereignisses zu verringern.

 

Da bei einem Großschadensereignis umfangreiche Einsatzhandlungen sowie Maßnahmen zu koordinieren und entscheiden sind, wird ein Verwaltungsstab eingerichtet. Der Verwaltungsstab mit der Koordinierungsgruppe nimmt die administrativ-organisatorischen Aufgaben wahr.
Aufgabe des Verwaltungsstabes ist es, alle mit dem Ereignis in Zusammenhang stehenden Entscheidungen vorzubereiten, zu veranlassen und die Umsetzung der Entscheidungen zu kontrollieren. Unterstützend wirken hierbei ebenfalls die Fachberater der bereits genannten Organisationen mit.

 

Wie man sich auf einen eventuellen Notfall vorbereiten kann und verhält, finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in der Broschüre „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“.