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Pressemitteilungen

05.02.2020 – Verpächter und Pächter gründen Verein Greifswalder Agrarinitiative

Gründungsmitglieder der Greifswalder Agrarinitiative
Die 40 Gründungsmitglieder der Greifswalder Agrarinitiative haben die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft fest im Blick. (c) Kurowski

Das Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft soll in der Region um Greifswald in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Dafür gründeten die großen Landverpächter Stadt, Universität und Peter-Warschow-Sammelstiftung am Dienstag im Hauptgebäude der Universität zusammen mit 37 landwirtschaftlichen Betrieben den Verein Greifswalder Argrarinitiative (GAI). Was vor mehr als sechs Jahren als ambitioniertes Projekt von der Michael-Succow-Stiftung angestoßen wurde, hat damit nun einen verbindlichen Rechtsrahmen erhalten.

Der neugewählte Vorstand freut sich besonders darüber, dass man schon zur Vereinsgründung so viele Pächter als Partner gewinnen konnte. „Auch die einzelnen Betriebe bringen nun ihre Flächen ein, so dass wir auf einen enorm großen Flächenpool zurückgreifen können“, so Winfried Kremer,  Leiter des städtischen Immobilienverwaltungsamtes und neues Vorstandsmitglied des Vereins.  Insgesamt bringt die GAI bereits heute über 32.000 Hektar zusammen. Hier werden Pächter und Verpächter gemeinsam auf den jeweiligen Standorten angepasste Ideen zur Bewirtschaftung entwickeln, die zum Standort und zum Betrieb passen.  Nachhaltigkeit spielt hierbei die entscheidende Rolle -  und zwar sowohl in Hinblick auf die ökologischen Anforderungen als auch in bezug auf soziale Aspekte wie beispielsweise die Stärkung des ländlichen Raums ohne dabei die ökonomische Machbarkeit aus dem Blick zu verlieren.  Dafür will der Verein beispielsweise eine möglichst flächendeckende Umweltberatung anschieben.

Außerdem versteht sich der neue Verein als Anlaufstelle und Gesprächsforum für alle Fragen rund um das Thema „Landwirtschaft und Gesellschaft“ und will sich mit breiter Kompetenz in die öffentliche Debatten einbringen. Als sehr wichtig wird in diesem Zusammenhang die Arbeit eines Beirates bewertet, der in Zukunft die unterschiedlichen Aufgabenfelder der GAI intensiv fachlich begleiten wird.  In diesem Gremium sollen die verschiedenen Akteure im ländlichen Raum an einen Tisch gebracht werden, um alternative Strategien zum Miteinander im ländlichen Raum zu entwickeln.  

„Mit der GAI-Vereinsstruktur  entsteht die einmalige Chance nachhaltige Ansätze in der ganzen Region zu vernetzten“, erklärt Wolfgang von Diest, der als Vertreter der Universität im Vorstand des Vereins sitzen wird.  Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Regina Grund von der Peter-Warschow-Sammelstiftung sowie aus den Reihen der Landwirte Tim Diedrich, Robert Lossau und Lorenz Rindler.