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30.10.2019 – Fotografien vom Aufbau von Schönwalde I in der Rathausgalerie

Fundamentarbeiter auf der Baustelle in Schönwalde
Fundamentarbeiter auf der Baustelle von Schönwalde I, Foto: Helmut Martens

Vor mittlerweile fünf Jahrzehnte begann der Aufbau des Greifswalder Stadtteils Schönwalde I. Der damalige Leiter für den Bereich Rohbau und Gründung beim VEB Wohnungsbaukombinat Rostock und spätere Leiter des Greifswalder Plattenwerkes, Helmut Martens, hat die Entstehung des Stadtteils als Hobbyfotograf festgehalten. Ab 7. November 2019 sind seine Fotografien aus der Frühphase des Plattenwerkes und vom Aufbau des Wohngebiets in Schönwalde I in der Kleinen Rathausgalerie zu sehen. Die schwarz-weiß Aufnahmen zeigen, unter welch schweren Anfangsbedingungen die Bauarbeiter praktisch aus dem Nichts den heute noch bevölkerungsreichsten Stadtteil geschaffen haben.

Zur Vernissage am 7. November um 18:00 Uhr führen Helmut Martens und der Leiter des Stadtbauamtes Thilo Kaiser in die Ausstellung ein. Die 1. Stellvertreterin des Oberbürgermeisters und Baudezernentin Jeannette von Busse wird die Gäste begrüßen.

Im Jahre 1967 gab es erstmals konkrete Planungen der DDR-Führung, in der damaligen Greifswalder Südstadt ein großes Wohngebiet zu errichten. Die neuen Plattenbauten wurden vor allem für die tausenden Arbeiter benötigt, die in Lubmin am Bau des Kernkraftwerks beteiligt waren. Insgesamt 8.300 Wohnungen für 24.700 Menschen sollten entstehen. Im Frühjahr 1968 wurden die ersten drei Blocks am südlichen Rand des Karl-Liebknecht-Rings errichtet – damals noch mit Platten aus dem Stralsunder Plattenwerk. Am 4. Januar 1969 nahm das Greifswalder Plattenwerk in der Schönwalder Landstraße seinen Probebetrieb auf. Noch am gleichen Tag wurde der Grundstein für den ersten Block zwischen dem Nikolaijewweg und dem Dubnaring in Schönwalde I gelegt. Auffällig ist, dass von Anfang an auch Kunstwerke im öffentlichen Raum wie Brunnen oder gestaltete Hausgiebel in die Gestaltung des Stadtteils mit einbezogen wurden. Ein heute noch sichtbares Beispiel ist der von dem Greifswalder Künstler Helmut Maletzke gestaltete Hausgiebel „Junge Menschen und Blumen“ am Dubnaring.