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Gussfirma aus Lauchhammer fertigt Paepke-Büste

Sergei Musat_Entwurf 1 Büste im Auftrag von 3A Kunstguss Lauchhammer
Entwurf der Büste für Carl Paepke von Sergei Musat im Auftrag von 3A Kunstguss Lauchhammer

Die Büste für den ehemaligen Bürgermeister Dr. Carl Paepke auf dem gleichnamigen Platz gegenüber des Bahnhofs wird durch die 3 A Kunstguss Lauchhammer GmbH wieder hergestellt. Das Unternehmen aus Brandenburg erhielt den Zuschlag von der AG Kunst im öffentlichen Raum. „Die Gussfirma und der für sie arbeitende Künstler Sergej Musat kamen mit ihrem eingereichten Entwurf den geforderten Kriterien am nächsten“, begründete die Leiterin der AG und des Amtes für Bildung, Kultur und Sport, Anett Hauswald, den Zuschlag. Insgesamt vier Unternehmen und Künstler hatten sich an dem Vergabeverfahren beteiligt.

Die Porträt-Büste samt Sockel wird nach historischen Zeichnungen gefertigt und aus Bronze gegossen. Bis Ende März wird der Künstler der Arbeitsgemeinschaft zunächst das Ton-Modell präsentieren. Bis Ende April soll die Büste samt Sockel fertig gestellt werden. Die offizielle Übergabe erfolgt am 12. Juli 2017, dem 150. Jahrestag seiner ersten Einweihung.

Bereits seit November 2013 heißt der Platz gegenüber dem Bahnhof wieder Carl-Paepke-Platz. Er wurde im vergangenen Jahr komplett umgestaltet. Bislang erinnert eine noch erhaltene Stele an den ehemaligen Bürgermeister und Namensgeber des Platzes, Carl Paepke (1797 - 1858). Diese soll nun durch das Porträt samt Sockel sowie die Vergoldung der Inschrift komplettiert werden. 

Carl Paepke wurde 1797 in Greifswald geboren und lebte hier bis zu seinem Tod im Juni 1858. Nach seinem Jurastudium war er zunächst als Stadtgerichtssekretär, Kämmerer und Ratsmitglied tätig, bevor er 1846 zum Bürgermeister der Stadt Greifswald gewählt wurde. Im November 1863 genehmigte Preußens König Friedrich Wilhelm IV. den Anschluss Greifswalds an das Eisenbahnnetz. Zu verdanken war dies vor allem auch Greifswalds Bürgermeister. Schon zu Lebzeiten wurde Paepke verehrt und geehrt. 1867 errichten die Bürger Greifswalds ihm zu Ehren ein Denkmal und benannten den Platz gegenüber des Bahnhofs Carl-Paepke-Platz. 1946 gab man Karl-Liebknecht, dann 1950 Lenin den Namensvorzug. 1991 wurde der Platz, der bis 2012 als zentraler Omnibusbahnhof diente, in Bahnhofplatz umbenannt.