Navigation und Service der Hansestadt Greifswald

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19. Jahrhundert

1818
Anlegung des jetzigen „Alten Friedhofs“ an der Wolgaster Straße.

1824-1832
Neogotische Umgestaltung der Nikolaikirche unter Leitung von Christian Johann Gottlieb Giese.

1835
Eröffnung der (bis 1876 bestehenden) Landwirtschaftlichen Akademie in Eldena, einer der ersten Landwirtschaftsschulen Deutschlands.

1835-1836
Fertigstellung der Chaussee Berlin-Greifswald-Stralsund.

um 1840
Ansiedlung einer Reihe von Unternehmen mittlerer Größe in Greifswald, darunter eine Maschinenbauanstalt, eine Eisengießerei, eine Papiermühle und eine Essigfabrik, in der 1841 die erste Dampfmaschine in Greifswald in Betrieb genommen wird.

1845
Anstelle der westlichen Klausurgebäude des ehemaligen Franziskanerklosters wird ein Armenhospital errichtet (heute Teil des Pommerschen Landesmuseums).

ab 1853
Großzügige Neubauten der Universität im Nordwesten der Altstadt auf dem Gelände des ehemaligen Dominikanerklosters. Es entstehen das Anatomische Institut (1853-1855), das Universitätskrankenhaus (1856-1858), das Pathologische Institut (1869-1871) sowie das Chemische Institut (1862-1864; seit 1908 Pharmakologisches Institut). Als letzter großer Bau auf diesem Gelände entsteht zwischen 1900 und 1903 die Chirurgische Klinik. Bereits zwischen 1875 und 1878 ist im nordwestlichen Winkel der Altstadt die Frauenklinik gebaut worden.

1856
400-Jahrfeier der Universität und Einweihung des Rubenowdenkmals. Seit den 1850er Jahren entwickelt sich die Universität zu einer modernen Hochschule, an welcher bedeutende Wissenschaftler wirken wie die Theologen August Hermann Cremer und Victor Schulze, der Palästinaforscher Gustaf Dalman, die Juristen Georg Beseler und Bernhard Windscheid, die Mediziner Paul Grawitz, Leonhard Landois, August Bier, Ferdinand Sauerbruch und Gerhardt Katsch, der Hygieniker und Virologe Friedrich Loeffler, die Physiker Gustav Mie und Johannes Stark, der Mathematiker Felix Hausdorff, der Philologe Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, die Historiker Ernst Bernheim und Adolf Hofmeister.

1863
Anschluss Greifswalds an die Berlin-Stettiner Eisenbahnlinie.

1870
Eröffnung des Gymnasiums am damaligen Wilhelmsplatz.

1871
Einweihung der katholischen Pius-Kirche (seit 1932 St. Josephs-Kirche).

1872
Die höhere Töchterschule bezieht das an der südlichen Altstadtgrenze neuerbaute Gebäude, seit 1891 Kaiserin-Auguste-Victoria-Schule (heute Haus II des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums).

1873
Ein neuer Stadtrezess beendet die Teilung der Bürger in drei Stände bzw. Klassen, fortan gilt in Greifswald ein einheitliches Bürgerrecht.

ab 1880
Neubauten der Universität, gruppiert um das Hauptgebäude am Rubenowplatz. Es entstehen die Universitätsbibliothek (1880-1882; Erweiterungsbau 1890-1892), das Auditoriengebäude (1884-1886), die Augenklinik (1885-1887; Operationssaalanbau 1897-1898) und das Physikalische Institut (1889-91) mit Sternwarte.

1883
Verkauf der seit 1291 im Besitz der Stadt Greifswald befindlichen Insel Greifswalder Oie an den Preußischen Staat.

1887
Bau der Wiecker Zugbrücke nach holländischem Vorbild.

1888
Bau des Wasserwerks auf der Feldmark Diedrichshagen und Inbetriebnahme der ersten Abschnitte der Wasserversorgungsleitung.

1892
Errichtung des Brunnens auf dem Markt mit der Statue einer Siegesgöttin (Abbruch 1936).

1896
Nach Abriss der Häuser an der Südseite des Marktes entsteht dort das Hauptpostamt (heute Stadthaus).

Text: Stadtarchiv Greifswald