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Greifswald würdigt herausragendes Engagement beim Stadtempfang 2026
Am 19. Mai 2026 lud die Universitäts- und Hansestadt Greifswald zum Stadtempfang in die Stadthalle ein. Bei der Festveranstaltung wurden herausragende Leistungen und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Stadt gewürdigt. Mit der Rubenow-Medaille, der höchsten Auszeichnung, wurde das Greifswalder Blasorchester geehrt. Den „Silbernen Greifen“ erhielten Heike Kagel und Kassandra Engel. Anita Weiß, Rita Kremer, Rainer Neumann und Heino Förste wurden mit einem Eintrag ins Ehrenbuch der Stadt ausgezeichnet.
Mit der Verleihung der Rubenowmedaille würdigt die Stadt das außergewöhnliche Engagement des Greifswalder Blasorchesters und seine herausragenden Verdienste um das kulturelle Leben. Seit mehr als fünf Jahrzehnten steht der Verein für kontinuierliches ehrenamtliches Engagement und musikalische Qualität. Er verbindet Generationen und trägt mit seinen Auftritten den Namen Greifswald weit über die Region hinaus. Die Laudatio hielt Heiko Maschmann, Dirigent des Partnerblasorchesters in Osnabrück.
Begründungen für die Auszeichnung mit dem „Silbernen Greifen“
Heike Kagel hat als langjährige Leiterin der Integrierten Gesamtschule Erwin Fischer die Greifswalder Bildungslandschaft nachhaltig geprägt. Darüber hinaus engagiert sie sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für Bildung, soziale Teilhabe und Chancengleichheit. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fördervereins der IGS Erwin Fischer sowie des Vereins „Öffnung der Schulen“ wirkt sie maßgeblich an der Schul- und Jugendarbeit in Greifswald mit. Der Verein entwickelte sich auch dank ihres Einsatzes zu einem wichtigen Träger der Schulsozialarbeit.
Kassandra Engel engagiert sich mit großer Leidenschaft für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Greifswald. Als Vorsitzende der AG Kinderfreundliches Greifswald und ehrenamtliche Kinderbeauftragte stärkt sie die Beteiligung junger Menschen an kommunalen Prozessen und macht deren Anliegen sichtbar. Unter ihrer Mitwirkung entstanden Projekte wie Spielzeugkisten auf Spielplätzen, Notinseln für Kinder sowie die Mitsprache bei der Gestaltung von Spielplätzen oder Parkanlagen. Mit den Kindersprechstunden beim Oberbürgermeister schuf sie zudem neue Möglichkeiten politischer Mitbestimmung. Ihre Arbeit gilt inzwischen auch über Greifswald hinaus als Vorbild, unter anderem für die polnische Partnerstadt Goleniów.
Begründungen für die Auszeichnung mit der Eintragung ins Ehrenbuch
Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Anita Weiß im Seniorenbeirat der Universitäts- und Hansestadt Greifswald mit großem Engagement für die Belange älterer Menschen ein. Zunächst als Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit, seit vier Jahren als Vorsitzende, stärkt sie insbesondere die Beteiligung von Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen und politischen Leben. Regelmäßige Sprechstunden und Informationsveranstaltungen gehen maßgeblich auf ihre Initiative zurück. Zudem wirkte sie an der Modernisierung der Satzung des Seniorenbeirates mit. Auch im Stadtteilcafé im Ostseeviertel fördert sie seit Jahren den generationsübergreifenden Austausch.
Rita Kremer engagiert sich seit Jahrzehnten mit großem Einsatz für den Handballsport und insbesondere für die Nachwuchsarbeit beim HC Vorpommern-Greifswald. Neben ihrer organisatorischen Arbeit legt sie besonderen Wert auf Gemeinschaft, Konfliktlösung und soziale Verantwortung im Vereinsleben. Mit dem Projekt „Spielen gegen die Spielsucht“ entwickelte sie kreative Ansätze, damit sich Kinder weniger für das Smartphone und stattdessen wieder stärker für gemeinschaftliche Aktivitäten begeistern. Auch während der Corona-Pandemie sorgte sie mit hohem persönlichem Einsatz dafür, dass Trainingsangebote erhalten blieben. Zudem setzt sie sich engagiert für die Sichtbarkeit des Frauensports ein.
Rainer Neumann prägt seit mehr als 30 Jahren das Gemeindeleben rund um den Dom St. Nikolai und engagiert sich mit großem ehrenamtlichem Einsatz für die Bewahrung und Vermittlung von Geschichte. Mit seinem umfangreichen Wissen unterstützt er restauratorische Vorhaben ebenso wie die Archivarbeit der Gemeinde, insbesondere bei der Digitalisierung historischer Bestände. Dieses Wissen gibt er in Vorträgen, Artikeln und unterschiedlichen Führungen weiter. Allein im Rahmen des Caspar-David-Friedrich-Jubiläums führte er zahlreiche Besuchergruppen durch den Dom. Mit großer Leidenschaft macht er Greifswalds Geschichte lebendig und zugänglich.
Als Vorsitzender des Heimatvereins „Unser Ladebow e.V.“ setzt sich Heino Förste seit vielen Jahren für die Geschichte, den Denkmalschutz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ortsteil Ladebow ein. Mit Führungen, insbesondere zum Tag des offenen Denkmals, vermittelt er Wissen über die historische Entwicklung des Stadtteils. Durch eine von ihm initiierte Spendenaktion konnte die sogenannte „Rote Mauer“ als Erinnerungsort erhalten werden. Zudem organisiert er mit großem Engagement Veranstaltungen wie das Stadtteilfest und stärkt mit vielfältigen Aktionen den Gemeinschaftssinn vor Ort.
Der Stadtempfang wurde unterstützt durch die Sparkasse Vorpommern.

