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01.07.2020 – Wie werden öffentliche Räume in Greifswald genutzt?

Studentin Maike Wermes erhebt Daten dür das Stadtbauamt
Maike Wermes erhob Daten am Pommerschen Landesmuseum, Foto: Pressestelle

Wo spielt sich das öffentliche Leben in Greifswald ab? Welches sind die beliebtesten Plätze? Wie intensiv werden sie genutzt? Werden öffentliche Räume tatsächlich so angenommen, wie von den Stadtplanern gedacht? Um das herauszufinden, erheben Studierende des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeografie an der Universität Greifswald derzeit Daten im Auftrag der Stadtverwaltung. Seit dem 24. Juni 2020 werden an insgesamt 11 Orten Zählungen durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise bekannte Plätze wie der Museumshafen, der Rubenowplatz, die Credner-Anlagen oder die Grünfläche am Pommerschen Landesmuseum, aber auch Orte wie der Rosengarten, ein Innenhof in Schönwalde in der Nähe der Makarenkostraße oder das Areal rund um das Regenrückhaltebecken an der Verlängerten Scharnhorststraße.

„Die Daten sollen in die weitere Planung für die Gestaltung von Freiräumen und Grünflächen einfließen“, so Erik Wilde, verantwortlich für Stadtentwicklung beim Stadtbauamt. „Möglicherweise ergeben sich auch ganz neue Lieblingsplätze der Greifswalder, die wir als Stadt noch gar nicht im Blick haben und die wir künftig den Bedürfnissen entsprechend gestalten können. Schließlich haben sich in den letzten Jahren auch  Wohngebiete verändert, sind neu entstanden und werden jetzt vielleicht auch ganz anders genutzt.“  

„Hier haben wir die enge Kooperation zwischen Stadt und Universität ganz unkompliziert mit Leben erfüllt“, erklärte Dozentin Frauke Richter, die ein relevantes  Thema für ihr Seminar „Empirische Sozialforschung“ suchte und sich deshalb an das Stadtbauamt gewandt hat. „Die Studierenden können ganz praxisnah Erfahrungen beim Erheben von empirischen Daten sammeln und die Stadt kann diese als Grundlage für die Stadtplanung nutzen. Eine echte Win-Win-Situation für beide Seiten.“

Bis zum 5. Juli wird an den ausgewählten Orten jeweils 6 Mal gezählt, sowohl mittags als auch abends, in der Woche und am Wochenende. Im Anschluss werden noch Experten-Interviews mit Planern oder beispielsweise dem Museumsdirektor des Pommerschen Landesmuseums zur Wahrnehmung der Plätze geführt. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich im September vor.