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Greifswald verbessert sich im Smart City Ranking 2026

Greifswald macht bei der digitalen Stadtentwicklung weiter Fortschritte. Im aktuellen Haselhorst Smart City Ranking wird die Universitäts- und Hansestadt mit einem Entwicklungsgrad von 42 Prozent bewertet. Damit verbessert sie sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 3,2 Prozentpunkte und liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 33,2 Prozent. In der deutschlandweiten Gesamtbewertung erreicht Greifswald damit den 71. Platz von 418 untersuchten Städten. Unter den 111 großen Mittelstädten liegt die Stadt auf Platz 20. Im Vergleich der Städte in Mecklenburg-Vorpommern belegt Greifswald den zweiten Platz hinter Stralsund.
Bewertet werden mehrere Handlungsfelder. Besonders gut schneidet Greifswald im Bereich „Strategie und Basis“ ab. Hier erreicht die Stadt einen Entwicklungsgrad von 84 Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Digitalisierung als Stabsstelle eingerichtet wurde und unmittelbar beim Oberbürgermeister angesiedelt ist. Im Handlungsfeld „Verwaltung“ erreicht die Stadt 43 Prozent und damit den höchsten Wert in Mecklenburg-Vorpommern.
„Ich freue mich besonders über die gute Bewertung unserer digitalen Verwaltungsangebote.“, so Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Online-Dienste auf den Weg gebracht und bauen dieses Angebot weiter aus. Unser Ziel ist, dass die Bürgerinnen und Bürger möglichst viele Anliegen einfach und direkt von zu Hause aus erledigen können.“ Seit diesem Jahr können beispielsweise Bauanträge vollständig digital eingereicht werden. Auch viele Dienstleistungen rund um Gewerbe und Gaststätten kann man online erledigen, angefangen von der Gewerbeanmeldung bis zur Gaststättenerlaubnis. Auch die Bescheinigung in Steuersachen, die so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung, kann online beantragt werden. Mit dem neuen Open-Data-Portal stellt die Stadt zudem kommunale Daten kostenlos und maschinenlesbar zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Statistiken zur Bevölkerungs- und Arbeitsmarktentwicklung, zu Steuererträgen, zum Wohngeldbezug, zum Kultur- und Sozialpass sowie zum Güterverkehr im Seehafen Ladebow.
Das Haselhorst Smart City Ranking wird seit 2018 jährlich durchgeführt. 2026 wurden 418 Städte mit mehr als 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern untersucht. Rund 60 Indikatoren fließen in die Bewertung ein. Neben öffentlich zugänglichen Daten werden auch Strategien und konkrete Projekte betrachtet. Insgesamt wurden mehr als 33.000 Datenpunkte ausgewertet.
