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Segelschulschiff GREIF verlässt die Werfthalle

22.12.2025
Transport der GREIF aus der Schiffbauhalle der Volkswerft Stralsund, Fot:o Friedrich Fichte© Friedrich Fichte

Am heutigen Tag hat das stadteigene Segelschulschiff GREIF die große blaue Werfthalle in Stralsund verlassen.

Seit der Trockenstellung steht die GREIF auf vier sogenannten Kielblockträgern. Mit Hilfe eines Hydraulikaggregats wurde das Schiff angehoben und am Vormittag mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Metern pro Minute in Richtung Hallentor bewegt. Um 11:00 Uhr erreichte das Schiff seinen Außenstellplatz auf der Helling.

Seit dem Sommer 2023 lag die GREIF zur Generalsanierung in der markanten Werfthalle auf dem Maritimen Industrie- und Gewerbepark „Volkswerft". In dieser Zeit wurde der Stahlkörper grundlegend saniert und neu konserviert, neue Decksaufbauten montiert sowie die Masten restauriert und an Deck gestellt. Im Anschluss erfolgte die Montage des Holzdecks. Anfang 2026 folgen noch der Einbau des Ruderblatts und des Propellers. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann das Schiff Ende Januar wieder zu Wasser gelassen werden. Dort sollen dann die restlichen Arbeiten erfolgen.

Für die Generalsanierung waren rund 4,46 Millionen Euro vorgesehen, unterstützt durch Mittel von Bund, Land, verschiedene Stiftungen sowie unzählige private Spenden. Doch gestiegene Kosten und die Insolvenz einer beteiligten Firma verzögerten die Fertigstellung. Um den fast 75 Jahre alten Zweimaster wieder in Fahrt zu bringen, sind weitere 2,9 Millionen Euro unter anderem für den Innenausbau, die Elektrik, den Maschinenbau und die Motorisierung erforderlich, welche durch die Greifswalder Bürgerschaft bewilligt wurden. Die Stadt plant dafür die Aufnahme eines Investitionskredits und will der Bürgerschaft im März 2026 einen Nachtragshaushalt vorlegen.

Mit der erfolgreichen Umsetzung der Sanierung soll das Segelschulschiff GREIF dann wieder in See stechen und für viele Menschen als Begegnungsort und Botschafterin der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wirken.