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27.02.2018 – Greifswalder werden zum Sport- und Bewegungsverhalten befragt

Jungen und Mädchen wetteifern bei Vorschulolympiade im Volksstadion 2017
Mädchen und Jungen wetteifern bei Vorschulolympiade im Volksstation 2017, Foto: Pressestelle

Bewegen Sie sich gern? Wo treiben sie Sport und welche Sportarten bevorzugen Sie? Wo sehen Sie in Greifswald noch Verbesserungsmöglichkeiten? Welche Wünsche und Vorstellungen in Sachen Sport und Bewegung haben Sie? Diese und andere Fragen sind Bestandteil einer großen Umfrage, die Anfang März in Greifswald startet. Insgesamt 6.000 per Zufall ausgewählte Bürgerinnen und Bürger werden anonym zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten befragt. Dazu erhalten sie in den nächsten Tagen per Post einen Fragebogen zugeschickt. „Es ist wichtig, dass so viele wie möglich den Fragebogen ausfüllen“, wirbt Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder für eine rege Teilnahme. Je mehr sich beteiligen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Sie helfen dabei, das Sportangebot in Greifswald zu optimieren. Letztlich profitieren alle Bürgerinnen und Bürger von einem guten Sportangebot in Greifswald“, ist sich der Oberbürgermeister sicher.

Gleichzeitig werden alle Vereine, Kitas und Schulen online nach ihrem Bedarf befragt. Vereine, die keine E-Mail haben, können sich bei Nadine Hoffmann vom Amt für Bildung, Kultur und Sport melden, damit die Umfrage per Post verschickt werden kann.  (n.hoffmann@greifswald.de).

Parallel zu den Befragungen werden sämtliche Sportstätten und –anlagen besichtigt und bewertet. „Wir wissen, dass wir weiteren Sanierungsbedarf in einigen Hallen und Sportanlagen haben, das betrifft auch vereinseigene Sportstätten. Die Sportentwicklungsplanung soll helfen, den Zustand sämtlicher Anlagen zu analysieren, um anschließend eine Prioritätenliste für notwendige Investitionen zu erstellen“, führt Dr. Stefan Fassbinder weiter aus.

Die Ergebnisse sowohl der repräsentativen Umfrage als auch der Sportstättenanalyse bilden die Grundlage für „Empfehlungen zur Sportentwicklung“, die anschließend gemeinsam mit dem Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam erarbeitet werden. Die Mitarbeiter haben gerade vergleichbare Studien für Schwerin, Wismar und Neubrandenburg durchgeführt.

In Greifswald werden sie von einer Arbeitsgruppe unterstützt, zu der neben Fachämtern der Verwaltung auch Vertreter des Stadt- und Kreissportbundes, von Vereinen, Schulen und Kitas sowie der Kommunalpolitik gehören. Prof. Dr. Michael Barsuhn vom Institut für kommunale Sportentwicklung betont: „Integrierte Sportentwicklungsplanung bedeutet für uns die Beteiligung vieler Akteure: die Sport treibenden Institutionen und Organisationen, die Schulen, Kindertagesstätten und sonstigen Bildungseinrichtungen, die Bürgerinnen und Bürger, die nicht im Verein organisiert sind, und natürlich auch die anderen Fachressorts der Verwaltung und die politischen Gremien der Stadt. Nur wenn wir von Anfang an deren Belange und Bedarfe kennen und berücksichtigen können, lässt sich eine integrierte Sport- und Stadtentwicklung erreichen.“

Erste Ergebnisse liegen voraussichtlich im Herbst 2018 vor. Diese werden dann bei öffentlichen Workshops vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Die endgültige Sportentwicklungsplanung wird voraussichtlich im Februar 2019 vorgestellt.

Greifswald ist eine Stadt des Breitensports

In Greifswald sind über 13.500 Sportfreunde in 78 Sportvereinen des Sportbundes Greifswald aktiv (Stand: 31.12.2017). Das ist ein Spitzenwert in Mecklenburg-Vorpommern. Sportinteressierte können aus rund 50 verschiedenen Sportarten wählen. Größter Sportverein ist nach wie vor die Hochschulsportgemeinschaft mit mehr als 2.350 Mitgliedern. Rückgrat dieses umfangreichen Sportangebots bilden die rund 1.200 ehrenamtlichen Übungsleiter (davon 300 mit Lizenz), Kampf- und Schiedsrichter sowie Sportfunktionäre.

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald bewirtschaftet insgesamt 12 kommunale Sporthallen und 5 Sportanlagen selbst. Hinzu kommen weitere 32 Pachtverträge für Sportstätten, die die Stadt zur Bewirtschaftung langfristig mit 21 Sportvereinen abgeschlossen hat. Darüber hinaus gibt es im Stadtgebiet 13 weitere Sportstätten, die zu anderen Einrichtungen wie beispielsweise der Beruflichen Schule, der Volkshochschule, zum Berufsbildungswerk oder privaten Schulträgern gehören oder kommerziell betrieben werden.

Die kommunalen Sportanlagen und –hallen sind ausgelastet, der Bedarf wächst.

Greifswald investiert kontinuierlich in die Sanierung der Sportstätten (Auswahl)

Die Schüler des Humboldt-Gymnasiums  und der Erich-Weinert-Grundschule können seit 2016 ein neues Kleinsportfeld nutzen, auch am Hansering in der Nähe des Fangenturms wurde ein neuer Sportplatz errichtet. Er kommt vor allem den Schülern der Kollwitz-Grundschule zugute.

Im Volksstadion gab es beispielsweise jeweils einen neuen Kunstrasen für den Jugend- sowie den Ostplatz. Es wurden die sanitären Einrichtungen im Stadiongebäude erneuert, das Dach repariert, sowie weitere Umkleidekabinen und Duschen im Sozialgebäude nebenan eingebaut. In diesem Jahr wird die Flutlichtanlage am Ostplatz mit neuen Leuchten ausgestattet und der Mittelplatz saniert. Nach einer Reinigung der Kunststoff-Oberfläche wird der Platz geteilt und eine Hälfte mit Vollkunstrasen belegt. Dann kann auch diese Fläche in der kalten und feuchten Jahreszeit als zusätzlicher Trainingsplatz genutzt werden. Außerdem wird die Laufbahn des Hauptplatzes neu markiert. Im kommenden Jahr soll dann der gesamte Kunststoffbelag des Hauptplatzes erneuert werden. Noch in diesem Jahr erhält der Sportplatz am Dubnaring einen neuen Kunstrasen. Auch die angrenzenden Freianlagen werden aufgewertet. Die Entwurfsplanung wird derzeit mit den beteiligten Nutzern besprochen.

Ende 2018 steht dann auch die neue Zweifeld-Turnhalle an der Caspar-David-Friedrich-Schule zur Verfügung. 2019 soll beispielsweise der gesamte Hallenboden der Mehrzweckhalle erneuert werden. Für 2020 und 2021 ist die komplette Sanierung der Sporthallen II und III geplant.

Darüber hinaus unterstützt die Universitäts- und Hansestadt Vereine bei der Finanzierung ihrer Pacht, Miete oder ihres Erbbauzinses sowie bei den Betriebs- und Personalkosten mit insgesamt 230.000 Euro pro Jahr. Investitionen an vereinseigenen Sportstätten wurden 2016 und 2017 mit jeweils rund 50.000 Euro gefördert. Für Sportwettkämpfe gab es einen Zuschuss von rund 10.000 Euro. Und auch das Freizeitbad erhält für das Schul- und Vereinsschwimmen ein Nutzungsentgelt von rund 500.000 Euro pro Jahr.