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Gemeinsame Presseerklärung der Universität und der Stadt zur finanziellen Situation der Hochschule
Die Universität und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald richten einen gemeinsamen Appell an die Landesregierung, die örtliche Hochschule für die Zukunft auskömmlich zu finanzieren. Hintergrund sind Entscheidungen zum Landeshaushalt 2026/2027, die Einsparungen und unzureichende finanzielle Ausstattung im universitären Bereich vorsehen.
Die Bürgerschaft hatte sich im März 2026 in einer Aktuellen Stunde der Thematik angenommen und basierend darauf eine Stellungnahme an die Landesregierung und den Landtag versendet. „Die Bürgerschaft bringt darin zum Ausdruck, dass sie die Anstrengungen der Universität für Einsparungen würdigt und nun die Landesebene in der Verantwortung für Nachbesserungen sieht“, meint die Präsidentin der Bürgerschaft, Prof. Dr. Madeleine Tolani, und weiter: „Alle Fraktionen erwarten, dass die besondere Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Greifswald im Landeshaushalt bemerkbar wird“.
Auch der Oberbürgermeister, Dr. Stefan Fassbinder betont die Bedeutung der Universität für die Stadt Greifswald: „Die Universität Greifswald ist weit mehr als ein Ort von Forschung und Lehre – sie ist seit über 500 Jahren ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der Stadt. Sie prägt Greifswald wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich, schafft Arbeitsplätze und zieht Menschen aus aller Welt an. Einschränkungen für die Universität haben vielfache, direkte Auswirkungen auf Stadt und Region“.
Ziel dieses Appells ist es, ein Bewusstsein für die prekäre finanzielle Lage der Universität Greifswald in Schwerin zu schaffen. Außerdem sollen, in Dialog mit der Hochschulleitung, gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Die Rektorin hierzu: „Für die große Unterstützung der Stadt sind wir überaus dankbar. In Krisenzeiten zeigt sich der Wert universitärer Bildung einmal mehr: Sie vermittelt nicht nur Fachwissen, sondern stärkt die Fähigkeit, komplexe Herausforderungen zu verstehen, fundierte Entscheidungen zu treffen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Davon profitieren nicht nur Absolventinnen und Absolventen, sondern die gesamte Gesellschaft.“

