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Gleichstellung

 

Es gibt keine besseren Menschen als Männer und Frauen und *!

(nach einem schwedischen Sprichwort)

 

Gleichstellung bedeutet, dass alle den gleichen Zugang zu allen Ressourcen und Möglichkeiten in unserer Gesellschaft und im Arbeitsleben haben.

 

Aktuelles

Alwine Wuthenow - Veranstaltungen zum 200. Jubiläum

Am 16. September jährt sich der Geburtstag Alwine Wuthenows zum 200. Mal. Die niederdeutsche Dichterin wurde als Friederike Charlotte Alwine Balthasar 1820 in Neuenkirchen geboren. Im Jahre 1855 und 1856 wurden erste Gedichte durch Fritz Reuter veröffentlicht.

Um das Jubiläum in der Heimatregion der Dichterin feierlich zu begehen, bieten verschiedene Vereine und Institutionen im September Veranstaltungen an:

 

  • Bereits am 11. September findet im Rahmen der Greifswalder Kulturnacht eine Lesung aus dem Werk Alwine Wuthenows statt. Die Plattsnacker geben im BioBistro des Bürgerhafens in der Martin-Luther-Straße 10 ab 16 Uhr einen Einblick in das umfangreiche dichterische Werk und erzählen Anekdoten aus ihrem außergewöhnlichen Leben.

 

  • Im Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus hält Dr. Reinhard Rösler am 17. September um 17 Uhr einen Vortrag zu Alwine Wuthenow. Im Mittelpunkt steht das Leben der Künstlerin, aber auch ausgewählte Gedichte Wuthenows werden genauer betrachtet, Hintergründe und Bezüge zu ihrer Biografie aufgemacht.

 

  • Am 27. September ist im Geburts- und Heimatort Neuenkirchen ab 14 Uhr ein Gottesdienst in plattdeutscher Sprache im Pfarrgarten geplant. An diesem Tag jährt sich der Tauftag Alwine Wuthenows zum 200. Mal. Ab 15:30 Uhr berichtet Dr. Monika Schneikart von der Universität Greifswald über Lebensstationen und das Wirken der Dichterin. Musikalisch umrahmt wird der Vortrag durch Vertonungen von Gedichten Wuthenows, vorgetragen von Mechthild Kornow, begleitet von Jonas Klante. Zu diesem Programm laden die Kirchengemeinde Gristow-Neuenkirchen und der Glockenverein Neuenkirchen e.V. zum Gedenken an die im Pfarrhaus Neuenkirchen geborene Dichterin ein.

Eine Würdigung erhält Alwine Wuthenow außerdem im Rahmen des gerade in Entstehung befindenden Actionbound zu Greifswalder Künstlerinnen. Darin wird sie ebenfalls portraitiert und eines ihrer Gedichte wird als Vertonung (von Luise Greger) zu hören sein.

Herbstprogramm des Bildungsprojektes Qube

Actionbound zu Greifswalder Künstlerinnen

Frauen kommen in der Geschichtsschreibung kaum vor, das bedeutet aber nicht, dass sie nicht Teil der Geschichte sind: Die Geschichte ist mehr, als das, was wir erzählt bekommen. Wir möchten den Blickwinkel weiten und den Frauen, die in Greifswald gewirkt haben, einen Platz geben und ihre Namen nennen. Der digitale Stadtspaziergang (Actionbound) zeigt daher das Leben und Werk von sechs Künstlerinnen, deren Lebensweg mit Greifswald verbunden ist.

 

Ausgangspunkt ist der Greifswalder Marktplatz, von dort geht es zu den Geburts- oder Wohnhäusern von Sibylla Schwarz, Frida Stundl-Pietschmann, Annelise Pflugbeil, Luise Greger, Alwine Wuthenow und Ida Hahn-Hahn. Informationen zu den Frauen und den jeweiligen Standorten werden mit Gedichten, Musik und Rätseln verknüpft. Wir wünschen allen Besucher*innen und Greifswalder*innen viel Spaß beim Entdecken der Stadt aus einem anderen Blickwinkel!

 

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Hansischen Frouwen, die maßgeblich den Actionbound erarbeitet und gestaltet haben - in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie Greifswald und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

 

Zum Actionbound gelangen Sie über folgenden Barcode:

Weiterbildung Trans* und sexualisierte Gewalt am 17.11.2020

In der eintägigen Weiterbildung wird praxisnah und mit Beispielen thematisiert, dass und warum trans* Personen nach sexualisierter Gewalt nur selten adäquate Unterstützung finden. Es wird auch darum gehen, welche Impulse für Prävention sich ergeben und wie Fachkräfte trans* Personen umfassend in ihren Beratungen unterstützen können.

 

Die Weiterbildung findet am 17.11.2020 von 10-16 Uhr in der Schwalbe (M.-Gorki-Str. 1) statt. Anmeldungen sind bis zum 27.10. per E-Mail unter info@bildung-qube.de möglich.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Anti-Gewalt-Woche 2020, organisiert durch QUBE in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt der Caritas Greifswald.

Projekt "Greifswalder Väter"

Bereits in 2019 wurden in Greifswald einige kleine Projekte und Workshops zum Thema Familie, Elternzeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Kitas, Hortkindern und Interessierten angeboten. 2020 wollen wir für diese Themen in die breite Öffentlichkeit gehen und die Aspekte:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf (und eigenen Bedürfnissen),
  • Elternzeit für Väter und damit Ermöglichung von beruflicher Entwicklung für die Mütter,
  • partnerschaftliche Aushandlungsprozesse und die Frage „Wer macht was (wie viel)?“
  • positive Entwicklungen für Familien - und die weiteren Herausforderungen und
  • gesellschaftliche, rechtliche und familiäre Rahmenbedingungen

gut sichtbar platzieren und diskutieren.

 

Dabei soll es um die Auseinandersetzung gehen, wer in der Familie eigentlich für was „zuständig“ ist, wer (wie lange) in Elternzeit geht und welche Konsequenzen bestimmte Entscheidungen und Familienmodelle (bisher) haben oder auch wie die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Familien sind. Dafür kooperieren mehrere verwaltungsinterne Bereiche der Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Beauftragtenbüro, Pressestelle, Kulturamt, Stadtbibliothek, Sozio-kulturelles Zentrum St. Spiritus) mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Vorpommern-Greifswald, dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald (CDF-Institut) und der Medien- und Informatikschule Greifswald.

 

Studierende des CDF-Instituts und Schüler*innen der Medien- und Informatikschule Greifswald werden sich künstlerisch mit den Themen

  • Vereinbarkeit von Familie, Beruf und eigenen Bedürfnissen,
  • Elternzeit und
  • Übernahme von Aufgaben im Haushalt, bei der Kindererziehung und -betreuung

auseinandersetzen. Die Plakate werden im November und Dezember 2020 im Landratsamt Greifswald gezeigt.

 

Außerdem wollen wir Greifswalder Väter auch selbst zu Wort kommen lassen und portraitieren. Aktuell entstehen gerade Fotos der teilnehmenden Väter. Neben den Bildern wird jeder dann zu den eigenen Erfahrungen rund um Elternzeit, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt sowie zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen berichten. Diese zweite Ausstellung zum Thema wird im Januar und Februar 2021 in der Kleinen Rathausgalerie gezeigt - zum vormerken: Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 21.01.2021 um 17 Uhr.

Informationen

Rechtsgrundlagen

 

Artikel 3 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

 
§ 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

 

§ 41 Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern

(1) Die Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern ist auch eine Aufgabe der Gemeinden. Dafür bestellen hauptamtlich verwaltete Gemeinden Gleichstellungsbeauftragte, die in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnerinnen und Einwohnern hauptamtlich tätig sind. Andere Gemeinden können Gleichstellungsbeauftragte bestellen, die ehrenamtlich tätig sein können. Für ehrenamtlich tätige Gleichstellungsbeauftragte gilt § 27 entsprechend.
(2) Die Bestellung erfolgt, soweit nicht durch die Hauptsatzung eine Übertragung auf den Hauptausschuss stattgefunden hat, durch die Gemeindevertretung. Die Aufhebung der Bestellung bedarf eines Beschlusses mit der Mehrheit von zwei Dritteln aller Mitglieder der Gemeindevertretung.
(3) Die Gleichstellungsbeauftragte ist Teil der Gemeindeverwaltung. Sie kann an den Sitzungen der Gemeindevertretung und der Ausschüsse teilnehmen. Ihr ist in Angelegenheiten ihres Aufgabenbereichs auf Wunsch das Wort zu erteilen.
(4) Der Gleichstellungsbeauftragten soll Gelegenheit gegeben werden, in grundlegenden Angelegenheiten ihres Aufgabenbereiches so rechtzeitig Stellung zu nehmen, dass ihre Stellungnahme bei der abschließenden Entscheidung berücksichtigt werden kann. Auf Verlangen der Gleichstellungsbeauftragten hat der Bürgermeister gemäß § 29 Absatz 1 Satz 2 zu beantragen, Angelegenheiten nach Absatz 1 auf die Tagesordnung zu setzen, soweit nicht andere wichtige Belange entgegenstehen.
(5) Die Gleichstellungsbeauftragte ist bei der Ausübung ihrer Teilnahme- und Rederechte nach Absatz 3 sowie bei der Erstellung ihrer Stellungnahmen nach Absatz 4 weisungsfrei.
(6) Das Nähere regelt die Hauptsatzung.
 

§ 11 Hauptsatzung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

(1) Die Gleichstellungsbeauftragte ist hauptamtlich tätig. Sie unterliegt mit Ausnahme der Regelung in § 41 Abs. 5 Kommunalverfassung M-V der Dienstaufsicht des Oberbürgermeisters und wird durch die Bürgerschaft bestellt.
(2) Die Gleichstellungsbeauftragte hat die Aufgabe, zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Stadt beizutragen. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere:
- Initiativen zur Verbesserung der Situation der Frauen in der Stadt;
- die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen, Betrieben und Behörden, um gleichstellungsrelevante Belange wahrzunehmen;
- ein jährlicher Bericht über ihre Tätigkeit sowie über Gesetze, Verordnungen und Erlasse des Bundes und des Landes zu gleichstellungsrelevanten Belangen vorzulegen.
(3) Der Oberbürgermeister hat die Gleichstellungsbeauftragte im Rahmen ihres Aufgabenbereiches an allen Vorhaben so frühzeitig zu beteiligen, dass deren Initiativen, Vorschläge, Bedenken und sonstige Stellungnahmen berücksichtigt werden können. Dazu sind ihr die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendigen Unterlagen zur Kenntnis zu geben sowie Auskünfte zu erteilen. Näheres regelt eine Aufgabenbeschreibung durch den Oberbürgermeister, die der Bürgerschaft zur Kenntnis zu geben ist.

 

Notfall-Kontakte

Polizei

110

Feuerwehr, Notarzt, Rettungsdienst

112

Kinder- und Jugendtelefon

 

11 61 11 oder

0800 11 10 33 3

Elterntelefon

0800 11 10 55 0

Notdienst Jugendamt Greifswald

03834 77 78 70

Hilfetelefon für Schwangere in Not

0800 40 40 02 0

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (für alle Altersgruppen und Geschlechter)

0800 22 55 530

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

08000 11 60 16

Hilfetelefon Gewalt an Männern

Männerberatungsnetz

0800 123 99 00

Frauenhaus Greifswald

03834 50 06 56

Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking

03836 23 72 70 0

Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt

03834 79 83 19 9

Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern (CORA)

0381 40 10 22 9

Fachpraxis für Gewaltberatung und Tätertherapie

03834 23 17 90 3

Schuldner- und Verbraucherinsolvenz-Beratung der Caritas

03834 79 83 0

Ökumenische Telefonseelsorge Vorpommern

0800 11 10 11 1 oder

0800 11 10 22 2

   

 

Frauenbeirat

 

 

Nähere Informationen zum Frauenbeirat finden Sie hier.

Gleichstellung auf Landes- und Bundesebene

weiterführende Links, Kampagnen und Aktionen

Hier sind einige Kampagnen, Aktionen und Diskussionsbeiträge zu finden… Viel Freude beim Lesen, (Kennen)lernen und Entdecken!