Förderung von Qualifizierungen für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen durch Bildungsschecks Beantragung

Allgemeine Informationen

Zuwendungszweck
Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt Zuwendungen, um den Weg in die Selbstständigkeit im Vollerwerb zu erleichtern.
 

Gegenstand der Zuwendung
Gegenstand der Förderung ist die Teilnahme an Maßnahmen der Qualifizierung sowie der Beratung und Begleitung von beabsichtigten Existenzgründungen oder Unternehmensnachfolgen. Gefördert werden können Qualifizierungsthemen im Rahmen von Grundkursen sowie die Beratung und Begleitung vor der Existenzgründung oder vor der Unternehmensnachfolge.

Zuwendungsempfänger
Zuwendungsempfänger sind natürliche Personen, die beabsichtigen, sich durch Gründung eines Unternehmens, die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit selbstständig zu machen.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung
Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

Die Zuwendung erfolgt in Form von Bildungsschecks für die

a) Teilnahme an einer Maßnahme zur Vermittlung grundlegender betriebswirtschaftlicher Qualifikationen (Grundkurs mit 48 Unterrichtsstunden à 45 Minuten),

b) Inanspruchnahme von Beratung und Begleitung durch eine Beraterin, einen Berater oder ein Beratungsunternehmen bis zu höchstens zwei Tagewerke à 8 Zeitstunden.

Bei Unternehmensnachfolgen können in begründeten Fällen zwei zusätzliche Beratungs- und Begleitungstage à 8 Zeitstunden gefördert werden. Die Beratungs- und Begleitungsleistungen müssen sich auf den Verhandlungsprozess zwischen Übergabe- und Übernahmeinteressierten (Kaufpreisfindung, Finanzierung, Entwicklung von Strategien zur Unternehmensfortführung und anderes) beziehen.

Bei innovativen technologieorientierten Existenzgründungen oder Unternehmensnachfolgen können in begründeten Fällen zwei zusätzliche Beratungs- und Begleitungstage à 8 Zeitstunden gefördert werden. Die Beratungs- und Begleitungsleistungen müssen sich auf Fragen zu gewerblichen Schutzrechten, Urheberrechten oder auf Patentrecherchen beziehen.

Gewährt wird eine Zuwendung in Höhe von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben des Zuwendungsempfängers.

Die zuwendungsfähigen Ausgaben sind die dem Zuwendungsempfänger

a) in Rechnung gestellte Teilnahmegebühr des Bildungsdienstleisters für die durchgeführte Qualifizierungsmaßnahme; es wird eine Teilnahmegebühr von höchstens 490 Euro (netto) je Teilnehmenden und Kurs berücksichtigt,

b) in Rechnung gestellten Tagessätze für die durchgeführte Beratung und Begleitung der oder des Gründungswilligen; es wird ein Tagessatz der Beratenden von höchstens 625 Euro (netto) pro Tag berücksichtigt.

Nicht zuwendungsfähig sind Skonti und Rabatte.

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Widerspruch

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis eines Beratungsgespräches bei einer Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg-Vorpommern
  • Votum durch eine Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg-Vorpommern
  • Ggf. Entwurf eines Unternehmenskonzeptes

Voraussetzungen

  • Voraussetzung für die Förderung ist, dass sich der Hauptwohnsitz der oder des Gründungswilligen und der Betriebssitz des geplanten oder zu übernehmenden Unternehmens in Mecklenburg-Vorpommern befinden.
  • Die Förderung für die Beratung und Begleitung setzt ergänzend voraus, dass der Entwurf eines Unternehmenskonzeptes vorliegt und der Bedarf im Beratungsgespräch bei einer Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg-Vorpommern dokumentiert ist.
  • Der Eigenanteil darf nicht durch öffentliche Förderung bezuschusst werden.
  • Die Zuwendung setzt voraus, dass eine Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg-Vorpommern ein Votum über die Teilnahme an Maßnahmen zur Qualifizierung zur beabsichtigten Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge abgegeben hat.

Kosten

keine

Verfahrensablauf

Antragsverfahren

Zunächst sollte der Termin für ein Beratungsgespräch bei einer Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg-Vorpommern verabredet werden. Im Beratungsgespräch wird der Bedarf für Qualifizierung und Beratung geklärt.
Der formgebundene Antrag kann dann schriftlich über diese Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg- Vorpommern bei der GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH, Schulstraße 1 – 3, 19055 Schwerin eingereicht werden. Hierfür verwendet die jeweilige Kammer das auf der Internetplattform der GSA unter www.gsa-schwerin.de zur Verfügung stehende Antragsformular.

Die Antragstellung ist mit dem Votum einer Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in Mecklenburg-Vorpommern verbunden. Die Erteilung eines Votums erfolgt im Rahmen des Beratungsgespräches, in dessen Verlauf ein Bildungsbedarf zu begründen und zu dokumentieren ist.

Bewilligungsverfahren
Bewilligungsbehörde ist die GSA - Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH, Schulstraße 1 - 3, 19055 Schwerin.
Die Bewilligung erfolgt durch schriftlichen Zuwendungsbescheid.
Auf der Grundlage des Zuwendungsbescheides erfolgt die Ausgabe von Bildungsschecks, die bei Erfüllung der dort enthaltenen Bedingungen einen Anspruch gegenüber dem Land Mecklenburg-Vorpommern begründen.

Anforderungs- und Auszahlungsverfahren
Die Bildungsschecks besitzen eine Gültigkeitsdauer von sechs Monaten ab dem Beginn des Bewilligungszeitraums.

Abweichend von Nummer 1.4 der Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) sind die Bildungsschecks durch die aufgeführten Bildungsdienstleister oder Beratenden innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraums bei der Bewilligungsbehörde zur Mittelanforderung einzureichen.

Abweichend von Nummer 1.7 der ANBest-P ist der Zuwendungsempfänger zu verpflichten, die Zahlungsansprüche gegenüber dem Land Mecklenburg-Vorpommern an die Bildungsdienstleister oder Beratenden abzutreten.

Voraussetzung für die Mittelanforderung bei der GSA ist, dass die vollständige Teilnahme an der erbrachten Leistung bestätigt wird. Mit der Mittelanforderung an die GSA sind folgende Unterlagen vorzulegen:

a) den vom Bildungsdienstleister oder von den Beratenden und von der oder dem Gründungswilligen unterzeichneten Bildungsscheck mit teilnehmerbezogenen Angaben;

b) die Rechnung des Bildungsdienstleisters oder der Beratenden mit dem Nachweis des entrichteten Eigenanteils,

c) im Falle der Beratung und Begleitung ein von der oder dem Gründungswilligen bestätigter Sachbericht der Beratung sowie

d) der Nachweis, dass der Bildungsdienstleister oder der Beratende die Voraussetzungen gemäß § 6 des Weiterbildungsförderungsgesetzes vom 20. Mai 2011 (GVOBl. M-V S.342) oder eine geeignete Zertifizierung nachweist. Geeignete Zertifizierungen setzen ein anerkanntes Qualitätsmanagement-Zertifikat voraus.

Verwendungsnachweisverfahren
Wird abweichend von Nummer 6 der ANBest-P das vorab beschriebene Anforderungs- und Auszahlungsverfahren eingehalten, ist der Nachweis der Verwendung erbracht. Die Prüfung des Verwendungsnachweises erfolgt durch die GSA.

Bearbeitungsdauer

Abarbeitung der Anträge in der Regel innerhalb von 2 Arbeitstagen.

Fristen

Abweichend von Nummer 1.3 der Verwaltungsvorschriften zu § 44 der Landeshaushaltsordnung Mecklenburg-Vorpommern darf mit dem Vorhaben vor der Bewilligung der Zuwendung mit der Antragstellung nach Erteilen des Votums der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer sowie der Datenübermittlung der Antragsunterlagen an die GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH begonnen werden.

Formulare

Antragsformular in schriftlicher Form

online über

Weiterführende Informationen

Zuständige Stelle

GSA - Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH (Hauptsitz)
Schulstraße 1-3
19055 Schwerin

Telefon: 0385 55775-0
Fax: 0385 55775-40
info@gsa-schwerin.de

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Fachlich freigegeben am

18.06.2018

Teaser

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