Navigation und Service der Hansestadt Greifswald

Springe direkt zu:

Pressemitteilungen

03.06.2019 – Baubeginn für Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie noch im Sommer

Z4LP
So sollen die künftigen Aktionsfelder aufgeteilt werden. Bildquelle Sweco Architekten, Fotomontage WITENO

Es ist eines der anspruchsvollsten Bauvorhaben Greifswalds - das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie. Ende Juni/Anfang Juli soll der Bau auf dem Innenhof des BioTechnikums nun starten. Zunächst werden die bauvorbereitenden Arbeiten ausgeführt, bevor im August die Tiefbauarbeiten beginnen. Nach derzeitigem Stand wird mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Zentrums unter Regie der WITENO GmbH im 2. Quartal 2022 gerechnet.

Inzwischen liegen die Ausschreibungsergebnisse von rund 75 Prozent der Bauleistungen vor. „Diese sind insoweit erfreulich“, zeigt sich Bausenatorin Jeannette von Busse erleichtert, „liegen sie doch im Rahmen der aktualisierten Planungen“. Derzeit wird ein Projektumfang von rund 37,6 Millionen Euro prognostiziert. Dieser stimmt fast genau mit den Kosten von 37,7, Millionen Euro überein, die gegenwärtig im Haushalt der Stadt eingeplant sind. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit unterstützt das Bauvorhaben mit 16,5 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Das Ministerium hat in Aussicht gestellt, eine notwendige Erhöhung der Fördermittel mitzutragen. „Für die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, betonte die Bausenatorin.

Regionale Wirtschaft wird gestärkt

Wie der Abteilungsleiter für Wirtschaft und Tourismus, Fabian Feldt, mitteilte, bleiben insgesamt 20 Prozent der bislang ausgeschriebenen Aufträge in Greifswald, 41 Prozent gehen an Firmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald, weitere 37 Prozent an Unternehmen  in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir sind froh, dass wir die meisten Aufträge in die Region vergeben konnten und damit auch die Wirtschaft vor Ort stärken“, so Fabian Feldt. 

Greifswald: führender Standort für Plasmatechnologie

Auch Dr. Wolfgang Blank, Geschäftsführer der WITENO GmbH, zeigt sich erfreut, dass es nach Jahren der Konzeptionierung, Planung, Verhandlung und Wartens endlich los geht. „Das Zentrum erweitert nicht nur das Angebot der WITENO, sondern schafft einen überregional sichtbaren Anziehungspunkt am Campus der Universität und Universitätsmedizin Greifswald. Wie das BioTechnikum soll sich das neue Zentrum zu einem Hotspot für Innovation, Gründung aber auch Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der Plasmatechnologie und Bioökonomie entwickeln.“

Der neue Komplex soll im Innenhof zwischen dem BioTechnikum und dem INP mit einer vermietbaren Fläche von rund 5.500 Quadratmetern entstehen. Er wird damit in unmittelbarer Nähe zum Universitätscampus und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen errichtet. „Mit dem neuen Zentrum, in dem die Branchen Bioökonomie und Plasmatechnologie erstmals vereint werden, beschreitet Greifswald innovative Wege, und wird seine Position als bedeutender Plasmastandort weiter stärken“, ist sich Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder sicher. „Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Schwerpunkte. Mit dem neuen Gründerzentrum werden weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren.“ In dem Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum sollen etwa 240 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Vorhaben ist zugleich ein Leitprojekt im Masterplan Gesundheitswirtschaft von Mecklenburg-Vorpommern.

In Greifswald sind rund 670 Beschäftigte in den verschiedenen Bereichen der Plasmatechnologie an der Universität Greifswald, am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) sowie am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) tätig. Gemessen an den ca. 60.000 Einwohnern, etwa 1.500 Wissenschaftlern allein an der Universität und knapp 10.000 Studenten handelt es sich um eine beträchtliche Größe, wie sie nur wenige Standorte sowohl im nationalen wie auch im internationalen Vergleich aufweisen.