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20.10.2020 – Bürgerschaft bekennt sich zu GREIF unter Segeln und zur Sanierung des Theaters

An Bord der GREIF
Die GREIF unter Segelen, Foto: Wally Pruß

Die Greifswalder Bürgerschaft hat in ihrer Sitzung vom 19. Oktober 2020 wichtige Grundsatzentscheidungen für die weitere Entwicklung der Stadt getroffen.

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Mitglieder sowohl für die Sanierung des stadteigenen Segelschulschiffes GREIF als auch für seinen Weiterbetrieb unter Segeln aus. Mit diesem Votum sendete die Bürgerschaft ein klares Signal in Richtung Bund und Land, die bereits finanzielle Unterstützung für die Sanierung in Aussicht gestellt haben. Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder zeigte sich sehr erleichtert. „Das ist ein gutes Abstimmungsergebnis für Greifswald. Der Geschäftsplan steht auf soliden Füßen.“ Betriebsleiter Friedrich Fichte ergänzte: „Ich freue mich sehr über die Entscheidung der Bürgerschaft, die sich für den Erhalt der GREIF als technisches Denkmal von nationaler Bedeutung unter Segeln ausgesprochen hat.“ Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Für den künftigen Betrieb des Schiffes sind in den Jahren 2022 bis 2026 voraussichtlich jährlich zwischen ca. 300.000 und 400.000 Euro notwendig. Ziel der Stadt ist es, dass die GREIF im kommenden Jahr in der Werft saniert wird und ab 2022 wieder unter voller Klasse in Fahrt geht.

Die Bürgerschaft bekannte sich zudem zum Erhalt des Theaters. Die Mitglieder stimmten mit großer Mehrheit für die Sanierung des Haupthauses und dafür, dass der aus den 50er Jahren stammende Anbau durch einen Neubau ersetzt werden kann. Der Kostenrahmen für die dringend notwendige Generalsanierung wird auf 45 bis 50 Millionen Euro geschätzt. Die Verwaltung wurde beauftragt, hierfür entsprechende Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Das geplante Schulzentrum Am Ellernholzteich, bestehend aus einer Regionalschule mit Grundschulteil, kann ebenfalls Form annehmen. Die Bürgerschaft gab Mittel frei für die europaweite Ausschreibung von Planungsleistungen. Anhand des ersten Vorentwurfs können dann die Kosten besser geschätzt und weitere Fördermittel eingeworben werden.

Außerdem traf die Bürgerschaft einen Grundsatzbeschluss zum städtischen Bauhof. Demnach sollen die jetzigen Standorte in der Gützkower Landstraße und im Mendelejewweg zugunsten neuer Wohnbauflächen aufgegeben werden. Stattdessen soll ein Neubau mit Sozialgebäude, Werkstätten, Garagen und Lagermöglichkeiten im Gewerbegebiet „Am Helmshäger Berg“ entstehen.
Alle Beschlussvorlagen finden Sie im Bürgerinformationssystem.