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Eiche an der Goethestraße aus Sicherheitsgründen gefällt

12.10.2026
Kranke Eiche am Jahn-Gymnasium© André Gschweng

Die markante Eiche am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium am Übergang von der Goethestraße zur Arndtstraße musste am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Eine erneute fachliche Untersuchung hatte ergeben, dass der Baum durch Schwamm und Pilze stärker geschädigt war als zunächst angenommen. 

Ursprünglich hatte die Stadt geplant, den Stamm nur einzukürzen. Bei einer erneuten Untersuchung wurde allerdings ein Fruchtkörper des Tropfenden Schillerporlings festgestellt. Der Pilz verursacht eine Weiß- und Stockfäule und baut das Holz im Inneren des Stammes ab. Zudem hatte der Eichenfeuerschwamm bereits eine ausgeprägte Stockfäule verursacht. Nach Einschätzung der Baumgutachterin war die Schädigung inzwischen so weit fortgeschritten, dass die Standsicherheit nicht mehr ausreichend gegeben war. Es hätten jederzeit große Äste abbrechen oder der Baum umstürzen können. Sie kam daher zu dem Ergebnis, dass die Eiche nicht weiter erhalten werden kann und eine Fällung alternativlos ist. Da der Baum direkt an einer viel befahrenen Hauptstraße steht und seine Krone über den Gehweg und die Fahrbahn ragt, hat die Stadt nun aus Sicherheitsgründen handeln müssen.  

„Wir bedauern die Fällung sehr.“, betont Bausenator Achim Lerm. „Die Eiche hat das Straßenbild an dieser Stelle seit vielen Jahrzehnten geprägt und gehört für viele Menschen einfach zu diesem Ort. Wir wollten den Baum deshalb unbedingt erhalten und haben zunächst nach einer Möglichkeit gesucht, ihn durch eine Einkürzung zu sichern. Die erneute Untersuchung hat leider gezeigt, dass die Schäden dafür zu weit fortgeschritten waren. So bedauerlich die Fällung ist: Die Sicherheit der Menschen geht vor.“

Die Fällung wurde bewusst auf einen Sonntag gelegt, um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten. Die zuständige Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald war eingebunden; die erforderlichen naturschutzrechtlichen Vorgaben wurden beachtet.