Presseportal
Aktuelle Ausgabe der „Greifswalder Beiträge“ beleuchtet Vielfalt der Ofenkachelfunde, die Baugeschichte des Stammhauses der Friedrich-Familie und der alten Zahnklinik in der Rotgerberstraße
Wussten Sie, dass Kachelöfen erst im 15 Jahrhundert in Greifswald eine größere Rolle spielten und dass die Seifensiederei in der Langen Straße Ähnlichkeiten mit der Architektur Karl Friedrich Schinkels aufweist?
Diese und weitere spannende Fragen werden im neuen Heft der Schriftenreihe „Greifswalder Beiträge“ beleuchtet, das in der kommenden Woche erscheint. Am Mittwoch, dem 14. Januar 2026, um 17:00 Uhr stellen Autoren gemeinsam mit Mitarbeitenden des Stadtbauamtes und der unteren Denkmalschutzbehörde das neue Heft im Bürgerschaftssaal des Rathauses vor.
Heiko Schäfer befasst sich mit Ofenkacheln aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit. Erst durch Grabungen in den letzten 30 Jahren traten im Stadtgebiet und in Eldena unzählige Funde zutage. Sie weisen eine unglaubliche Vielfalt auf: so wurden Kacheln mit christlichen Motiven, Wappenkacheln, Herrscherkacheln, Kacheln mit Bildprogrammen oder Dekorkacheln sowie Gesims- und Kranzkacheln gefunden. In seinem Beitrag stellt er die unterschiedlichen Arten vor.
Der Zahnmediziner Dr. Thomas Klinke erzählt die Geschichte des Grundstücks in der Rotgerberstraße 8 weiter. Er erforschte, warum und wie das einstige Gasthaus „Zur grünen Linde“ 1934 zum Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Greifswald umgewidmet wurde. Während im letzten Heft die Nutzung des Gebäudes bis 1933 im Vordergrund stand, wird diesmal der Umbau zum „Institut für Zahnheilkunde“ der Universität beleuchtet. Dieses dürfte vielen Greifswaldern noch gut bekannt sein.
Bauhistoriker Torsten Rütz nimmt in seinem Artikel die Baugeschichte des Stammhauses der Familie Caspar David Friedrichs in den Blick. Dabei befasst er sich vor allem mit der Seifensiederei im hinteren Teil des Gebäudekomplexes. Dieser Anbau wurde erst später von Gustav Adolf Friedrich, einem Neffen des Malers, errichtet.
Es ist inzwischen der 15. Jahrgang der Schriftenreihe, die in loser Folge über Themen der Stadtgeschichte, Denkmalpflege und Stadtsanierung berichtet. Ab Donnerstag, dem 15. Januar 2026, werden die beliebten Hefte kostenlos an der Infotheke im Rathaus, an der Infotheke im Stadthaus und bei der unteren Denkmalschutzbehörde ausgegeben. Die Auflage ist auf 500 Exemplare begrenzt.

