Förderung von Investitionen in der landwirtschaftlichen Produktion nach dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm Beantragung

Allgemeine Informationen

Zuwendungszweck
Das Land gewährt zur Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft für investive Maßnahmen in landwirtschaftlichen Unternehmen Zuwendungen. Die Verbesserung des Verbraucher-, Tier-, Umwelt- und Klimaschutzes stehen dabei besonders im Focus.
 

Gegenstand der Zuwendung

  • Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter zur Erzeugung, Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte
  • bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Gesamtleistung und Nachhaltigkeit des landwirtschaftlichen Betriebes
  • Kauf von neuen Maschinen und Geräten der Außenwirtschaft, die zu einer deutlichen Minderung von Emissionen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern oder zu einer deutlichen Minderung von Umweltbelastungen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bzw. durch gezielte Unkrautbekämpfung mittels neuartiger mechanischer Verfahren führen (befristet bis 31.12.2020)
  • Nebenkosten für Architekten- und Ingenieurleistungen sowie für Betreuung und Beratung
     

Zuwendungsempfänger
Gefördert werden landwirtschaftliche Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit zu wesentlichen Teilen (mehr als 25 % der Umsatzerlöse) darin besteht, durch Bodenbewirtschaftung oder mit Bodenbewirtschaftung verbundener Tierhaltung pflanzliche oder tierische Erzeugnisse zu gewinnen und die die in § 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) genannte Mindestgröße erreichen. Dazu gehören auch Imkereien sowie Wanderschäfereien.
Antragsteller auf Zuwendungen müssen die Kriterien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erfüllen.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung
Der Zuwendungsempfänger kann einen Zuschuss in Höhe von 20 % der zuwendungsfähigen Nettoausgaben erhalten.
Bei Stallbauinvestitionen, die die baulichen Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung gemäß Anlage 1 Teil A der Richtlinie erfüllen, kann ein Zuschuss von 20 % (Basisförderung) gewährt werden.
Im Falle von Modernisierungsmaßnahmen für eine besonders tiergerechte Haltung (Umstellung der Haltung Jung- oder Zuchtsauen im Deckzentrum oder Abferkelbereich) kann ein Zuschuss i. H. von 30% gewährt werden (befristet bis zum 31.12.2025).
Bei Stallbauinvestitionen, die die baulichen Anforderungen an eine besonders tiergerechte Haltung gemäß Anlage 1 Teil B der Richtlinie erfüllen, kann ein Zuschuss von 40 % (Premiumförderung) gewährt werden.
Bei Investitionen in Lagerstätten für flüssige Wirtschaftsdünger außerhalb von Stallbauten mit fester Abdeckung kann bei Einhaltung gesonderter Bedingungen bis zum 31.12.2023 ein Zuschuss von bis zu 40% gewährt werden.
Junglandwirten (zum Zeitpunkt der Antragstellung höchstens 40 Jahre alt) kann zusätzlich ein Zuschuss in Höhe von 10 % der Bemessungsgrundlage - höchstens 20.000 Euro - gewährt werden, wenn die geförderte Maßnahme während eines Zeitraumes von fünf Jahren nach der erstmaligen Niederlassung als Allein- oder Mitunternehmer/-in in einem landwirtschaftlichen Betrieb durchgeführt wird.

Gebühren für die Betreuung können bezuschusst werden; der maximale Zuschuss beträgt 10.500 Euro.

Die Förderung ist begrenzt auf ein zuwendungsfähiges Investitionsvolumen von 2 Mio. Euro im Zeitraum von 2015 bis 2020. Bauliche Investitionen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 5 Mio. EUR sind nicht förderfähig.

Rechtsgrundlagen

Erforderliche Unterlagen

Mit dem Förderantrag sind u.a. folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Investitionskonzept
  • Betreuer-/Beraterbericht
  • Nachweis der Gesamtfinanzierung
  • Ausbildungs- bzw. Qualifizierungsnachweis (Betriebsleiter)
  • Aktueller Handelsregisterauszug
  • Aktueller Gesellschaftervertrag
  • Kooperationsvertrag ggf. Geschäfts- oder Aktionsplan
  • Erklärung „kein Unternehmen in Schwierigkeiten“
  • Beteiligungen des Antragstellers an anderen Unternehmen
  • Betreuer-, Beratervertrag ggf. Vollmacht des Antragstellers
  • Architekten- bzw. Ingenieurvertrag
  • Eigentumsnachweis
  • Lageplan des Bauvorhabens
  • Bauunterlagen
  • mindestens drei schriftliche Kostenangebote oder Kostenschätzung eines Architekten oder Bauingenieurs nach DIN 276 oder mindestens drei schriftlich dokumentierte Preisvergleiche (Markterkundungen)
  • bei Bewässerungsvorhaben: behördliche Genehmigungen ggf. wasserrechtliche Erlaubnis; Nachweis Wassereinsparung 25%, Nachweis 10% der selbstbewirtschafteten Ackerfläche mit beregnungswürdigen Kulturen bebaut
  • Bio-Zertifikat bei ökologisch wirtschaftenden Unternehmen
  • QS-Standard I Zertifikat bei konventioneller Schweineproduktion
  • Bescheinigung über das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung des Kannibalismus im Bestand bei konventioneller Schweinehaltung
  • Tierbestand zur Berechnung des GV-Besatzes
  • Nachweis der Einhaltung der baulichen Anforderungen
  • Nachweis der Güllelagerkapazität; bei erhöhtem Zuschuss wegen fester Abdeckung Nachweis, dass Mindestlagerkapazität zwei Monate über die betriebsindividuellen ordnungsrechtlichen Vorgaben hinausgeht
  • Planungsrechnung bei Existenzgründung, Nachweis angemessener Eigenkapitalanteil
  • KMU Erklärung
  • Grundsteuermessbescheid
  • Nachweis Junglandwirt (z.B. Kopie des Personalausweises, Qualifikation, Nachweis der erstmaligen Niederlassung als Allein- oder Mitunternehmer im landwirtschaftlichen Unternehmen; Höhe der Beteiligungen/Stimmrechte)
  • Erhebungsblatt Evaluation
  • bei Technik zur Ausbringung von Wirtschaftsdüngern den Nachweis, dass diese dem neuesten Stand der Technik entspricht (z.B. Testverfahren DLG oder VERA)
  • bei Technik zur Ausbringung von PSM, den Nachweis, dass diese durch das Julius-Kühn-Institut geprüft und anerkannt worden ist

Voraussetzungen

  • Nachweis der beruflichen Fähigkeiten für die ordnungsgemäße Führung des Betriebes; in der Regel Fachschulabschluss in einem landwirtschaftlichen Beruf (Betriebsleiter)
  • Vorlage von mindestens drei BMEL-Jahresabschlüssen
  • Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und der Investitionsmaßnahmen
  • Betreuungspflicht bei baulichen Maßnahmen mit mehr als 100.000 Euro zuwendungsfähigem baulichen Investitionsvolumen
  • Mindestinvestitionsvolumen von 20.000 Euro
  • der Viehbesatz darf 2 GV/ha LN nicht übersteigen
  • Einhaltung einer Eigenkapitalquote unter 78 % bei Betrieben über 280 ha (Prosperitätsgrenze)

Kosten

keine

Verfahrensablauf

Der Antrag ist vollständig bis zum 31. August eines jeden Jahres (sofern er noch im laufenden Jahr bewilligt werden soll) bei der Bewilligungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, einzureichen.

Bearbeitungsdauer

individuell

Fristen

Der Antrag ist vollständig bis zum 31. August eines jeden Jahres ( sofern er noch im laufenden Jahr bewilligt werden soll) bei der Bewilligungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, einzureichen.

Formulare

erhältlich beim:

Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg
Bleicherufer 13
19053 Schwerin
Tel.: 0385-59586 0
Fax: 0385-59586 570
E-Mail: Poststelle@staluwm.mv-regierung.de
Internet: www.stalu-westmecklenburg.de

Zuständige Stelle

erhältlich beim:

Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg
Bleicherufer 13
19053 Schwerin
Tel.: 0385-59586 0
Fax: 0385-59586 570
E-Mail: Poststelle@staluwm.mv-regierung.de
Internet: www.stalu-westmecklenburg.de

Ansprechpunkt

erhältlich beim:

Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg
Bleicherufer 13
19053 Schwerin
Tel.: 0385-59586 0
Fax: 0385-59586 570
E-Mail: Poststelle@staluwm.mv-regierung.de
Internet: www.stalu-westmecklenburg.de

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

24.01.2020

Teaser

Ziel der Förderung ist die Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft.