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Sanierungskalender 2027 thematisiert Stadtumbau im Ostseeviertel Parkseite
Der Greifswalder Sanierungskalender für 2027 ist erschienen. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Ostseeviertel Parkseite, das sich in den vergangenen drei Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Die zwölf Monatsblätter zeigen verschiedene Stationen des Stadtumbaus. Die Kalender liegen ab Freitag, dem 25.09.2026, im Rathaus, im Stadthaus und im Haus der Begegnung, Trelleborger Weg 37, im Ostseeviertel (Öffnungszeiten: Mo – Fr, 10:00 – 12:00 Uhr) aus und können kostenlos mitgenommen werden.
Als der Stadtumbau begann, stand das Quartier vor großen Herausforderungen. Nach der Wende und der Schließung des Kernkraftwerks in Lubmin ging die Einwohnerzahl Greifswalds zurück, der Leerstand in den Plattenbaugebieten stieg. Im Ostseeviertel Parkseite standen 2002 rund 23 Prozent der Wohnungen leer. Seitdem wurde das Quartier Schritt für Schritt umgebaut: Gebäude wurden abgerissen oder zurückgebaut, Häuser modernisiert, Leitungen und Netze erneuert sowie Straßen, Plätze, Wege und Grünanlagen neugestaltet. Allein die Stadt investierte rund 17,8 Millionen Euro Städtebaufördermittel in die Umgestaltung. Bund und Land beteiligten sich mit rund 7,25 Millionen Euro. Weitere Fördermittel flossen an die Wohnungsunternehmen und andere Partner.
„Der Wandel im Ostseeviertel Parkseite zeigt, was möglich ist, wenn viele Partner über Jahrzehnte gemeinsam an einem Ziel arbeiten.“, betont Bausenator Achim Lerm. „Aus einem Quartier mit hohem Leerstand ist ein attraktiver und vielfältiger Wohnstandort geworden. Heute liegt der Leerstand nur noch bei rund 1,2 Prozent. Das ist ein Erfolg, an dem viele Menschen mitgewirkt haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten sowie Bund, Land und Europäischer Union für ihre langjährige Unterstützung.“ Die Gesamtmaßnahme „Stadtumbau im Ostseeviertel Parkseite“ wurde Ende 2025 abgeschlossen. Mehrere Teilprojekte im Ostseeviertel wurden für ihre Qualität mit Auszeichnungen beim Deutschen Bauherrenpreis gewürdigt.
Der Kalender erscheint in einer Auflage von 2.000 Exemplaren und wird über Städtebaufördermittel finanziert. Die ausliegenden Kalender können kostenlos von Bürgerinnen und Bürgern mitgenommen werden.

