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Greifswald stärkt den Radverkehr: Stadt, Universität und Universitätsmedizin starten Projekt GEKLIB
Mit dem Fahrrad zur Vorlesung, zur Arbeit oder zum Einkaufen – in Greifswald soll das künftig noch sicherer, komfortabler und attraktiver werden. Dafür haben sich die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald im Verbundprojekt „GEKLIB – Gesundheit und Klima in Bewegung“ zusammengeschlossen.
Bis Ende 2029 werden mit Unterstützung des Bundes zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die den Radverkehr stärken und gleichzeitig einen Beitrag zu Gesundheit, Klimaschutz und Lebensqualität leisten. Für das Projekt stehen rund 3,5 Millionen Euro Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zur Verfügung. Das gemeinsame Ziel: Mehr Menschen sollen sich im Alltag für das Fahrrad entscheiden können – weil die Wege sicherer, die Infrastruktur besser und die Angebote attraktiver werden.
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald bringt im Projekt GEKLIB ihre Erfahrungen aus der nachhaltigen Stadt- und Verkehrsplanung ein. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradachse zwischen der Innenstadt, den Wohngebieten und dem Elisenhain. Geplant sind unter anderem die fahrradfreundliche Umgestaltung von Knotenpunkten, die Verbreiterung und Beleuchtung von Wegeabschnitten, die Erneuerung von Fahrbahndecken sowie die Anschaffung digitaler Fahrradzählsysteme. „Durch die gezielte Beseitigung von Schwachstellen erhöhen wir die Verkehrssicherheit und stärken das Fahrrad als attraktives sowie umwelt- und klimafreundliches Verkehrsmittel für den Alltag.“, betont Bausenator Achim Lerm. „Gleichzeitig schaffen wir eine Infrastruktur, die den Anforderungen moderner Mobilität – vom Pedelec bis zum Lastenrad – gerecht wird.“
Auch an den Standorten von Universität und Universitätsmedizin wird kräftig investiert. Geplant sind zusätzliche sichere Fahrradabstellanlagen, abschließbare Fahrradboxen, E-Bike-Ladestationen mit Photovoltaik-Unterstützung sowie Fahrrad-Erste-Hilfe-Stationen für kleinere Reparaturen.
Prof. Dr. Peter Michalik, Prorektor für Organisation, Ressourcen und Nachhaltigkeit der Universität Greifswald, erklärt: „Mit den überwiegend überdachten, abschließbaren und mit Ladeinfrastruktur für E-Bikes ausgestatteten Fahrradstellplätzen an allen Campusstandorten wird die Universität nicht nur ihre Verkehrsinfrastruktur verbessern, sondern wird zugleich eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität fördern. Das Angebot schafft attraktive Anreize für die Nutzung des Fahrrads als umweltfreundliches Verkehrsmittel und trägt zur Reduzierung verkehrsbedingter Emissionen bei.“
Neben der Infrastruktur setzt GEKLIB auf Information, Beteiligung und praktische Angebote. Geplant sind Mobilitätsaktionstage, Reparaturworkshops, gemeinsame Fahrradtouren sowie Kommunikationskampagnen rund um die Themen Gesundheit, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität.
Damit tragen Stadt, Universität und Unimedizin dem Anliegen des Bundeslandes Rechnung als Gesundheitsland für die eigene Bevölkerung und Tourist*innen optimale Verhältnisse zur Prävention von Krankheiten zu schaffen. „Radfahren stärkt die Gesundheit. Das Herz-Kreislaufsystem, die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden sind bei Menschen, die regelmäßig das Rad nutzen, signifikant verbessert“, sagt Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp von der Universitätsmedizin Greifswald.
Die Projektpartner stellen die geplanten Maßnahmen im Rahmen einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am 8. Juli 2026, 18:00 Uhr, im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über das Projekt zu informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

