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09.02.2021 – Hilfe in Corona-Zeiten: Greifswald zahlt „fiktiven“ Unternehmerlohn

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Marktplatz Greifswald, Foto: Wally Pruß

Um finanzielle pandemiebedingte Einnahmeausfälle während des Corona-Lockdowns abzufedern, beschloss die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald in ihrer Sitzung am 1. Februar 2021 die Gewährung eines „fiktiven Unternehmerlohns“. Genau eine Woche später hat die Abteilung Wirtschaft und Tourismus der Stadtverwaltung die Richtlinie hierfür bereits erarbeitet. „Die Antragsunterlagen können ab sofort unter www.greifswald.de/wirtschaft abgerufen werden.“, kündigte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder an. Er begrüßt den schnellen Start der Förderung, die in MV einzigartig sei. „Ich freue mich, dass die Greifswalder Bürgerschaft einvernehmlich eine gute und umsetzbare Lösung gefunden hat, um Unternehmen und Selbständige in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Dies gilt insbesondere für Soloselbständige und andere Kleinunternehmer*innen, die durch das Förderraster von Bund und Land gefallen sind, weil beispielsweise die Antragshürden zu hoch sind oder die Bearbeitung zu lange dauert. Wir wollen die Unterstützung nun auch so schnell wie möglich ausreichen.“

Antragsberechtigt sind Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe einschließlich Künstler*innen und Kulturschaffende, die dauerhaft als Freiberufler*innen oder Soloselbständige tätig sind und ihren Unternehmens- bzw. Hauptwohnsitz in Greifswald haben. Sie können für die Monate Dezember 2020 bis Februar 2021 jeweils bis zu 1.000 Euro – also insgesamt 3.000 Euro – Unterstützung erhalten. Pro Unternehmen kann die Förderung nur einmal ausgeschöpft werden. Insgesamt steht für diese Hilfe ein Budget von 246.000 Euro zur Verfügung.

Der „fiktive Unternehmerlohn“ ist Teil eines umfassenden Gesamtpakets, mit dem die  Bürgerschaft den Greifswalder*innen während der Corona-Pandemie helfen möchte. So erhalten beispielsweise alle Personen, die durch den Kultur- und Sozialpass begünstigt werden, zusätzlich Greifswald Gutscheine in Höhe von 50 Euro, wenn sie den Pass verlängern oder neu beantragen. Auch Einwohner*innen, die ab Dezember von Corona-bedingter Kurzarbeit betroffen sind, können demnächst Greifswald Gutscheine in dieser Höhe beantragen. Für digitale Kulturevents in Lockdown-Zeiten steht zudem ein Fördertopf mit einem Gesamtumfang von 40.000 Euro bereit.

Die Gelder für sämtliche Maßnahmen sind Restmittel aus dem Corona-Hilfsfond, den die Bürgerschaft im letzten Frühjahr beschlossen hatte und der noch nicht ausgeschöpft ist. Hier kommen Sie zu den Antragsunterlagen, der Richtlinie sowie zum Bürgerschaftsbeschluss vom 1.2.2021.