Greifswald in digitalen Rankings
Ergebnisse des Nutzungsklima-Tests 2026
Nutzerklima-Test 2026: Bürger bewerten digitale Services in Städten
Der UIG e.V. hat gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erstmals bundesweit untersucht, wie Bürgerinnen und Bürger die Nutzerfreundlichkeit digitaler Services in Städten bewerten. An der Befragung nahmen 1.972 Personen aus 251 Städten und Gemeinden teil.
Die Ergebnisse der Universität- und Hansestadt zeigen: Digitale Angebote sind im Alltag etabliert und werden als grundsätzlich nützlich wahrgenommen. Das Nutzungserlebnis bleibt jedoch häufig hinter den Erwartungen zurück. Der bundesweite Nutzerklima-Index liegt bei 3,39 von 5 Punkten, die Gebrauchstauglichkeit der bewerteten Services bei durchschnittlich 69,8 SUS-Punkten und damit nur knapp über dem Orientierungswert.
Besonders positiv werden in der Stadt Greifswald digitale Angebote aus den Bereichen Freizeit und Tourismus bewertet, während Gesundheitsservices die niedrigsten Werte erzielen. Häufig genannte Kritikpunkte sind fehlende Terminverfügbarkeiten, Medienbrüche in digitalen Prozessen sowie eine unzureichende Optimierung für mobile Endgeräte.
Mit dem Nutzerklima-Test schafft der UIG e.V. eine bundesweite Vergleichsbasis, die Städten und Gemeinden dabei helfen soll, digitale Services gezielt nutzerfreundlicher weiterzuentwickeln. Der vollständige Ergebnisbericht ist unter www.nutzerklima.de verfügbar.
Smart City Ranking 2026:
Greifswald erneut unter den besten Städten in Mecklenburg-Vorpommern

Jährlich im September werden von der Haselhorst Associates GmbH die Ergebnisse des Smart City Rankings veröffentlicht. Hier wird untersucht, wie weit deutsche Städte bei der digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung vorangeschritten sind. Ziel des Rankings ist es, den aktuellen Entwicklungsstand der Städte vergleichbar zu machen und aufzuzeigen, in welchen Bereichen bereits Fortschritte erzielt wurden und wo weiteres Entwicklungspotenzial besteht. Für das Ranking werden die Städte anhand verschiedener Handlungsfelder und Indikatoren bewertet. Betrachtet werden unter anderem die Bereiche Strategie und Basis, Verwaltung, Gebäude und Quartiere sowie weitere Aspekte der Smart City-Entwicklung. Aus den erhobenen Daten wird für jede Stadt ein Entwicklungsgrad ermittelt, der den jeweiligen Stand der digitalen Stadtentwicklung abbildet.
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald hat sich im Smart City Ranking 2026 weiter verbessert. Von insgesamt 418 untersuchten Städten liegt Greifswald auf Platz 71 und erreicht einen Entwicklungsgrad von 42 Prozent. Das ist eine Steigerung um 3,2 Prozentpunkte zum Vorjahr und rund 7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 33,2 %. Unter den 116 großen Mittelstädten liegt Greifswald auf Platz 20 und in Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 2.
Besonders stark ist Greifswald im Bereich „Strategie und Basis“ mit 84 Prozent. Dazu trägt die direkte Anbindung der Stabsstelle Digitalisierung an den Oberbürgermeister bei. Im Bereich Verwaltung erreicht die UHGW 43 Prozent und damit den besten Wert in Mecklenburg-Vorpommern. Im Handlungsfeld „Gebäude und Quartiere“ werden 32 Prozent erreicht – unter anderem mit Blick auf die Entwicklung des neuen Quartiers am Ryck. Die Stadt arbeitet zugleich daran, ihre bestehenden digitalen Angebote auszuweiten noch leichter zugänglich zu machen.
