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Generalsanierung des Theaters: Arbeiten am Altbau und Neubau stehen bevor

27.10.2026
Anklamer Straße mit Blick auf die Baustelle am Theater© André Gschweng

Bei der Generalsanierung des Greifswalder Theaters bereitet die Stadt die nächsten Bauabschnitte vor: Ab November beginnt der Umbau im historischen Theatergebäude, ab Dezember starten die Rohbauarbeiten für den Neubau. Voraussetzung dafür ist, dass das Wetter mitspielt.

Baugrube für den Neubau wird vorbereitet

Für die Sicherung der Baugrube wurden zahlreiche Stahlträger in den Boden eingebracht. Die Zwischenräume werden derzeit ausgefüllt. Auch ein System zur Grundwasserabsenkung wurde aufgebaut und erfolgreich getestet. Es sorgt dafür, dass die Baugrube für die weiteren Arbeiten trocken bleibt.

Seit Anfang Oktober verstärken Fachleute zudem die Fundamente des historischen Gebäudes mit Beton, damit es während der Bauarbeiten nicht absackt. Nach Abschluss der Arbeiten kann dann auch das Untergeschoss der ehemaligen Anbauten abgerissen werden. Planmäßig sollen im Dezember die Rohbauarbeiten für den Neubau beginnen. Zunächst werden die Grundleitungen gelegt, bevor die Bodenplatte errichtet werden kann. 

Umbau im historischen Gebäude

Im erhaltenen Altbau beginnen voraussichtlich im November die Rohbauarbeiten. Das Gebäude ist bereits entkernt. Nun wird es für seine künftige Nutzung umgebaut: neue Türöffnungen werden eingebaut, nicht mehr benötigte Durchgänge verschlossen, neue Decken eingezogen oder Zwischenwände gemauert. Ebenfalls im November soll das Gerüst am Bestandsgebäude aufgebaut werden, unter anderem für anstehende Dacharbeiten.

Stadt muss Aufträge neu vergeben

Bei der Planung und Vergabe einzelner Arbeiten gibt es weitere Herausforderungen. Die Stadt hat sich von einem Planungsbüro für die technische Gebäudeausstattung getrennt. Zudem müssen zwei Ausschreibungen wiederholt werden: Für die Tischlerarbeiten an den Fenstern im Altbau ging kein Angebot ein. Bei den Aufzügen wurden die vereinbarten Leistungen nicht erbracht, sodass die Stadt die Arbeiten erneut ausschreiben muss.

Die Generalsanierung begann im August 2025. Seitdem hat die Stadt unter anderem Leitungen erneuert, die Anbauten entkernt und von Schadstoffen befreit sowie den Dachstuhl zurückgebaut. Im Sommer 2026 startete der Abbruch der Anbauten. Mit der Sanierung wird das mehr als 100 Jahre alte Theater grundlegend erneuert. Die Stadt verbessert den Brandschutz, die Gebäudetechnik und die Energieeffizienz und passt die Räume an die künftige Nutzung an. Die alten Anbauten werden durch einen Neubau ersetzt. 

Nach aktuellem Planungsstand wird das neue Theater im Jahr 2030 fertiggestellt. Die Gesamtbaukosten für das Projekt sind derzeit mit rund 76,6 Millionen Euro im Haushalt des städtebaulichen Sondervermögens „Innenstadt und Fleischervorstadt“ veranschlagt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben mit rund 22 Millionen Euro aus den Städtebauförderprogrammen des Bundes und des Landes.