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06.07.2017 – Universität im Rathaus: Tierethik – Umrisse eines bedürfnis- und interessenbasierten Ansatzes

Dr. Martin-Helmut Langanke
Dr. Martin Langanke, Foto: Kilian Donner

Am Montag, 10. Juli 2017, schließt die Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“ für das diesjährige Sommersemester. Den Abschlussvortrag hält PD Dr. Martin Langanke zum Thema „Tierethik – Umrisse eines bedürfnis- und interessenbasierten Ansatzes“. Martin Langanke forscht am Lehrstuhl für Systematische Theologie an der Universität Greifswald. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Der Eintritt ist frei. Der Saal kann mit dem Rollstuhl vbefahren werden.

Die Tierethik stellt eine junge Teildisziplin der Ethik dar. Sie geht davon aus, dass Tiere ethisch betrachtet „um ihrer selbst willen“ schützenswert sind. Demnach darf Tieren weder ohne triftigen Grund Leid zugefügt werden, noch dürfen sie in ihrem Verhalten erheblich eingeschränkt werden. 

Innerhalb der modernen Tierethik existieren unterschiedliche Ansätze diese ethischen Minimalstandards für den Umgang mit Tieren zu begründen. Tierrechtsdeontologische Ansätze gehen davon aus, dass Tieren kategorische Rechte in Analogie zu Menschenrechten zustehen. Bedürfnis- und interessenbasierte Perspektiven der Tierethik stehen diesen gegenüber. 

Martin Langanke fragt in seinem Vortrag anhand konkreter Beispiele nach, welche Konsequenzen sich aus dem bedürfnis- und interessenbasierten Ansatz für eine ethische Vertretbarkeit der menschlichen Tiernutzung ableiten lassen.