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Greifswald eröffnet neue Grundschule mit viel Gestaltungsspielraum
Mit Beginn des nächsten Schuljahres 2026/27 nimmt in Greifswald eine neue Grundschule ihren Betrieb auf. Sie bildet den ersten Baustein des künftigen Inklusiven Schulzentrums Am Ellernholzteich. Der Start erfolgt an einem Interimsstandort in der Feldstraße, dort wird eigens eine Schule in Modulbauweise neben einer bestehenden Sporthalle errichtet. Nach zwei Jahren soll die Schule dann in den bis dahin fertiggestellten Schulcampus an der Osnabrücker Straße umziehen. In dieser Woche wurden die Module aufgestellt, anschließend erfolgt der Innenausbau und der Dachaufbau. Ab Juni werden die Räume mit dem Schul- und Hortmobiliar ausgestattet, sodass zu Schuljahresbeginn alles fertiggestellt ist.
Überschaubar und Persönlich
Geplant ist ein behutsames Wachstum: Zunächst werden zwei erste Klassen mit jeweils bis zu 24 Kindern eingeschult, im darauffolgenden Jahr kommen zwei weitere Klassen hinzu. So lernen am Standort Feldstraße maximal 96 Kinder. Die Lernumgebung bleibt damit zunächst familiär und überschaubar. Jedes Kind wird gesehen, begleitet und individuell gefördert. Die personelle Ausstattung des Kollegiums wird parallel zum Aufbau der Schule Schritt für Schritt erweitert. Neben der Hortleitung stehen ab dem Schuljahr 2026/27 zunächst zwei pädagogische Fachkräfte für die Unterrichtsgestaltung zur Verfügung. Im Schuljahr 2027/28 wird das Team um zwei weitere Fachkräfte verstärkt.
Moderne Modulschule mit vollständiger Ausstattung – kein Provisorium im Alltag
Die Unterrichtsräume sind vollständig auf den Schulalltag ausgelegt und bieten gute Lernbedingungen. Sie sind hell, großzügig geschnitten, mit funktionalen Möbeln und ausreichend Stauraum für Materialien ausgestattet. Alle Klassenräume verfügen über interaktive Displays und ermöglichen so eine flexible Verbindung von digitalem und klassischem Unterricht. Schallabsorbierende Elemente schaffen eine ruhige Lernumgebung. Für individuelles Arbeiten stehen ein Förder- und Bauraum sowie Rückzugsbereiche zur Verfügung. Die Horträume können eigenständig genutzt werden und sind für Spiel, Kreativität und Bewegung ausgelegt.
Ergänzt werden die Räumlichkeiten durch einen Sanitär- und Garderobenbereich, ein Sekretariat, ein Lehrerzimmer, ein Büro der Hortleitung sowie Funktionsräume für das pädagogische Team.
Eigene Sporthalle und neue Außenanlagen
Die Sporthalle direkt neben dem Schulgebäude wird für den Sportunterricht und am Nachmittag für den Hort genutzt und ermöglicht vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten – insbesondere bei schlechtem Wetter. Das Außengelände wird komplett neugestaltet, aufgewertet und mit Spielgeräten ausgestattet.
Verlässliche Hortbetreuung für alle Kinder
Der angeschlossene Hort, der durch den Eigenbetrieb „Hanse-Kinder“ betrieben wird, sorgt für eine ganztägige Betreuung. Alle Kinder können dort einen Platz erhalten. Schule und Hort arbeiten dabei eng zusammen. Pädagogische Fachkräfte unterstützen bei den Hausaufgaben und gestalten die Freizeitangebote am Nachmittag. Die Räume stehen den Kindern sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag zur Verfügung.
Der Frühhort öffnet bereits ab 6:00 Uhr. Nach dem Unterricht können die Kinder gemeinsam zu Mittag essen. Die Verpflegung mit Frischetheke und Getränken erfolgt in einem Anbau der Sporthalle. Die Betreuung endet um 17:30 Uhr. Auch in den Ferien und an schulfreien Tagen ist eine Betreuung gesichert.
Sichere Schulwegführung
Gegenüber der Schule entsteht eine Kurzzeit-Parkmöglichkeit, damit Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen und abholen können. Zudem wird der Bereich rechtzeitig zum Schulstart deutlich mit Warnschildern „Achtung Kinder“ als Schulumfeld gekennzeichnet, zudem soll die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt werden.
Gemeinsam gestalten von Anfang an
Die neue Grundschule versteht sich nicht als fertiges System, sondern als wachsender Ort. Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder sieht darin eine große Chance: „Im kommenden Schuljahr entsteht in unserer Stadt etwas ganz Besonderes: eine neue Grundschule, die einen Neuanfang mit ganz viel Gestaltungsspielraum bedeutet. Noch gibt es kein festgelegtes Schulkonzept. Das pädagogische Profil entwickelt sich im Austausch mit Eltern, Lehrkräften und Kindern. Beteiligung ist ausdrücklich gewünscht – etwa über schulische Gremien oder gemeinsame Projekte. Der Start mag ungewöhnlich sein, aber genau darin liegt die Stärke: Alle können von Anfang an Teil dieser Entwicklung sein.“
Bausenator Achim Lerm ergänzt: „Die Modulbauweise bedeutet keine Einschränkung, sondern ermöglicht einen vollwertigen Schulbetrieb von Anfang an. Die Räume sind funktional, gut ausgestattet und bieten alles, was Kinder für einen gelungenen Schulstart brauchen. Gleichzeitig entsteht im Hintergrund ein hochmoderner Schulcampus mit Grundschule, Regionaler Schule, Mensa, Hort und Sporthalle, in das die Kinder später einziehen werden – und der ein gemeinsames Lernen von der ersten bis zur zehnten Klasse ermöglicht.“ Dort werden ab dem Schuljahr 2028/29 jahrgangsweise aufwachsend mehr als 700 Kinder lernen.

