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Segelschulschiff Greif

Rettet die GREIF



Seit Anfang des Jahres 2020 ist das stadteigene Segelschulschiff seeuntüchtig und liegt in seinem Heimathafen in Greifswald-Wieck. Um weiterhin in See stechen zu können, muss es grundlegend saniert und modernisiert werden. Geplant ist, dass das bewegliche Denkmal im Jahr 2021 auf eine Werft geht, um ab Mitte 2022 wieder Segel setzen zu können! Die Ausgaben werden auf 3,5 Millionen Eurogeschätzt. Bund, Land und verschiedene Stiftungen unterstützen die Restaurierung. Der Förderverein Rahsegler e.V. und die Ostsee-Zeitung haben Spendenaufrufe gestartet. Hier kommen Sie zum Bautagebuch.

Wer helfen möchte, die GREIF zu retten, kann auf folgendes Konto spenden:
Zahlungsempfänger: Förderverein Rahsegler Greif e.V.
IBAN: DE57 1505 0500 0102 1025 11
Sparkasse Vorpommern
Verwendungszweck: Rettet die Greif

Aktuelle Pressemitteilungen

20.05.2021 Segelschulschuff GREIF wird entkernt

An der GREIF beginnen in dieser Woche die ersten Arbeiten zur Demontage und Entkernung durch die Besatzung. Wie der Betriebsleiter des Seesportzentrums Friedrich Fichte mitteilte, hat der Bund als Hauptfördermittelgeber die Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt. Die Prüfung des Antrags für die Freigabe der Gesamtzuwendung durch die Beauftragte des Bundes für Kultur und Medien dauere derweil noch an. Mit der Betreuung der Förderung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde im April 2021 das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege betraut. Auch hier gebe es grünes Licht für die Vorbereitungsarbeiten der Demontage und Entkernung der GREIF, so Friedrich Fichte.

„Aufgrund der Korrosion des Schiffsrumpfes müssen diverse Stahlplatten ausgetauscht werden.“, erläutert Friedrich Fichte die Gründe für die Entkernung. „Die alten Platten werden mit Brennern entfernt. Anschließend werden die neuen Stahlplatten fachgerecht eingeschweißt. Alle noch intakten Stahlplatten müssen entrostet und neu konserviert werden, um diese langfristig zu erhalten. Aus diesem Grund muss das Schiffsinnere wie Wände, Türen, Kojen, Verkleidungen und Schränke freigelegt werden. Einen Teil der Inneneinrichtung werden wir einlagern, um diese gegebenenfalls wiederzuverwenden. Isolierungen und Dämmmaterial, sowie Teile der Inneneinrichtung, die nicht zerstörungsfrei demontiert werden können, müssen allerdings fachgerecht entsorgt werden.“ Noch werden diese Arbeiten allein durch die Besatzungsmitglieder übernommen. Aufgrund der Corona-Regeln ist eine ehrenamtliche Unterstützung aus dem Förderverein derzeit noch nicht möglich. „Wir hoffen aber auf baldige Lockerungen und dann wieder gemeinsame Baueinsätze.“, so Friedrich Fichte.

Weitere Infos: https://www.greifswald.de/de/verwaltung-politik/rathaus/pressemitteilungen/Segelschulschiff-GREIF-wird-entkernt/

29.1.2021 - Sparkassenstiftungen sichern Restaurierung der GREIF-Takelage

Seit Anfang 2020 liegt das Segelschulschiff GREIF festvertäut an der Pier im Heimathafen Wieck. Eine Vielzahl gravierender Schäden steht ihrer Seetüchtigkeit entgegen. Für die Schonerbrigg fiel damit die gesamte Segelsaison 2020 sprichwörtlich „ins Wasser“. Ziel der Hansestadt Greifswald als Eigentümerin der GREIF ist es, dass das Schiff in diesem Jahr in der Werft von Grund auf überholt wird und ab 2022 wieder unter vollen Segeln in Fahrt gehen kann.


Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung (OSS) hat dafür gemeinsam mit der Sparkasse Vorpommern und ihrer Stiftung dem Förderverein Rahsegler Greif e.V. aus Greifswald ihre besondere Unterstützung zugesagt. Zusammen fördern die drei die Restaurierung der gesamten Takelage. Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung: „Die GREIF ist ein schwimmendes Denkmal von nationaler Bedeutung und auf den Meeren aus dem farbenreichen Bild der historischen Schiffe nicht wegzudenken. Für die beiden Sparkassenstiftungen und die Sparkasse Vorpommern war es deshalb keine Frage, dass wir uns an der Restaurierung des markanten Schiffes beteiligen“.

Für die Sparkasse Vorpommern und ihre Stiftung brachte Vorstandsvorsitzender Ulrich Wolff zum Ausdruck: „Die GREIF hat sich in die Herzen der Menschen gesegelt. Der Einsatz vieler, vieler Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler für ihre Erhaltung und ihren Betrieb ist beispielgebend. Mit der Förderung möchten wir unsere Wertschätzung für dieses enorme ehrenamtliche Engagement unterstreichen.“

„Wir sind sehr dankbar für die Zuwendung und das Engagement der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und ihrer Partner.“, betont Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder.
„Die Förderung ist ein wichtiger Beitrag, um die dringend notwendige Restaurierung, Sanierung und zweckmäßige Modernisierung des Schiffes abzusichern.“ Insgesamt sind
3, 5 Millionen Euro notwendig, damit die GREIF auch zukünftig in See stechen kann.
Der Erhalt der segelnden Botschafterin Greifswalds und Mecklenburg-Vorpommerns soll sowohl durch Fördermittel von Bund und Ländern, aber auch durch Stiftungen und Spendenaktionen ermöglicht werden.

„Die Restaurierung der Takelage als Hauptantriebsmittel des Segelschulschiffes ist eine Grundvoraussetzung, damit die GREIF wieder als bewegliches Denkmal in See stechen kann“, ergänzt Betriebsleiter Friedrich Fichte. Die Arbeiten umfassen die Demontage und Aufarbeitung des Fockmasts, Großmasts und Klüverbaums sowie die Reparatur der hölzernen Spieren. Auch das stehende und laufende Gut für die Befestigung der Masten und die Bedienung der Segel muss komplett ausgetauscht werden. Das gilt auch für sämtliche Segel.

Interessant sei auch, dass die Takelage der GREIF viel Ähnlichkeit mit der Takelage des einstigen Segelschulschiffs GORCH FOCK I aus Stralsund aufweise, so Friedrich Fichte.
Der Bau der GREIF (bis 1990 WILHELM PIECK) erfolgte 1951 zwar auf der Rostocker Warnowwerft, die gesamte Takelage wurde hingegen von der Wismarer Werft, der späteren Mathias-Thesen-Werft, angefertigt. Sie beschäftigte Rigger und Segelmacher, die kurz zuvor die Rekonstruktion und das Wiederauftakeln der GORCH FOCK I (von 1949 bis 2003 TOWARISCHTSCH) durchgeführt hatten. An den Beschlägen und Details der GREIF-Takelage seien daher deutliche, in der Dimension verkleinerte, identische Ausführungen zu erkennen.

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Fast 2.300 Projekte wurden von ihr zusammen mit den heute 44 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 100 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Mecklenburg-Vorpommern für 355 Projekte eine Gesamtsumme von rund 15 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Stiftung der Sparkasse Vorpommern wurde bereits 1993 gegründet und hat seither diverse Projekte in den Bereichen Kultur, Kunst, Heimat- und Brauchtumspflege, Gesundheit, Wissenschaft und Sport in einer Gesamthöhe von mehr als 2,5 Mio. Euro gefördert. Die Sparkassenorganisation ist einer der größten nicht-staatlichen Kulturförderer in Deutschland.

27.11.2020 - Bund unterstützt Kultur- und Denkmalprojekte in Greifswald mit 6,14 Millionen Euro

Die Haushaltspolitiker des Bundes haben gestern den Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien für das Jahr 2021 beraten. Hierzu erklärte der haushaltspolitische Sprecher und Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhardt Rehberg (CDU): „Der Tourismus stellt in Mecklenburg-Vorpommern einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Eine immer größere Bedeutung nimmt hierbei der Kulturtourismus ein, mit dem zugleich wichtige wirtschaftliche und damit beschäftigungsfördernde und- sichernde Effekte verbunden sind. Diese können insbesondere im ländlichen Raum wesentlich dazu beitragen, die regionale Beschäftigungssituation zu stabilisieren. Davon wird das Land mit seiner Vielzahl an Schlössern, Burgen, Gutshäusern und Baudenkmälern, seiner Bäderarchitektur sowie der historisch wertvollen Backsteingotik profitieren.

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20.10.2020 – Bürgerschaft bekennt sich zu GREIF unter Segeln und zur Sanierung des Theaters

Die Greifswalder Bürgerschaft hat in ihrer Sitzung vom 19. Oktober 2020 wichtige Grundsatzentscheidungen für die weitere Entwicklung der Stadt getroffen.

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Mitglieder sowohl für die Sanierung des stadteigenen Segelschulschiffes GREIF als auch für seinen Weiterbetrieb unter Segeln aus. Mit diesem Votum sendete die Bürgerschaft ein klares Signal in Richtung Bund und Land, die bereits finanzielle Unterstützung für die Sanierung in Aussicht gestellt haben. Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder zeigte sich sehr erleichtert. „Das ist ein gutes Abstimmungsergebnis für Greifswald. Der Geschäftsplan steht auf soliden Füßen.“ Betriebsleiter Friedrich Fichte ergänzte: „Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Bürgerschaft, die sich für den Erhalt der GREIF als technisches Denkmal von nationaler Bedeutung unter Segeln ausgesprochen hat.“

Weitere Infromationen

04.08.2020 - Segelschulschiff GREIF: Denkmal von nationaler Bedeutung

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern hat das Segelschulschiff GREIF als ein Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. "Es ist das einzige in der DDR gebaute Segelschulschiff und ebenfalls das einzige Hochseesegelschiff, das in der DDR entstand, sodass ihm ein besonderer Seltenheitswert zukommt…. Die GREIF ist aufgrund des erhaltenen Schiffskörpers und der in wesentlichen Teilen erhaltenen technischen Ausstattung das einzige Schiff mit derartigem Dokumentationswert.
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22.06.2020 – Sanierungskonzept für die GREIF liegt vor

Korrosionsschäden am Rumpf, eine veraltete Maschinenanlage, Gästeunterkünfte und Sanitärräume, die den heutigen Anforderungen nicht genügen und eine Kombüse, die nicht mehr die geltenden Hygienestandards erfüllt: Um weiterhin in See stechen zu können, muss das stadteigene Segelschulschiff GREIF grundlegen saniert und modernisiert werden. Dafür liegt jetzt ein Sanierungskonzept vor, dass heute von Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, vorgestellt wurde. Erarbeitet wurde es von Schiffsgutachter Detlev Löll von der gleichnamigen Ingenieurbüro GmbH aus Peenemünde.
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06.03.2020 – Segelschulschiff GREIF: zahlreiche Veranstaltungen am Heimatliegeplatz geplant

Die GREIF ist am Freitag, dem 6. März, in ihren Heimathafen zurückgekehrt. Die Crew wurde von zahlreichen Mitgliedern des Fördervereins begrüßt, die auf einem Banner ihre Unterstützung für das Segelschulschiff bekundeten.
Bis entschieden ist, wie es mit der GREIF weitergeht, soll das Segelschulschiff im Heimathafen in Greifswald-Wieck liegen und für alle als besonderes maritimes Denkmal erlebbar werden. Weitere Informationen

18.02.2020 – Segelsaison für die GREIF abgesagt

Die Segelsaison für das stadteigene Segelschulschiff GREIF muss gestrichen werden. Wie Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder heute mitteilte, wurden während des jüngsten Werftaufenthaltes in Wolgast weitere Schäden an der Außenhaut des 69 Jahre alten Segelschulschiffes festgestellt. Da derzeit nicht klar sei, wie hoch die Reparaturkosten sind und wann die GREIF in die diesjährige Segelsaison starten könne, habe sich die Stadt – auch angesichts der anstehenden Grundsatzdebatte zur Zukunft der GREIF - dazu entschieden, die Segelsaison 2020 komplett abzusagen.
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Die Schonerbrigg "Greif" wurde 1951 auf der Warnowwerft in Rostock–Warnemünde als Stahlschiff auf Kiel gelegt. Als Ausbildungssegler wurde sie nach dem damaligen Präsidenten der DDR „Wilhelm Pieck“ benannt. Nach der politischen Wende wurde die Stadt Greifswald Eignerin des Schiffes. Seitdem fährt es nach einem kompletten Umbau als Segelschulschiff "GREIF" die großen internationalen Ostseehäfen an. Regelmäßig ist das Schiff auch Gast der Hansesail in Rostock und der Kieler Woche. Seinen Heimathafen hat die "Greif" im Fischerei– und Seglerhafen Wieck an der Südmole.
Die über 40 Meter lange Schonerbrigg hat eine Segelfläche von 570 Quadratmetern und erreicht unter Vollzeug eine Geschwindigkeit von bis zu 14 Knoten.
Von Ostern bis Oktober werden Mehrtagestörns und Tagesfahrten angeboten. Die Buchungen beginnen bereits im November des Vorjahres, aber auch kurzfristig ist immer noch ein Platz an Bord zu bekommen. Das Schiff wird von einer fünfköpfigen Stammbesatzung gesegelt. Die Crew wird ehrenamtlich unterstützt von Hand-für-Koje-Leuten aus dem Förderverein Rahsegler Greif e.V..