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22.10.2021 – Studie zur Digitalisierung der Städte: Greifswald ist Spitzenreiter in MV und liegt bundesweit im oberen Fünftel aller Städte

 

Einer bundesweiten Studie zum Digitalisierungsgrad von Kommunen zufolge ist Greifswald führend in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit erreichte die Universitäts- und Hansestadt den 87. Rang. Die Unternehmensberatung Haselhorst Associates (Starnberg/Bayern) hatte für ihre jetzt veröffentlichte Smart-City-Studie insgesamt 403 Städte mit mehr als 30 000 Einwohnern in Deutschland untersucht. Betrachtet wurde dabei unter anderem, inwieweit digitale Prozesse im Gesundheitswesen, bei der Mobilität, der Energieversorgung, in Wirtschaft und Handel sowie im Tourismus, aber auch in den Bereichen Verwaltung und Bildung Einzug gehalten haben und strategische Ziele verfolgt werden.

 

 

Für die Bewertung wurden unter anderem analysiert, ob die Schulen über digitale Lernkonzepte oder mobile Endgeräte verfügen, inwieweit Co-Work-Spaces innerhalb der Stadt etabliert sind oder wie gut die Stadt beim Ausbau regenerativer Energien und einer intelligenten Stromnetzsteuerung vorangekommen ist. Hierzu gehört im Bereich digitale Energie und Umwelt beispielsweise auch eine smarte Ampelschaltung, also eine Schaltung, die sich am Verkehrsaufkommen orientiert.

 

 

„Wir haben als Stadt in den vergangenen Jahren viel in Richtung Digitalisierung auf den Weg gebracht.“, betonte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. „Die Corona-Pandemie hat dann noch einmal für einen enormen Schub gesorgt. So wurden vor allem im letzten Jahr mit Unterstützung der Stadt digitale Plattformen etabliert, um beispielsweise Einzelhandel und Gastronomie zu unterstützen. Aus den Schulen und innerhalb der Universität sind digitale Lernkonzepte nicht mehr wegzudenken. Mit dem Umbau der Alten Mensa zum Digitalen Innovationszentrum etablieren wir in der Stadt ein Leuchtturmprojekt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Greifswald App für Tourist*innen wurde überarbeitet. Auch innerhalb der Stadtverwaltung haben wir bereits viele Bürgerdienste digitalisiert. Dazu gehören beispielsweise die Online-Terminvergabe, das digitale Bewerbungsmanagement, ein Online-Buchungsportal für die Sportstätten oder eine digitale Plattform für die Schulanmeldung. Diese Aufgaben werden uns allerdings in den nächsten Jahren weiter intensiv beschäftigen.“

 

 

Die „ideale“ Smart City erhält einen Digitalisierungsgrad von 100 Prozent. Allerdings hat dem Unternehmen zufolge noch keine einzige Stadt die 50-Prozent-Marke geknackt. Selbst München als Spitzenreiter kommt nur auf knapp 48 Prozent. Greifswald erreichte einen Digitalisierungsgrad von 25 Prozent. Zur Bemessung des Digitalisierungsgrades hatte das Beratungsunternehmen nach eigenen Angaben öffentlich zugängliche Daten wie Statistiken oder Informationen auf Online-Plattformen oder den Internetseiten der Städte herangezogen, aber auch auf veröffentlichte Studien von Verbänden oder Initiativen zurückgegriffen.