Programm
Freitag, 3. Juli 2026 | Einlass/Abendkasse: 18:15 Uhr | Beginn 19:00 Uhr
Das Björn Lücker Berlin Ensemble ist ein Projekt des Schlagzeugers, Komponisten und Bandleaders Björn Lücker, bekannt aus der Berliner Jazz- und Improvisationsszene. Seit vielen Jahren ist Lücker national wie international als Musiker und Komponist aktiv und bekannt für seine stilistische Offenheit und sein Gespür für kollektive musikalische Prozesse.
Für das Berlin Ensemble versammelt er ausgewählte Musiker, mit denen ihn eine gemeinsame ästhetische Haltung und langjährige Zusammenarbeit verbindet. Die Musik bewegt sich im Spannungsfeld von zeitgenössischem Jazz, freier Improvisation und klar ausgearbeiteten kompositorischen Strukturen. Lückers Kompositionen verstehen sich dabei als offene Formen, die Raum für Interaktion, Spontaneität und individuelle Klangsprachen lassen.
Auf dem Debutalbum „Tea For Five“ entfaltet sich ein Jazz mit lebendigem Interplay, expressiven Solisten, tiefer Emotionalität und subtiler Abstraktion. Da berühren sich Momente aus Blues, Hard Bop, Free Jazz, Charles Mingus, Ornette Coleman oder Alexander von Schlippenbach, durch die das Björn Lücker Berlin Ensemble souverän durchmanövriert.
Besetzung: Rudi Mahall (Klarinetten), Henrik Walsdorff (Tenorsaxofon), John Schröder (Klavier), Lars Gühlcke (Kontrabass), Björn Lücker (Schlagzeug, Kompositionen)
Das NuHussel Orchestra ist ein großformatiges Ensemble, das zeitgenössischen Jazz mit Elementen aus Groove, improvisierter Musik und orchestraler Klangästhetik verbindet. Gegründet als kollektives Projekt, steht das Orchestra für eine offene, energetische Musik, in der individuelle Stimmen und gemeinschaftlicher Ausdruck gleichberechtigt nebeneinanderstehen.
2016 gegründet, feiert die Band in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum. Über die Zeit zeichnen sich die Kompositionen durch vielschichtige Strukturen, prägnante rhythmische Konzepte und eine ausgeprägte klangliche Farbigkeit aus. Komponierte Passagen und freie Improvisation greifen ineinander und schaffen weite Spannungsbögen, die sowohl kraftvoll als auch atmosphärisch wirken. Dabei entfaltet das Ensemble einen eigenständigen Sound, der gleichermaßen detailreich wie unmittelbar erfahrbar ist.
Im Jubiläumsjahr ist das Orchester mit neuem Material unterwegs, welches den Klangkosmos um aktuelle Einflüsse erweitert und den künstlerischen Anspruch, orchestrale Musik stetig weiterzudenken, unterstreicht. Live bewegt sich das NuHussel Orchestra souverän zwischen Konzertbühne und Club kraftvoll, präzise und mitreißend.
Besetzung: Wanja Hasselmann (Schlagzeug), Jonathan Ihlenfeld Cuniado (Bass), Ruben Roeh (Gitarre), Matthias Banse (Keys), Antonio Rivero (Percussion), Philipp Kacza (Trompete), Max Rademacher (Saxophon)
Julian Maier-Hauff ist ein vielseitiger Jazzmusiker, Komponist und Improvisator, der sich durch eine markante musikalische Handschrift und große stilistische Offenheit auszeichnet. Als aktiver Teil der deutschen Jazzszene ist er in unterschiedlichsten Kontexten präsent – von eigenen Projekten bis hin zu kollaborativen Formaten an der Schnittstelle von Jazz, zeitgenössischer Musik und freier Improvisation.
Sein künstlerisches Arbeiten ist geprägt von einem feinen Gespür für Klang, Form und musikalische Dramaturgie. Eigenkompositionen bilden dabei häufig den Ausgangspunkt für offene Prozesse, in denen Struktur und Freiheit in ein spannungsreiches Verhältnis treten. Maier-Hauff versteht Musik als dialogischen Raum, in dem kollektive Interaktion und individuelle Ausdruckskraft gleichberechtigt nebeneinanderstehen.
Seine Performances entführen in imaginäre Räume, in denen sphärische Klänge auf treibende Rhythmen treffen und kristalline Geräusche sich mit filigranen Melodien verweben. Julian Maier-Hauff steht für eine neue Ära der Live-Musik, in der Experimentierfreude und künstlerische Vision zu einem unvergleichlichen Hörerlebnis verschmelzen.
Samstag, 4. Juli 2026 | Einlass/Abendkasse: 18:15 Uhr | Beginn 19:00 Uhr
Mitreißende Rhythmen, fliegende Melodien und klangliche Weite: Das Soundrise Quartet gehört zu den spannendsten jungen Formationen an der Schnittstelle von Jazz, Weltmusik und zeitgenössischer Kammermusik. Die vier Musikerinnen und Musiker verbinden unterschiedlichste kulturelle und musikalische Einflüsse zu einer eigenständigen Klangsprache, die sich jeder einfachen stilistischen Einordnung entzieht. Aus der Begegnung von Improvisation, kompositorischer Feinarbeit und der Offenheit für musikalische Grenzgänge entsteht ein Sound, der zugleich kraftvoll, poetisch und überraschend ist.
Die ungewöhnliche Besetzung eröffnet ein außergewöhnlich breites klangliches Spektrum. Dabei bringt jedes Ensemblemitglied eigene Kompositionen ein, die in gemeinsamer Probenarbeit weiterentwickelt, verfeinert und mit großer Liebe zum Detail ausgestaltet werden. Im Zentrum der Musik steht die Improvisation. Das Quartett erkundet Räume zwischen Jazz, Balkanmusik, indischen und orientalischen Einflüssen, europäischer Kunstmusik und folkloristischen Traditionen. Doch statt eines bloßen Nebeneinanders verschiedener Stile entsteht eine organische musikalische Einheit, in der sich die individuellen Wurzeln der Musiker zu etwas Neuem verbinden. Erdige Grooves treffen auf kammermusikalische Transparenz, lyrische Melodien auf spontane Energie, meditative Momente auf mitreißende Dynamik.
Das Soundrise Quartet lädt Sie auf eine Reise durch Klangwelten voller Farben, Geschichten und unerwarteter Wendungen ein. In der besonderen Atmosphäre der Klosterruine Eldena verspricht diese Musik ein intensives Konzerterlebnis, das von der ersten bis zur letzten Note getragen wird von Neugier, Spielfreude und der Lust am gemeinsamen musikalischen Entdecken.
Besetzung: Stephanie Lepp (Querflöte & Bansuri), Levan Andria (Cello), Marko Mrdja (Klavier), Kurt Fuhrmann (Schlagzeug & Percussion)
Sir Bradley ist ein zeitgenössisches Jazzprojekt, das sich durch eine markante Energie, klare Haltungen und einen eigenständigen Ensembleklang auszeichnet. In unterschiedlichen Formationen realisiert – unter anderem als Sir Bradley 7tett – verbindet das Projekt kompositorische Stringenz mit der Unmittelbarkeit improvisierter Musik.
Die Stücke von Sir Bradley sind gestückt von prägnanten Motiven, kraftvollen Grooves und einer spannungsreichen Dramaturgie. Komponierte Strukturen bilden das Rückgrat der Musik, werden jedoch immer wieder aufgebrochen und erweitert durch kollektive Improvisation und individuelle Klanghandschriften. So entsteht ein Sound, der gleichermaßen fokussiert wie offen wirkt und sich bewusst zwischen Tradition und zeitgenössischem Ausdruck bewegt.
SirBradley bezeichnet ihre Musik als FinalStraightJazz. Ihr hochgradig spannungsgeladener wie feinsinniger Sound setzt sich aus einer wilden Mischung aus Modern Jazz, Free, Avantgarde und Indiepop zusammen. Das Projekt steht für eine direkte, körperliche Musik, die Druck und Präzision mit spielerischer Freiheit verbindet.
Besetzung: Doro Offermann (Saxophon), Maria Rothfuchs (Bass/Komposition), Danica Hobden (Gitarre), Annette Kayser (Schlagzeug), Samantha Wright (Klarinette), Catharina Boutari (Gesang), Rainer Sell (Posaune)
Der Trompeter, Komponist und Arrangeur Frederik Köster - Jahrgang 1977 - ist einer der herausragenden Musiker der deutschen Jazzszene. Was ihn besonders auszeichnet, ist sein offenes Ohr für den Rhythmus, die Melodie und Struktur erzählerischer Literatur.
Für die Suite "Kafka on the Shore" entlehnt er Impulse aus verschiedenen Romanen und Kurzgeschichten des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami, dem Schöpfer weltweit erfolgreicher Bücher wie "Tanz mit dem Schafsmann", "1Q84", "Naokos Lächeln" oder "Kafka am Strand". Der Jazzfan und Grenzgänger zwischen japanischer und westlicher Kultur, der in seinen Romanen auf ebenso realistische wie magische Weise Handlungsstränge und Charaktere verschmelzen lässt, liegt Köster schon lange am Herzen. Bereits 2006 komponierte er einige Stücke, die sich auf Murakami bezogen. "Ich wollte näher ran", stellte er im Rückblick fest.
"Kafka on the Shore" bietet Frederik Köster nun die Gelegenheit, den Faden noch einmal aufzugreifen und im Zugriff auf die enorme Farbenpalette, die ihm die NDR Bigband an die Hand gibt, zu einer klanglichen Erzählung zu verdichten.
www.ndr.de/orchester_chor/bigband
Besetzung: NDR Bigband, Frederik Köster (comp, tp, flgh, voc), Hendrika Entzian (cond)


