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Greifswalder Winterdienst arbeitet auf Hochtouren – Anlieger sind ebenfalls in der Pflicht
Seit Beginn der Schneefälle am vergangenen Freitag war der Winterdienst der Stadt Greifswald im Einsatz. „Die Mitarbeiter des Bauhofs - insgesamt 34 Mitarbeiter - waren seit Freitagfrüh durchgängig in zwei Schichten unterwegs, um die Straßen und Wege von Schnee und Eis zu befreien.“, sagt Thomas Horn, Abteilungsleiter für die Unterhaltung von Verkehrsanlagen beim Tiefbau- und Grünflächenamt. In diesem Zeitraum wurden insgesamt ca. 43.500 Liter Sole, 102 Tonnen Salz, 43 Tonnen Sand und 4 Tonnen Granulat verbraucht.
Sämtliche Touren wurden mehrmals abgefahren. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass für die fast 190 Kilometer Straße und 50 Kilometer Geh- und Radwege, die laut Tourenplan zu räumen sind, drei LKW mit Feuchtsalzaufsätzen und zwei Kleintraktoren zur Verfügung stehen. Auf den Geh- und Radwegen sind sieben Multicar unterwegs.
Anlieger sind gefordert
Doch auch die Anlieger müssen aktiv werden. Offenbar kennen einige ihre Räumpflichten nicht, denn viele Anliegerstraßen und Gehwege sind noch immer nicht vom Schnee befreit. So sind Anwohner und Eigentümer für die verkehrsberuhigten Straßen und Anliegerstraßen selbst verantwortlich. Sie müssen die Straße jeweils bis zur Fahrbahnmitte räumen. Auch die Schnee- und Glättebeseitigung auf den Gehwegen, den gemeinsamen Geh- und Radwegen sowie auf Gehwegen mit dem Zeichen „Radfahrer frei“ ist auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen.
Der städtische Winterdienst beräumt nur jene Straßen, die auch gereinigt werden. Welche das sind, regelt die Straßenreinigungssatzung. Für alle anderen sind die Anlieger verantwortlich. Der Schnee darf allerdings nicht auf die Straße geschoben werden, sondern muss auf den Grundstücken gelagert werden. Zum Streuen dürfen nur abstumpfende Mittel wie Sand, Kies und Split benutzt werden, Salz oder Asche sind nicht erlaubt.

