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10.08.2020 – Greifswalder Stadtverwaltung schafft erstes rein elektrisches Fahrzeug an

erstes E-Auto für die Stadtverwaltung
Das neue Fahrzeug wurde Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Bausenatorin Jeannette von Busse am Montag von Torsten Beyer vom KIA Auto-Center Grimmen übergeben, Foto: Pressestelle

Der Fuhrpark der Greifswalder Stadtverwaltung verfügt ab sofort über ein Elektroauto. Angeschafft wurde ein Kia e Soul. Das neue Fahrzeug ist insbesondere für längere Dienstfahrten gedacht. Bei einer Akku-Kapazität von 64 kWh sind 300 km Reichweite realistisch. Daher werden Fahrten bis beispielsweise Rostock, Neustrelitz, Neubrandenburg oder Güstrow emissionsfrei möglich sein.

Derzeit läuft das Beschaffungsverfahren für drei weitere batterieelektrische Fahrzeuge. Diese sollen im Frühjahr 2021 zur Verfügung stehen. Diese vier E-Autos werden nicht zusätzlich angeschafft, sondern ersetzen vier Verbrennerfahrzeuge. In den Haushaltsjahren 2021/2022 ist geplant, zwei weitere Verbrennerfahrzeuge durch E-Autos zu ersetzen. Um die Fahrzeuge zu laden, wurden Ladesäulen in der Baderstraße und auf dem Innenhof des Stadthauses installiert.

Die Fahrzeuge sind Teil des neuen Fuhrparkkonzepts, das die Stadt derzeit umsetzt. So soll der Fuhrpark der Kernverwaltung künftig zum größten Teil aus Elektrofahrzeugen bestehen. Auch die Anschaffung von E-Bikes für die Mitarbeitenden gehört zum Konzept. Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und die ökologische Gesamtbilanz der Verwaltung zu verbessern. Innerhalb der Stadt soll das hauptsächlich über einen höheren Radfahreranteil gelingen. Lassen sich Dienstreisen nicht durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzen, sollen die Mitarbeitenden verstärkt mit dem ÖPNV oder der Bahn fahren – oder zumindest mit Fahrzeugen, die möglichst wenig CO2 ausstoßen. 

„Die Zentralisierung des städtischen Fuhrparks ist lediglich ein kleiner Baustein im umfangreichen und ambitionierten Masterplan Klimaschutz der Universitäts- und Hansestadt Greifswald.“, betont Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. „Es geht darum, die Gesamtbilanz von Luftemissionen der Stadtverwaltung so zu verringern, dass sie einen relevanten Beitrag zu den lokalen und nationalen Klimaschutzzielen leisten kann. Es gilt also, das Mobilitätsverhalten der Stadtverwaltung insgesamt in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern.“

Da das Fuhrparkkonzept Teil des "Masterplans 100 % Klimaschutz“ ist, werden die Fahrzeuge und die Ladesäulen zu 50 Prozent durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Im Zuge der Nationalen Klimaschutzinitiative wird Greifswald seit dem 1. Juli 2016 als eine von bundesweit 22 Masterplan-Kommunen beim kommunalen Klimaschutz unterstützt. Diese Kommunen haben sich das Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent und ihre Endenergie um 50 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Gefördert werden u.a. Investitionen zur Durchführung ausgewählter klimarelevanter Maßnahmen. Die Stadtverwaltung Greifswald hat als eine solche Maßnahme die Anschaffung von E-Fahrzeugen und entsprechender Ladeinfrastruktur beantragt und bewilligt bekommen.