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23.02.2021 – Mehrsprachigkeit ist ein Schatz

Plakat für Grüßen in vielen Sprachen
Foto: Anna Gatzke

Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache lädt die städtische Integrationsbeauftragte am Mittwoch, dem 24. Februar 2021 zu einem  Workshop zum Thema Mehrsprachigkeit ein. Das Online-Seminar „Gelebte Sprachenvielfalt“ soll mit praktischen Ideen für Kita, Grundschule und Eltern helfen, wie Mehrsprachigkeit der Kinder im Alltag aufgegriffen und unterstützt werden kann.

Greifswald beteiligt sich bereits seit drei Jahren am Internationalen Tag der Muttersprache. „Das Interesse an Workshops zur Mehrsprachigkeit war von Beginn an enorm groß, in diesem Jahr ist es überwältigend.“, erklärt Integrationsbeauftragte Anna Gatzke. „Wir haben über 40 Anmeldungen, die Hälfte davon aus dem Kita- und Grundschulbereich. Das ist eine sehr positive Entwicklung.“ Als Kooperationspartnerin und Referentin konnte die Leiterin des Projektes „Mehrsprachigkeit leben!“ der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V., Dr. Claudia Seele, gewonnen werden. „Mehrsprachigkeit ist ein enormer Schatz. Mit unserem Modellprojekt „Mehrsprachigkeit leben!“ wollen wir dazu beitragen, diesen Schatz zu nutzen und die Vielfalt der Familiensprachen auch in den frühkindlichen Bildungseinrichtungen aufzugreifen und produktiv einzubeziehen.“, so die Erziehungswissenschaftlerin und Mehrsprachigkeits-Expertin Dr. Claudie Seele. Das Projekt wird vom Sozialministerium M-V gefördert.

„Die Gesellschaft wird immer vielfältiger, dies spiegelt sich insbesondere in den Kitas und Schulen wieder“, erläutert Anna Gatzke. „Auch in Greifswald gibt es immer mehr Kinder, die neben der deutschen Sprache auch eine andere Familiensprache erleben und erlernen. Dazu gehören vor allem Kinder der internationalen Universitätsangehörigen, geflüchtete Kinder und Kinder aus Familien mit einer EU-Staatsbürgerschaft. Diese drei Gruppen sind die bedeutendsten Migrationsgruppen in Greifswald. Der wertschätzende Umgang mit der Herkunftssprache, deren systematischer Erwerb und aktive Nutzung sind nicht hinderlich für den Erwerb der deutschen Sprache, sondern  - im Gegenteil - förderlich für den Erwerb weiterer Sprachen, so auch der deutschen. Es ist also eine besondere und wertvolle Ressource der Kinder mit Migrationsgeschichte, die unbedingt gefördert werden soll.“