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Pressemitteilungen

29.11.2021 – Frieda Stundl-Pietschmann und Luise Greger in der Kleinen Rathausgalerie (2.12.2021 – 21.1.2022)

Die nächste Ausstellung in der Kleinen Rathausgalerie widmet sich gleich zwei bedeutenden Greifswalderinnen: der Weberin Frieda Pietschmann und der Musikerin Luise Greger. Beide feiern in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Frieda Pietschmann ihren 120. und Luise Greger den 160.. Anlässlich der Jubiläen wird das Leben und Werk der beiden Greifswalder Frauen in einer gemeinsamen Ausstellung vorgestellt. Diese wurde vom Amt für Bildung, Kultur und Sport gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt konzipiert.

Frieda Pietschmann wurde am 19. Januar 1901 in Greifswald geboren. Sie wurde in erster Linie durch ihren späteren Mann Rudolf Stundl bekannt, welcher das Projekt "Vorpommersche Fischerteppiche" maßgeblich ins Leben rief und jahrzehntelang begleitete. Sie war eine in Skandinavien ausgebildete Handweberin, die ihre eigene Weberei im Haus der Eltern in der Gützkower Straße 84 betrieb. Auch schon vor ihrer Heirat mit Rudolf Stundl im Jahr 1946 unterstützte und förderte sie die Entwicklung der Vorpommerschen Fischerteppiche mit ihrem Fachwissen als Weberin.

Luise Greger kam am 27. Dezember 1861 in Greifswald als jüngstes von vier Kinder zur Welt. Bereits mit 5 Jahren erhielt sie Klavierunterricht. Im Alter von 11 Jahren begann sie zu komponieren. Ihr Vater förderte sie stark und veröffentlichte schon früh eine Sammlung ihrer Kompositionen aus den Jahren 1874-1876. Luise Greger vertonte zuallererst Lieder, unter anderem von Goethe und Storm, aber auch ihr Märchenspiel "Gänseliesel" war sehr erfolgreich. Zudem war Luise Greger eine beliebte und geschätzte Kammersängerin.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten im Rathaus besichtigt werden (zu den jeweils geltenden Bedingungen der Corona-Landesverordnung).