Navigation und Service der Hansestadt Greifswald

Springe direkt zu:

Programm

Jazz – spontan, kommunikativ, vielfältig – ist immer ein Experiment. Im Spannungsfeld zwischen der Reflexion des eigenen Genres und der Reaktion auf andere Impulse entwickeln Jazz-Musiker immer wieder neue und überraschende Klänge. Als wir die sechs Bands, die uns in diesem Jahr besuchen werden, zusammengestellt hatten, fragten wir uns, was diese Musiker verbindet: Alle experimentieren in verschiedene Richtungen mit unterschiedlichen musikalischen Stilen. Genau hier liegt das Verbindende: In der spielerischen und spielfreudigen Auseinandersetzung mit anderen Genres, in der eigenen Weiterentwicklung und in der überraschenden Erkenntnis, was funktioniert und was nicht. Ein wenig wie unser Festival also – Jazz in einer alten Klosterruine! Wir freuen uns also in diesem Jahr auf sechs Bands, die alle auf ihre jeweilige Weise mit dem Jazz und den Grenzen des Genres spielen und ausprobieren, was geht.

 

Zu den 38. Eldenaer Jazz Evenings erwarten wir Künstler aus Deutschland, Österreich und Großbritannien. Wir wünschen viel Vergnügen bei der Einstimmung auf die nächsten Eldenaer Jazz Evenings!

 

Das Programmheft als Download (pdf)

 

 

Programm 2018

Freitag, 6. Juli 2018 | Einlass/Abendkasse: 19 Uhr | Beginn 20 Uhr

Peuker8

Peuker8 (Berlin/Dresden) improvisiert frei und bringt doch Jazz und europäische Klassik zusammen. Die Streicher der Band sind in einer Weise integriert, die sie weit mehr sein lässt als bloße Geschmacksverstärker oder Effektsteigerer. Solos werden klug in den Gesamtkosmos eingebunden, denn jeder Musiker ist als Individuum Teil der gemeinsamen Sache. Peuker spielt Jazz, zu dem sich manchmal tanzen lässt. Diese faszinierende Fusion charakterisiert Peukers außergewöhnliche und hoch gelobte Kompositionsweise und erweist sich auch live als tragfähig.

http://www.paulpeuker.de/ / https://de-de.facebook.com/Peuker8/

 

 

Mammal Hands

Mammals Hands, aus dem ostenglischen Norwich anreisend, führt das undefinierbar-offene Spiel ziemlich weit: Die Vorliebe für rituelle, schamanische Musiken und afrikanische sowie arabische Rhythmusstrukturen führt folgerichtig zu einer Verbindung mit der  zeitgenössischen Minimalmusic eines Philip Glass oder Steve Reich. http://mammalhands.com/

 

Hörbeispiele finden Sie auf https://mammalhands.bandcamp.com/

 

 

 

NDR Bigband & Nils Wogram „work smoothly“

Der geschätzte Posaunist Nils Wogram und die NDR Bigband bedienen sich nicht nur an einem umfassenden Jazz-Repertoire, sondern erweitern ihrerseits die Genregrenzen. Nils Wogram ist zuletzt 2015 mit seiner eigenen Formation Vertigo Trombone Quartet auf der Bühne in der Klosterruine Eldena zu Gast gewesen.

Gemeinsam präsentieren sie am 6. Juli nun die von Nils Wogram komponierten Stücke des gerade erschienenen Albums „Work Smoothly“. In den Mittelpunkt dieser Arbeit stellt Nils Wogram nicht etwa sich selbst als Posaunisten und Solisten, sondern die Bigband als Gesamtheit. Erste Hörbeispiele finden Sie hier.

Besetzung: NDR Bigband, Geir Lysne (Dirigent), Nils Wogram (Posaune, Komposition, Arrangements), Bojan Z. (Piano), Jochen Rückert (Schlagzeug)

Tickets für die Konzerte in der Klosterruine erhalten Sie hier.

 

http://nilswogram.com/ | https://www.ndr.de/bigband

Samstag, 7. Juli 2018 | Einlass/Abendkasse: 19 Uhr | Beginn 20 Uhr

Never Complete

Das saarländische Quintett Never Complete ist einer der Preisträger der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ (2017) und tritt an, um Rock-, Alternative- und Metal-Einflüsse in ihr Spiel einzubinden.

 

Die Musiker sind bzw. waren auch Mitglied der Landesschülerbigband des Saarlandes "Jazztrain". In dem Langzeitworkshop "Jazzworkout" unter der Bandleitung von Saxofonist Wollie Kaise fand die Gruppe vor ca. 2 1/2 Jahren zusammen. Sie selbst beschreiben sich so: "Der Stil ist gemischt. Jazz-rock, New Orleans, ein bischen zeitgenössisch, straight nach vorne und dynamisch. So in etwa..."

 

Edi Nulz

Das österreichische Trio Edi Nulz verspricht, bei ihrem unbekümmerten Umgang mit Stilen und Effekten eine Spielfreude zu entfalten, die zweifellos auf das Publikum überspringt. Die 2011 an der Kunstuniversität Graz gegründete Band war bei ihrem Masterabschlusskonzert so erfolgreich, dass sie seitdem durch Europa tourt und drei CDs („Jetzt“, „Ultrakarl“ und „An der vulgären Kante“) aufgenommen hat. Ende 2013 begann die Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Adele Neuhauser (Tatort Wien, 4 Frauen und ein Todesfall) am Projekt „Die Letzten ihrer Art“, einer musikalischen Lesung mit Texten des britischen Kultautors Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) und Musik von Edi Nulz.

 

www.edi-nulz.com / www.facebook.com/EdiNulz

 

 

Three Fall & Melane

Zu den innovativsten Blüten des jungen, deutschen Jazz gehört das Trio Three Fall. Mit ihrer Trio-Besetzung, zwei Bläser und Schlagzeug, ohne gängiges Bass und Akkordinstrument, haben sie auf fast allen großen deutschen Jazzfestivals für Furore gesorgt. Jetzt hat die Band Zuwachs bekommen: die kongolesisch-deutsche Sängerin Melane bringt eine neue Farbe in den unverwechselbaren Sound der Band. Ihre Stimme – kraftvoll, geschmeidig und strahlend – fügt sich perfekt in die durchdachten Arrangements und bildet einen Kontrast zu den rauen Funkgrooves des Trios.

 

http://threefall.de/

 

Programm 2017

Freitag, 30. Juni 2017 | Einlass/Abendkasse: 19 Uhr | Beginn 20 Uhr

Brigade Futur III und die Spielvereinigung Sued

Alles wird gut gegangen sein

2007 von Leipziger Musikstudenten gegründet, widmet sich Spielvereinigung Sued mit großer Spielfreude und Lust am Experiment sowohl Interpretationen aus der traditionellen Jazzorchester-Literatur, als auch eigenen zeitgenössischen Arrangements und Kompositionen. Klangliche Vielfalt, gepaart mit musikalischer Präzision und geballter Energie kennzeichnen ihren Sound. Immer wieder wird die Spielvereinigung durch namhafte Gastsolisten, Komponisten und Arrangeure verstärkt (u.a. Nils Wogram, Pascal von Wroblewsky, Rainer Tempel, Kalle Kalima, Frank Möbus).

So wurde auch Benjamin Weidekamp 2014 als Gastsolist eingeladen und gründete später mit Jerome Bugnon (Seeed, Peter Foxx, Olaf Ton), Michael Haves (Filter Bubble, Super 700, Olaf Ton) und Elia Rediger (The Bianca Story) die Brigade Futur 3. Die vier Musiker haben sich zusammengetan, das Erbe Bertold Brechts und Kurt Weils anzutreten, insbesondere in der Überzeugung, dass Künstler sich politisch äußern müssen. Die verheerenden Auswirkungen des Raubtierkapitalismus auf die Welt werden immer deutlicher und es ist klar, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Es geht um Ökozid, Privatisierungswahn, Wissenschaft + Wirtschaft und Formen neuer Apartheit.

In ihren Liedern stellen sie sich den Fragen und Herausforderungen unserer Zeit. Sie möchten Geschichten erzählen, die sich mit dem beschäftigen, was sie persönlich angeht und Parabeln finden die ihre Dilemmas beschreiben, ohne dabei belehrend mit dem moralischen Zeigefinger zu drohen.

Ihre Musik changiert zwischen frühem Duke Ellington, polyrhythmischen Überlagerungen und Post 2010er Hip-Hop, gesungen wird auch, gerappt eher nicht. Der akustische Klang der Big Band wird vollends ausgelotet und erweitert durch Synths, Trigger-Sounds, Samples und Dergleichen.

Zusammen ergibt dies eingängige Melodien, serielle Kompositionstechniken, Improvisation, fette Beats und Jazz.

Im April 2017 wird die Brigade samt Big Band im legendären Funkhaus Studio Berlin ihre Platte “Alles wird gut gegangen sein“ aufgenommen haben, die im Frühherbst bei WhyPlayJazz veröffentlicht worden sein wird.

 

Homepage der Brigade Futur III

Homepage der Spielvereinigung Sued

 

Brigade Futur III

Elia Rediger – Gesang; Benjamin Weidekamp – Piccolo, Klarinette, Altsaxophon, Bassklarinette; Michael Haves – Gitarre, Kazoo, Samples, Hintergrundgesang; Jerome Bugnon – Posaune

 

Spielvereinigung Sued

Simon Bodensiek, Johannes Moritz, Damian de la Torre, Henrik Baumgarten – Holzblasinstrumente; Maximilian Fleischhack, Patrick Schanze, Vincent Hahn, Ludwig Kociok, Julian Schließmeyer, Matthias Büttner – Blechblasinstrumente; Florian Kästner, Philipp Rohmer, Philipp Scholz – Rhythmusgruppe; Gast: Richard Koch - Trompete

Eintrittskarten für die Eldenaer Jazz Evenings erhalten Sie hier und in den Vorverkaufskassen von MV-Ticket.

 

Natalia Mateo

Sie ist eine der neuen Stimmen im zeitgenössischen Jazz: Natalia Mateo.

Am 30. Juni präsentiert Sie in der Klosterruine ihr am 31. März 2017 bei ACT erscheinendes neues Album "De Profundis".

Eine, die ihren eigenen Weg geht, unangepasst, aber doch nahbar und weit weg von den klischeehaften Vorstellungen über Jazzsängerinnen.  1983 geboren in Warschau als Tochter eines klassischen Sängers, aufgewachsen in Österreich und jetzt in Deutschland lebend hat sie die unterschiedlichsten Eindrücke und Kulturen in sich aufgesogen und verarbeitet. Sie schöpft aus der slawischen Liedtradition, aus amerikanischem Jazz und dem Singer-Songwritertum sowie der zeitgenössischen Pop- und Rockmusik. Selbstgeschriebene Stücke mit englischen und auch polnischen Texten überführt sie in eine zeitgemäße Ästhetik. Zudem hat sich Mateo einige internationale Songs angeeignet, die ihr am Herzen liegen.All das kleidet die Band in individuelle Arrangements, die konventionelle Fusion entschieden hinter sich lassen.

Ihre Musik ist ein Spiegelbild der eigenen Biografie. Sie ist ein sehr persönliches Liebesbekenntnis an die Tradition und die Moderne, an die Vertrautheit und das ständig in den Köpfen und Herzen pulsierende Fernweh, an die Schönheit der Gebundenheit, tiefster Zwischenmenschlichkeit und der gleichzeitig gelebten Unabhängigkeit. In Mateos Musik „steckt das geheimnisvolle Andere, das einen in den Bann zieht", fasst die Jazzthetik treffend zusammen.

Die Jazzpodium schreibt über Natalia Mateo: „Ihre Stimme besitzt etwas Kristallines, etwas melancholisch Sprödes. Sie klingt verletzlich – aber nicht verletzt. Selbstbewusst, ohne auch nur den Ansatz eines elitären Anspruchs.“

Einen Mitschnitt des 2015er Auftritts bei Jazzahead finden Sie hier.

 

Zur Website von Natalia Mateo

Eintrittskarten für die Eldenaer Jazz Evenings erhalten Sie hier und in den Vorverkaufskassen von MV-Ticket.

Omer Klein Trio

Begeisterte Medienberichte, euphorische Hörer und „Standing Ovations“ bei ihren Konzerten weltweit:

Mit SLEEPWALKERS, dem brandaktuellen Programm - und Album-Debüt bei Warner Music (17.Feb.2017) - spielen sich Omer Klein und sein Trio mit Bassist Haggai Cohen-Milo und Schlagzeuger Amir Bresler nach ganz oben in die Top-Liga des Jazz! Am Freitag, 30.6.2017 wird das Trio nun zu Gast in Greifswald sein.

Ein Piano-Trio, das seit seiner ersten Europa-Tournee in 2014 zu einer feinnervigen, gegenseitig auf kleinste Schwingungen reagierenden Einheit zusammengewachsen ist, die weltweit ihresgleichen sucht.

Omer Klein ist ein fesselnder, geradezu waghalsiger Pianist. Sein meisterhaftes Spiel, symbiotisch verwoben mit der Virtuosität seiner Trio-Gefährten Haggai Cohen-Milo und Amir Bresler, schillert zwischen unterschiedlichsten Strukturen und Dynamiken, bewegt sich tänzerisch gekonnt zwischen scheinbar unvereinbaren musikalischen Welten. Seine Kompositionen spiegeln die Meisterschaft seines Spiels - vereinen Intellekt, Romantik und Groove zu einem organischen Ganzen.

SLEEPWALKERS schöpft aus diesem Reichtum, vereint tiefgründige Emotion mit stilistischer Eleganz und spielerischer Originalität.

Gemeinsam zündet das Omer Klein Trio auf der Bühne diesen gewissen Funken, der das Publikum mit den Künstlern zu einer Einheit verschmelzen lässt!

 

 

Zur Website von Omer Klein

Eintrittskarten für die Eldenaer Jazz Evenings erhalten Sie hier und in den Vorverkaufskassen von MV-Ticket.

Samstag, 1. Juli 2017 | Einlass/Abendkasse: 19 Uhr | Beginn 20 Uhr

Kepler-Bigband Freudenstadt

Bei der Bundesbegegnung "Jugend jazzt 2016" erspielte sich die Big Band des Kepler-Gymnasiums Freudenstadt Baden-Württemberg) unter Leitung von Christof Ruetz den Auftrittspreis der Eldenaer Jazz Evenings 2017.

Im Rahmen ihres Programms mit Titeln aller Stilrichtungen spielt die Kepler-Big Band neben dem traditionelle Standardrepertoire gerne Stücke aus der Feder von Sammy Nestico und Peter Herbolzheimer. Je nach Besetzung findet das Programm im Vocalbereich eine Ergänzung.

Die Kepler-Big Band Freudenstadt wurde im Herbst 1999 von ihrem jetzigen Leiter Christof Ruetz gegründet und zählt aktuell 30 Mitglieder.

Seit der Gründung konnten viele junge Musikerinnen und Musiker in der Big Band ihre ersten Jazzerfahrungen sammeln. Einige von ihnen haben auch den Sprung in das „Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg“ geschafft, aus dem viele namhafte Jazzmusiker hervorgingen, oder sie haben die Musik zu ihrem beruflichen Lebensinhalt gemacht.

Im Jahr 2008 erspielte sich die Band beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ Baden-Württemberg einen ersten, 2011 einen zweiten Preis. 2015 nahm die Gruppe erneut teil, diesmal wieder als erster Preisträger, was die Band im Frühjahr 2016 zur Teilnahme an der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ in Kempten i. A. berechtigte. Dort zählte die Kepler-Big Band zu den Finalisten und wurde mit dem Konzertpreis der „Eldenaer Jazz-Evenings 2017“ ausgezeichnet. Neben diesen Erfolgen erhielt die Band viele Auszeichnungen auf lokaler und regionaler Ebene.

Garant der gelungenen Arbeit ist die enge Kooperation mit der im Jahre 2006 neu gegründeten „Musik- und Kunstschule Region Freudenstadt“. Die engagierten Lehrer dieser Schule tragen einen wesentlichen Teil zum Gedeihen der Band bei.

Anregungen in ihrer musikalischen Arbeit erhielten die jungen Musikerinnen und Musiker in der Vergangenheit durch turnusmäßige Workshops und Arbeitsphasen mit professionellen Jazzmusikern und Bandleadern wie Peter Hebolzheimer, Joo Kraus, Klaus Graf, Judy Niemack, José Cortijo und dem Jazz & More Collective.

2009 legte das Ensemble pünktlich zu seinem zehnjährigen Bestehen ihr Debut-Album "LA FIESTA" vor, das im renommierten Tonstudio Bauer in Ludwigsburg eingespielt wurde. Ein weiterer Tonträger ist für das Jahr 2017 in Planung.

Konzertreisen führten die Band nach Schleswig-Holstein, Sachsen, Spanien und Griechenland - und nun auch nach Mecklenburg-Vorpommern.

Eintrittskarten für die Eldenaer Jazz Evenings erhalten Sie hier und in den Vorverkaufskassen von MV-Ticket.

Shalosh

Shalosh ist eine israelische Band, die für Nirvana, Brahms und The Bad Plus schwärmt. Verschiedene Stile verbinden sie mit furioser Leidenschaft: die Lautstärke des Rock und die Tanzbarkeit elektronischer Musik trifft auf die Sensibilität studierter Jazz-Musiker. Weitere Einflüsse sehen sie in der Klassik, sowie der Musik Afrikas und des Nahen Ostens.
Die Kompositionen von SHALOSH sind dabei gleichermaßen betörend wie bewegend, intensiv und seelenvoll. Ob zarte melodische Fragmente, dramatische, sich wiederholende Elegie, fein herausgearbeitete Melodien, groovige Solos – alles hat neben- und miteinander Platz in der Musik von SHALOSH

Shalosh ist ein wahres Power-Trio, das sich seit Kindertagen kennt und lange am perfekten Sound des zweiten Albums „Rules of Oppression“  feilte. Dieses vereint sensible kammermusikalische Passagen mit hymnischen Pop-Momenten und grandiosen Orchesterarrangements. Shalosh geben bei ekstatischen Coverversionen („Video Games“ basierend auf Lana del Reys gleichnamigem Song sowie „Don´t you want me“ von The Human Leaque) und intensiven Eigenkompositionen auch live stets alles, körperlich und emotional.

„Die Drei agieren gleichberechtigt in einer Linie auf der Shalosh / shalosh.netBühne, Schlagzeug und Bass sind nicht nur Rhythmusgruppe. Manchmal steigern sie sich in eine fast orchestrale Dramatik, um gleich danach mit einem minimalistischen Piano-Solo zu überraschen. Mitunter werden Klänge ein wenig elektronisch verfremdet und ergänzt, wird der Bass wie ein Cello gestrichen, vom Schlagzeug nur das Metall gespielt. Immer aber klingt ihre Musik ungeheuer warmherzig, freundlich, manchmal zärtlich. Sie schrecken vor eingängigen Melodienbögen nicht zurück, scheuen aber auch nicht den herben Kontrast.“ (Jazzzeitung)

Bereits ihr Debütalbum, „The Bell Garden“, wurde 2014 international gefeiert, ein Journalist hörte gar eine "junge Carole King mit Ben Folds am Klavier jammen". Das aktuelle Album ist eine Jazzplatte, die eigentlich eine Rockplatte ist. Und umgekehrt. Es vereint eingängige Melodien und mächtige Power-Akkorde. Das furiose Piano-Spiel wird durch die perkussive Wucht der Drums verstärkt, während der Bass die Groove-Basis legt. Fabelhaft aufregende Musik.

Shalosh / shalosh.netAlle Songs stammen aus der Feder von Pianist Gadi Stern, der sich für die Titel seiner Kompositionen zuweilen von Literatur inspirieren lässt. „Don’t you want me“ berührt alle Facetten der Band in einem einzigen Song: zu Beginn sanft, aber abstrakt, steigert er sich in ein ohrenbetäubendes Finale.

 

 

 


Besetzung: Gadi Stern (p), Matan Assayag (dr), David Michaeli (db)
Weitere Informationen zu Shalosh finden Sie auch auf www.shalosh.net

Zur Homepage von Shalosh

Eintrittskarten für die Eldenaer Jazz Evenings erhalten Sie hier und in den Vorverkaufskassen von MV-Ticket.

NDR Bigband: „Iceland Visions - Music From The Geysers“

Die NDR Bigband kehrt in die Klosterruine zurück und begibt sich mit dem neuen Chefdirigenten Geir Lysne auf Erkundungstour durch die brodelnde Musiklandschaft Islands: Bei den „Iceland Visions - Music From The Geysers“ unterstützen die Isländerin Ragnheiður Gröndal, mit ihrer wunderbaren Stimme, der norwegische Perkussionist Helge Andreas Norbakken und Hilmar Jensson an der Gitarre die NDR Bigband. 

Einen Vorgeschmack vermittelt der NDR-Bericht über das Konzert in Hamburg, Februar 2017. 

"Wenn Du auf einer Insel wie Island überleben willst, musst Du dich wirklich zusammenreißen", sagt Geir Lysne. Er ist zwar in Norwegen aufgewachsen, aber er kennt das Eiland am Polarkreis gut von seinen Besuchen: "Da oben gibt es eine Menge Energie. Ich meine: Sie sind nur 323.000 Leute, aber ihr Handball-Team gehört zu den besten der Welt, gerade waren die Fußballer im EM-Viertelfinale! Es gibt dort eine Menge Nobelpreisträger und Musiker, Filmemacher und Künstler." 

Geir Lysne kennt auch den Grund für diese ungewöhnliche Konzentration. "Wenn Du so weit draußen lebst, dann hast Du viel Zeit, an etwas zu arbeiten", erzählt er. Und erinnert sich an seine eigene Jugend in Norwegen: "Als in den 50er-Jahren die amerikanischen Jazzmusiker nach Europa kamen, blieben sie in Dänemark und Schweden hängen. Noch heute erzählen die Leute in Oslo einander von dem einen Konzert, als Thelonious Monk zu uns kam. Aber in Island gab es gar keins!" 

Und dennoch - oder gerade wegen dieses Mangels an äußeren Einflüssen - entwickelte sich in Island eine höchst lebendige Musikszene. Von seinen Besuchen bringe er immer stapelweise CDs mit, erzählt Lysne. "Darunter ist eine von Ragga Gröndal: eine wunderbare Stimme, minimalistisch und in der isländischen Folklore verwurzelt." Genau das Richtige für seine Visionen aus dem Land der Geysire: "Ich stelle mir die Musik kraftvoll und explosiv vor, wie einen Vulkan. Und nach so einem Ausbruch wird alles wieder ruhig." 

Den untergründig brodelnden Boden der Musik für das NDR Bigband-Projekt legt der Perkussionist Helge Andreas Norbakken - bekannt aus den Bands von Jon Balke oder Mari Boine - gemeinsam mit Marcio Doctor, seinem Instrumental-Kollegen in der NDR Bigband. "Die beiden spielen unterschiedliche Klangspektren", erklärt Lysne, "und passen doch perfekt zusammen". Geir Lysne mag starke Kontraste. "Als Künstler versuchen wir immer ein Bild wiederzugeben, ob im Film, in Poesie oder Musik. Aber die echte Inspiration ist für mich nur die Natur." 

Eintrittskarten für die Eldenaer Jazz Evenings erhalten Sie hier und in den Vorverkaufskassen von MV-Ticket.

Besetzung:

Ragnheiður Gröndal  (voc)

Hilmar Jensson (git)

Helge Andreas Norbakken (perc)

NDR Bigband - Geir Lysne (cond)

Weitere Informationen zur NDR Bigband