Pommersches Landesmuseum
Pommersches Landesmuseum © Wally Pruß

Pommersches Landesmuseum

Kunst & Kultur kombiniert mit zeitgenössischer
Architektur

Das Pommersche Landesmuseum gehört zu den wichtigsten Kultureinrichtungen für pommersche Geschichte, Kunst und Kultur. Hinter der klassizistischen Außenfassade des Hauptgebäudes werden auf 1.500 m² Ausstellungsfläche die landschaftliche, geschichtliche und kulturelle Entwicklung der Region Pommern multimedial aufbereitet. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört der prunkvolle Croy-Teppich aus dem Jahre 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation.

Hinter dem Hauptgebäude schließt sich die ehemalige Klosterbibliothek an, durch die man in den Klostergarten gelangt – eine Oase inmitten der Stadt, die zum Verweilen einlädt. Eine gläserne Museumsstraße verbindet das Hauptgebäude mit der von J. G. Quistorp erbauten Gemäldegalerie.

Ende 2025 hat die Galerie der Romantik ihre hier Türen geöffnet – ein Ort, der nicht nur Bilder zeigt, sondern eine Haltung zur Welt. Die Romantik war nie bloß eine Epoche. Sie war ein Gegenentwurf: zur Nüchternheit, zur Industrialisierung, zur Vermessung der Welt. Die Galerie der Romantik greift diesen Impuls auf und übersetzt ihn in eine zeitgenössische Ausstellungssprache. Licht und Raum sind bewusst inszeniert – keine Reizüberflutung, kein museales Pathos. Stattdessen: Weite. Atem. Konzentration. Immer nach dem Motto: Ad Lumen (zum Licht).
Eine Kapelle dient als eine Art Schleuse und stimmt als multimediales Kunstwerk auf Friedrichs poetische Bildwelten ein. Im Zentrum steht das Werk Friedrichs, doch die Galerie geht weiter. Sie zeigt Zeichnungen, Druckgrafiken und zeitgenössische Positionen, die sich mit der romantischen Idee von Natur, Innerlichkeit und Transzendenz auseinandersetzen. Entlang von Leben und Werk wird erzählt, was für ein Mensch und Maler der Sohn eines Seifensieders aus Schwedisch-Pommern war.

Das Pommersche Landesmuseum ist Teil der CASPAR-DAVID-FRIEDRICH-STADTführung, die angeboten wird.

Vom Franziskanerkloster zum Pommerschen Landesmuseum

Die wechselvolle Geschichte des Museumskomplexes geht bis in die mittelalterlichen Anfänge der Stadtgründung zurück. So errichtete der Franziskanerorden im Jahre 1262 an Stelle des heutigen Museums ein Kloster, in dem die Mönche bis zur Verbreitung der Reformation 1557 lebten und arbeiteten. Im Jahre 1561 eröffnete die Stadt im Süd- später Ostflügel die „Schola Senatoria“ (Große Stadtschule). Architekt der 1798 sanierten Stadtschule (heutige Gemäldegalerie) war kein geringerer als Johann Gottfried Quistorp, Zeichenlehrer des berühmten Malers Caspar David Friedrich. Im westlichen Flügel des ehemaligen Klosters war das städtische Armenhaus untergebracht. Aus dieser Zeit stammt der Beiname „Graues Kloster“, in dem sich heute die Ausstellung zur pommerschen Geschichte befindet.